Published Articles by Frederike Middelhoff

Research paper thumbnail of Balladeske Migrationen. Zu den romantischen Wanderungen und Wandlungen ,altschottischer‘ Lieder am Beispiel der Übertragung Henriette Schubarts

Migrationen der Lyrik um 1300 und um 1800, hg. v. Susanne Reichlin [Reihe "Germanistische Symposien"], 2025

Am Beispiel romantischer Übersetzungen Sc(h)ottischer Balladen untersucht der Beitrag, u.a. in Au... more Am Beispiel romantischer Übersetzungen Sc(h)ottischer Balladen untersucht der Beitrag, u.a. in Auseinandersetzung mit den Schriften Achim von Arnims, Jacob und Wilhelm Grimms und Henriette Schubarts, die Formen und Funktionen des balladesken Transfers zwischen den Sprachen, Druck- und Sammlungsformaten und fragt nach den damit verknüpften Textmodifikationen, die sich von der Ästhetik der Texte bis hin zu ihrer Bezeichnung erstrecken. Nach kurzen Überlegungen zum Verhältnis von Migration und Balladentradition im Allgemeinen, mit Blick auf die Romantik im deutschsprachigen Raum im Speziellen, wird anhand der „romantic ballads“ "The Cruel Sister", "Earl Richard", "The Lass of Lochroyan" und "The Gay Goss Hawk" und ihren Übertragungen gezeigt, wie (a) der textuelle Transfer von mündlicher Tradierung zur schriftlichen Textur, (b) von englischsprachiger Vorlage zur deutschen Übersetzung funktioniert und (c) von diversen Übersetzungs- und Herausgeberinstanzen funktionalisiert wird.

Wasserlandschaften. Ökologien des Fluiden um 1800 [Neue Romantikforschung, Bd. 9], hg. v. Roland Borgards, Frederike Middelhoff, Barbara Thums, 2025

Der Band erkundet das Zusammenspiel zwischen Wasser, Ästhetik und ökologischem Denken um 1800 anh... more Der Band erkundet das Zusammenspiel zwischen Wasser, Ästhetik und ökologischem Denken um 1800 anhand konkreter Beispiele wasserlandschaftlicher Formationen in Literatur, Malerei und Musik. Unsere Einleitung setzt mit der exemplarischen Mikro-Lektüre zweier Gedichte Karoline von Günderrodes ein, skizziert daran anschließend den Forschungsstand zur Relevanz des Wassers für die Ästhetik und ein ökologisches Denken in der klassisch-romantischen Epoche und erweitert diese Perspektiven um aktuelle Fragestellungen und Desiderate aus den Blue Humanities. Abschließend skizzieren wir das Anliegen der einzelnen Beiträge des Bandes.

Research paper thumbnail of Graben und Messen. Zu Rahel Levin Varnhagens Schreib- und Denkprozessen

Frederike Middelhoff, Martina Wernli (Hg.): Denken ist Graben. Zum Werk Rahel Levin Varnhagens, 2025

Rahel Levin Varnhagens Denken und Schreiben ist monumental – ihre Texte, die kleine Formen ebenso... more Rahel Levin Varnhagens Denken und Schreiben ist monumental – ihre Texte, die kleine Formen ebenso wie Briefkorrespondenzen mit beinahe dreihundert Personen umfassen und in Auszügen bereits zu ihrer Lebzeit publiziert wurden, sind ästhetisch und thematisch komplex. Der Beitrag führt in den Band ein, indem er Schlaglichter auf das umfangreiche Œuvre der noch immer vornehmlich als Salonnière bekannten Schriftstellerin und Philosophin Rahel Levin Varnhagens wirft und die Editionsgeschichte sowie die Forschungslage reflektiert. Die im vorliegenden Band versammelten Beiträge zielen darauf ab, Rahel Levin Varnhagens Texte sowie die damit verknüpften weitreichenden Lektüren und Kontexte in ihren materiellen, ästhetischen, poetologischen und soziohistorischen Dimensionen zu erkunden und vor dem Hintergrund romantischer Konzepte, Kommunikationsformen und Praktiken (neu) zu diskutieren.

Julia Bertschik, Tanja van Hoorn (Hg.): Brigitte Kronauer-Handbuch. Berlin, Boston: de Gruyter , 2024

Der Beitrag arbeitet die Relevanz der Tiere für Brigitte Kronauers Literaturtheorie und literaris... more Der Beitrag arbeitet die Relevanz der Tiere für Brigitte Kronauers Literaturtheorie und literarische Praxis: Mit Tieren beschreibt Kronauer eine Literatur- und Kunsttheorie in ihrer Formspezifik und ihrem Wirkungspotenzial; mit Tieren verhandelt sie kulturelle Konventionen und den menschlichen Umgang mit ‚Natur‘ im Allgemeinen, mit nicht-menschlichen Lebensformen und Mensch-Tier-Relationen im Besonderen; sie reflektiert Formen menschlicher Bezugnahme auf Tiere (u. a. affektiv, epistemologisch, ästhetisch, utopisch) und insistiert auf die Relevanz von Mensch-Tier-Begegnungen in und jenseits von Literatur.

E.T.A. Hoffmann-Jahrbuch, 2024

Der Aufsatz erkundet ein 'cat-reading' der "Lebens-Ansichten", indem er Murrs (Selbst-)Inszenieru... more Der Aufsatz erkundet ein 'cat-reading' der "Lebens-Ansichten", indem er Murrs (Selbst-)Inszenierung in den zoologischen Diskurs um 1800 einordnet und tiertheoretisch informierte Fragen zur Mensch-Kater-Kommunikation auslotet.

Flatterpoetik: Ornithologie und Tiertheorie in Rilkes achter Duineser Elegie

Blätter der Rilke-Gesellschaft 37: Rilke und das Judentum. 100 Jahre 'Duineser Elegien', 2024

Research paper thumbnail of Intervention at Home: Representing Migrants in German Romanticism

European Romantic Review, 2024

The article explores how German Romantic writing engaged with political migration and thereby in... more The  article explores how German Romantic writing engaged with political migration and thereby intervened in contemporary discourses about émigrés seeking refuge in German-speaking territories during and after the French Revolution. Discussing different representations of French exiles in both fiction and translation, I argue that some Romantics were participating in an “intervention at home:” staying put, observing both the unprecedented overthrow of the French monarchy and, later on, the aggression of French expansionism, Romantic writers contributed to contemporary debates about migration with stories and characters meant to reflect on, evoke empathy with, or create aversion to French migrants. Romantic writing thus encouraged both emotional responses to and specific ideas about the intricate relationship between migration and nation-building in early nineteenth-century.

Research paper thumbnail of „Heute, da ich ein heimatloser Flüchtling  werde“. Karoline von Günderrodes literarische Annäherungen an Exil und Flucht

Noch Zukunft haben. Zum Werk Karoline von Günderrodes, 2024

Der Beitrag untersucht, wie sich Günderrodes Texte zu soziopolitischen und rechtlich orientierten... more Der Beitrag untersucht, wie sich Günderrodes Texte zu soziopolitischen und rechtlich orientierten Fragen im Hinblick auf Migration, Flucht und Vertreibung verhalten, die angesichts der französischen Revolutionsflüchtlinge um 1800 auch in der literarischen Romantik zum Gegenstand wurden. Günderrode, so eine der zentralen Thesen des Beitrags, interessiert sich nicht nur für Figurationen der Migration, die das Sehnsuchtsmotiv ‚Italien‘ oder zeitgenössische Theorien zum Zusammenhang von Klima, Emigration und Identität bespielen. Vielmehr umkreist sie mit den Dramenfiguren Hildgund und Mahomed den politischen Stellenwert sowie die Paradoxien und Potenziale des Exils. Der Beitrag setzt Günderrodes Dramatisierungen der Verbannung zu migrationsrechtlichen Diskussionen um 1800 in Beziehung und fragt nach Positionierung der Texte zum ‚Zeitalter der Flucht‘.

Blütenstaub. Jahrbuch für Frühromanik 8, 2023

Pflanzen als Lebewesen zu begreifen, deren Atem sich mit menschlichem Atem verbindet, ist um 1800... more Pflanzen als Lebewesen zu begreifen, deren Atem sich mit menschlichem Atem verbindet, ist um 1800 kein Gemeinplatz. Der Beitrag arbeitet heraus, inwiefern das Atem der Pflanzen nicht nur für Friedrich von Hardenbergs Analogiedenken, sondern auch für eine Philosophie der Natur zentral ist, die das Verhältnis zwischen Menschen, Tieren und Pflanzen weniger als kategorial different, sondern als pneumatologisch relational und
grundsätzlich affin erfasst. Diese Annahmen werden im Artikel mit
Verweisen auf diejenigen Naturforscher erhellt, die Hardenbergs Nachdenken über den Pflanzenatem rahmen: Alexander von Humboldt und August Johann Georg Karl Batsch.

Research paper thumbnail of Editorial: Verbriefte Frühromantik, weiblich gewendet.  Korrespondentinnen im Gespräch mit Friedrich Schlegel und Friedrich von Hardenberg

literatur für leser:innen 44, Heft 2, 2023

Das Editorial skizziert die Forschungslage zur Briefkultur der (Früh-)Romantik, beleuchtet die in... more Das Editorial skizziert die Forschungslage zur Briefkultur der (Früh-)Romantik, beleuchtet die insbesondere geschlechterspezifischen Desiderata und erläutert die thematische Ausrichtung des Sonderhefts. Die darin versammelten Beiträge spüren zum einen den Eigenheiten der Briefwechsel F. Schlegels und F. v. Hardenbergs mit verschiedenen Korrespondentinnen nach und rücken die beiden Akteure zum anderen als Empfänger sowie Gegenstand der brieflichen Kommunikation weiblicher Schreibender in den Blick. Der forschungsbekannte Fokus auf die Schreibverfahren und Kommunikationsformen der beiden Männer wird dabei relativiert und für Fragen geöffnet, die für die einzelnen Korrespondentinnen und ihre jeweils individuellen Perspektiven zentral sind. Beleuchtet werden in den Beiträgen insbesondere die epistolaren Praktiken, die Verhandlungen von Weiblichkeit (siehe den Beitrag von N. Saul), das Problem der Inkommunikabilität (im Beitrag von A. Knopf), das Evozieren von Unmittelbarkeit bzw. Körperlichkeit (siehe den Beitrag von Y. Al-Taie), Formen der Intimität (siehe den Beitrag von  C. Jungk), das Motiv des Reisens (im Beitrag von A. Villinger) und der umstrittenen ‚romantischen Liebe‘ (siehe den Beitrag von C. Bamberg). Das gesamte Heft kann hier eingesehen werden: https://tinygu.de/flnJe

Configurations of Migration: Knowledges –Imaginaries – Media, eds. Jennifer Leetsch, Frederike Middelhoff and Miriam Wallraven, Berlin, Boston: De Gruyter, 2023

The introduction to our volume delineates its focus on both migration imaginaries and migration k... more The introduction to our volume delineates its focus on both migration imaginaries and migration knowledges. It asks how migration imaginaries fuse with and modify knowledges about migration and how such modes of interaction connect to the specific aesthetic qualities of different media. "Configurations of Migration: Knowledges –Imaginaries – Media" reveals the intricate relationship between creative engagements with and knowledges about migration, and probes the ways in which different medial practices are intertwined with different knowledge structures.

Configurations of Migration: Knowledges – Imaginaries – Media, eds. Jennifer Leetsch, Frederike Middelhoff, Miriam Wallraven, Berlin, Boston: De Gruyter, 2023

The article discusses the ways in which Friedrich de la Motte Fouqué’s (1777-1843) three-volume n... more The article discusses the ways in which Friedrich de la Motte Fouqué’s (1777-1843) three-volume novel "The Réfugié" (1824) intertwines different histories and experiences of migration related to German-speaking contexts, ranging from the late seventeenth to the early nineteenth century. The chapter shows how de la Motte Fouqué, himself descended from a long line of French religious refugees, mediates knowledges about the disintegration of Huguenot diasporas in Germany and empathetically explores the
challenges of political exile around 1800.

Research paper thumbnail of Romantische Ökologien - Zur Einleitung

Romantische Ökologien. Vielfältige Naturen um 1800, 2023

Die Einleitung skizziert die Forschungsdynamiken einer ökologisch versierten und kulturwissenscha... more Die Einleitung skizziert die Forschungsdynamiken einer ökologisch versierten und kulturwissenschaftlich orientierten Erforschung der Romantik, in die sich der vorliegende interdisziplinäre Band einschreibt. Entfaltet wird dabei zum einen, wie sich die Artikel des Bandes den historischen Dimensionen der Ökologie avant la lettre widmen und die Vielfalt eines ökologischen Denkens um 1800 erschließen; zum anderen zeichnen wir die drei Forschungsfelder nach, an die der Band produktiv anschließen möchte: die europäische Romantiforschung, die Environmental Humanities und der Romantic Ecocriticism. Ausgehend von einem doppelten Plural (‚Romantiken‘ und ‚Ökologien‘) regt Romantische Ökologien zur vertieften Beschäftigung mit der Frage an, welchen spezifischen Beitrag die Künste bei der Ausgestaltung und Formierung eines modernen ökologischen Denkens leisten und gibt Impulse für einen interdisziplinären Dialog in der romantischen Ökologieforschung.

Research paper thumbnail of Phytoökologien in den Briefbüchern Bettina von Arnims

Romantische Ökologien. Vielfältige Naturen um 1800, 2023

Der Beitrag verknüpft die kulturwissenschaftlichen Plant Studies mit der romantischen Ökologiefor... more Der Beitrag verknüpft die kulturwissenschaftlichen Plant Studies mit der romantischen Ökologieforschung. Gegenstand der Untersuchung sind die drei zwischen 1835 und 1844 erschienenen Briefbücher Bettina von Arnims, in denen Mensch-Pflanze-Beziehungen und das Nachdenken über die Besonderheiten des Pflanzlichen eine herausragende Rolle spielen. Gezeigt wird im Rahmen der Analysen, wie Arnim nicht nur über, sondern sympoetisch mit Pflanzen schreibt, und wie sie die kommunikativen, umweltspezifischen und atmosphärischen Wechselwirkungen zwischen Pflanzen, Menschen, Tieren und anorganischen Materien ökologisch reflektiert. Indem die Briefbücher die kulturellen, ästhetischen und existenziellen Bedeutungen der Pflanzen in den Blick nehmen und die Agency des Pflanzlichen vor Augen stellen, arbeiten sie Formen der menschlichen Ignoranz gegenüber Pflanzen ebenso wie einer Verdinglichung des Vegetabilen zu Beginn des industriellen Zeitalters entgegen.

August Wilhelm Schlegels Modellierung von Literaturgeschichte, hrsg. v. Claudia Bamberg und Katrin Henzel. Berlin: Erich Schmidt., 2023

Research paper thumbnail of The Stories Plants Tell: An Introduction to Vegetal Narrative Cultures

"The Stories Plants Tell " / Introduction to a Special Issue of "Narrative Culture", 2023

Our introduction to this special issue aims to contest narrative as an anthropocentric proper and... more Our introduction to this special issue aims to contest narrative as an anthropocentric proper and delineates current theories, methods, and challenges of conceiving plants as both storytellers and storied matter. Our issue fits into the larger frame of a recent “vegetal turn” within the humanities that has long been used to find plants marginal, mute, or symbolic supplements to human stories. The introduction, therefore, focuses on forms of vegetal creativity and narrativity. It explores vegetal narrative cultures emerging when (1) plants co-author and shape narrative practices, (2) plant stories partake in the creation of multispecies societies, and (3) plant articulations are embedded in narrative contexts.

The special issue - with articles by Laura A. Foster, Michael Marder, Solvejg Nitzke, Darya Tsymbalyuk, and an interview with Natasha Myers - can be found online: https://digitalcommons.wayne.edu/narrative/vol10/iss2/.

Research paper thumbnail of Life/Lost in Translation. Romantische Schriftstellerinnen übersetzen

In: Martina Wernli (Hg.) „jetzt kommen andere Zeiten angerückt“. Schriftstellerinnen der Romantik. Berlin: Metzler 2022, S. 245-272., 2022

Der Beitrag untersucht die Praktiken des literarischen Übersetzens und die damit verknüpften Mögl... more Der Beitrag untersucht die Praktiken des literarischen Übersetzens und die damit verknüpften Möglichkeiten weiblicher Partizipation in einer weitestgehend männlichen dominierten deutschsprachigen Romantik. Am Beispiel der heute größtenteils vergessenen Übersetzungen Henriette Schubarts und Dorothea Tiecks aus dem Englischen werden die kreativen ästhetischen Strategien der beiden Übersetzerinnen vor dem Hintergrund romantischer Übersetzungstheorien diskutiert. Indem sie mit Formen der Rekonfiguration, Artikulation und Elision experimentierten, gelang es H. Schubart und D. Tieck sich in ihren Übersetzungen nicht nur interpretativ und reflexiv zu ihren Vorlagen in Bezug zu setzen, sondern ihren Texten eine individuelle ästhetische Kontur zu verleihen und ihre jeweils eigenen Stimmen in die Texte einzuschreiben. Der Beitrag argumentiert, dass H. Schubarts und D. Tiecks poetische Strategien des Übersetzens als Formen der literarischen Produktion-und nicht als bloße Reproduktion eines ‚Originals'-zu betrachten sind.

In: Claudia Liebrand, Harald Neumeyer, Thomas Wortmann (Hg.): E.T.A. Hoffmanns 'Kater Murr'. Neue Lektüren, 2022

Aber dieses Unbestimmte und Geheim nißvolle ist es eben, woran die neue Schule, die, wenn das so ... more Aber dieses Unbestimmte und Geheim nißvolle ist es eben, woran die neue Schule, die, wenn das so fort geht, bald nur Wolken, Nebel und Phosphor als poetische Personen in Tragödien und Romanen gelten lassen wird, ein so selt sames Gefallen findet. 1 Phosphor wurde in der Romantik zum experimentellen Gegenstand und buchstäblich zum Diskussionsstoff. 2 Theorien und Versuche bezogen sich dabei u.a. auf die elementare Zusammensetzung, das Vorkommen, die Leuchtkraft sowie die Wirkungen dieses »eigenthümlichen Stoff[s]« 3 , der sich als Maverick und Proteus zugleich präsentierte: Eine brennbare Sub stanz, die sich mal wie Metall, mal wie Schwefel oder Sauerstoff verhält; 4

Research paper thumbnail of Blüten-Lese(n) schreiben. Publikationsorientierte Textproduktion im digitalen Blumenbeet

Schreiben publikationsorientiert lehren. Hochschulische Schreiblehrkonzepte aus der Praxis. Hg. Dzifa Vode, Frank Sowa, 2022

Autorinnen: Nora Hoffmann, Frederike Middelhoff, Barbara Thums // Der Beitrag reflektiert die ... more Autorinnen: Nora Hoffmann, Frederike Middelhoff, Barbara Thums //

Der Beitrag reflektiert die inhaltlichen und didaktischen Potenziale sowie die An- und Herausforderungen eines germanistischen Praxisseminars, in dem Bachelorstudierende Text-Bild-Arrangements über Pflanzen anfertigten, die auf einer Website integriert und öffentlich publiziert wurden. Das Seminar, das von den Autorinnen dieses Beitrags konzipiert und geleitet wurde, zielte inhaltlich darauf, das Verhältnis von Literatur und Pflanzlichem im Horizont der Plant Studies neu zu perspektivieren. Studierende erschlossen sich dieses aktuell aufkommende Feld der Literatur- und Kulturwissenschaften u. a. durch das Verfassen einer für sie neuartigen Textgattung: der pflanzlichen Objekterzählung. Das Format dieser Pflanzenerzählungen vereint Elemente wissenschaftlichen, literarischen und journalistischen Schreibens und regtedie Studierenden zu experimentellen Textproduktionsprozessen an. Diese Prozesse wurden schreibdidaktisch in Workshops und via Peer-Feedback begleitet. Der Beitrag präsentiert das Seminar- und Schreibkonzept und evaluiert die hinführenden Ansätze, Formen und Effekte des publikationsorientierten Schreibens der Studierenden.

Literaturen und Kulturen des Vegetabilen. Plant Studies - Kulturwissenschaftliche Pflanzenforschung, 2022

Animal Studies und Plant Studies: Eine Verhältnisbestimmung, in: Anke Kramer, Urte Stobbe, Berbel... more Animal Studies und Plant Studies: Eine Verhältnisbestimmung, in: Anke Kramer, Urte Stobbe, Berbeli Wanning (Hg.): Literaturen und Kulturen des Vegetabilen. Plant Studies - Kulturwissenschaftliche Pflanzenforschung. Berlin, Bern [u.a.]: Peter Lang 2022, S. 71-96.