Papers by Ingrid-Sibylle Hoffmann

Research paper thumbnail of Johann Georg Martin Durschs »Skulpturenschatz«

Sakrale Kunst des Mittelalters. Sammlung Dursch. Begleitbuch zur Ausstellung des Dominikanermuseums Rottweil, Zweigmuseum des Landesmuseums Württemberg, 2019

The paper deals with the life and work of Johann Georg Martin Dursch (1800-1881), a theologian an... more The paper deals with the life and work of Johann Georg Martin Dursch (1800-1881), a theologian and art collector who dedicated himself to the preservation of medieval works of art from Swabia. The focus is on his “Sammlung Dursch” (‘Dursch Collection’), an ensemble of late Gothic sculptures and paintings, which is now on display in the “Dominikanermuseum” (Dominican Museum) in Rottweil. The text sheds light on Dursch's collecting activities, his museological approaches and his role as a pioneer in the art historical perception of medieval sculptures. It also describes the history of the collection after his death and its significance for art and cultural history. The essay shows how Dursch preserved the medieval art of his homeland and made it accessible to a broad public through his passion and scientific endeavours.

Research paper thumbnail of Inszenierungen weiblicher Heiliger am ehemaligen Hochaltarretabel des Zisterzienserinnenklosters Lichtenstern

Weibliche Heiligkeit in Spätantike und Mittelalter. Visuelle und materielle Kulturen. Forschungen des Instituts für Archäologische Wissenschaften, Denkmalwissenschaften und Kunstgeschichte. , 2025

This paper explores the monumental altarpiece created around 1465/70 for the Cistercian convent o... more This paper explores the monumental altarpiece created around 1465/70 for the Cistercian convent of Lichtenstern, highlighting the diverse representations and narrative techniques used for the representation of female saints. It particularly focuses on the unique presentation of the Virgin Mary and Mary Magdalene and examines about how the artistic choices reflect the multifaceted roles of these holy figures in the context of devotion and storytelling.

Das um 1465/70 für das Zisterzienserinnenkloster Lichtenstern (Lkr. Heilbronn, Deutschland) angefertigte monumentale Altarretabel zeigt neben der im Zentrum des Bildprogramms stehenden Gottesmutter zwei weitere weibliche Heilige. Dabei werden unterschiedliche Präsentationsformen, Erzählweisen und materielle Ausgestaltungen gewählt und so verschiedenen Funktionen der Heiligendarstellungen Rechnung getragen. Bei geöffneten Flügeln erblickten die Gläubigen im Schrein eine in Gold und Azurit gefasste Marienkrönung, während die Tafelgemälde der Flügel freudvolle Szenen des Marienlebens erzählen. Im geschlossenen Zustand werden die Leiden Mariens fokussiert. Neben der Gottesmutter wird die ebenfalls im Schrein platzierte Maria Magdalena sowohl durch die Materialität ihres Gewandes als auch durch ihre Blickrichtung in besonderer Weise inszeniert. Ferner zeigen die Predellenflügel innen Darstellungen der hl. Ursula und ihrer Gefährtinnen und flankierten im geöffneten Zustand wohl entsprechende Reliquien der Heiligen.

Der Meister der Pollinger Tafeln zählt zu den Protagonisten des spätgotischen Realismus in der sü... more Der Meister der Pollinger Tafeln zählt zu den Protagonisten des spätgotischen Realismus in der süddeutschen Tafelmalerei. Seine zwischen den späten 1430er und den mittleren 1450er Jahren entstandenen Werke spiegeln beispielhaft die tief greifenden Veränderungen des Bildwissens und der Darstellungsinteressen, welche die zeitgenössische Malerei prägen. Im Zentrum der Untersuchung steht die Entschlüsselung des vielschichtigen Einflussspektrums, das auf die Bildgestaltungen des in München tätigen Malers einwirkte. Die Genese seines individuellen Bildwissens und dessen Anwendung wird dabei sowohl

Research paper thumbnail of Materielle Spuren der Hofkultur unter Margarethe von Savoyen und Ulrich V. von Württemberg

Starke Frauen? Adelige Damen im Südwesten des spätmittelalterlichen Reiches, 2022

Der Beitrag stellt schlaglichtartig prominente wie auch weniger bekannte künstlerische und archit... more Der Beitrag stellt schlaglichtartig prominente wie auch weniger bekannte künstlerische und architektonische Zeugnisse sowie ausgewählte Schriftquellen zur Hofkultur unter Margarethe von Savoyen und Ulrich V. von Württemberg vor. Die materiellen Spuren des Herrscherpaares, wie beispielsweise die berühmten Altartafeln aus der Sammlung des Landesmuseums Württemberg mit der Darstellung des Grafen und seiner drei Gattinnen oder die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Steinskulptur
Ulrichs vom Stuttgarter Herrenhaus, werden näher beleuchtet und in Beziehung zueinander gesetzt. Deutlich zeichnet sich durch diese Zusammenschau das Bild eines aufstrebenden Herrschaftshauses ab, das um die Mitte des 15. Jahrhunderts ambitionierte Bau- und Repräsentationsprojekte in Angriff nahm sowie innovative Praktiken der Selbstdarstellung pflegte, insbesondere in der Residenzstadt Stuttgart. Die Stadt erhielt ein repräsentatives Gepräge, das Macht und politische Geltung sowohl nach innen wie auch nach außen demonstrieren sollte. Ein wichtiges Ziel des Herrscherpaares scheint in diesen anhaltenden Projekten wie auch in ephemeren Inszenierungen auf: den Anspruch auf den Fürstenrang für das Haus Württemberg zum Ausdruck zu bringen. So bediente sich Ulrich V. mehrfach einer vornehmlich mit der Figur des Kaisers bzw. Königs verbundenen, zumindest aber fürstlichen Ikonographie. Neue kulturelle Entwicklungen und Kulturtransfers
insbesondere aus dem Westen, die durch Margarethe von Savoyen befördert wurden, spielen in diesem Rahmen genauso wie die Verbindungen zu den großen europäischen Fürstenhäusern eine Rolle. Der dynastische Hintergrund seiner fürstlichen Gattinnen und insbesondere seiner dritten Frau Margarethe von Savoyen scheint Ulrich V. zu dieser
Hofkultur ermutigt zu haben.

Research paper thumbnail of Vorwort der Herausgeber

Vorwort der Herausgeber

Menschenbilder. Beiträge zur Altdeutschen Kunst, 2011

Für die Künstler am Übergang von Spätmittelalter zur Frühen Neuzeit rückte der Mensch ins Zentrum... more Für die Künstler am Übergang von Spätmittelalter zur Frühen Neuzeit rückte der Mensch ins Zentrum des künstlerischen Interesses. Die Maler und Bildhauer avancieren gleichermaßen zu Entdeckern und zu Konstrukteuren des Menschen. Die Anfänge einer neuartigen Herangehensweise an das Individuum und den menschlichen Körper im 15. Jahrhundert sind dabei ebenso wichtig wie die herausragenden Manifestationen des Menschenbildes der Renaissance in den Werken von Albrecht Dürer oder Hans Baldung Grien. Mit diesen Aspekten spätmittelalterlicher und frühneuzeitlicher Menschenbilder setzen sich im vorliegenden Tagungsband Experten der Altdeutschen Kunst in 14 Einzelbeiträgen auseinander. Schwerpunkte bilden die intensive Beschäftigung mit der Darstellung des nackten Körpers sowie das Ringen um die authentische Erfassung einer Person. Die sorgsame Inszenierung des Individuums und die komplexen Modelle idealer Körperdarstellung der Dürerzeit, Fragen der Fremd- und Eigenwahrnehmung in gesellschaftlichen Gruppen kommen ebenso zur Sprache wie das Verhältnis von Antikenrezeption und akribischer Naturbeobachtung im Zeitalter des Humanismus. In der Gesamtschau eröffnen die Beiträge ein Panorama der künstlerischen Auseinandersetzung mit existenziell-menschlichen Themen wie Liebe und Sexualität, Identität und Selbsterkenntnis, Glaube und Tod am Wendepunkt vom Spätmittelalter zur Frühen Neuzeit.

Research paper thumbnail of Vielfältige Sammlungsobjekte und ihre Archivalien in neuem Licht

Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte, 2018

Die Kunstkammer der Herzöge von Württemberg gehört mit fast 4.000 erhaltenen Objekten zu den bede... more Die Kunstkammer der Herzöge von Württemberg gehört mit fast 4.000 erhaltenen Objekten zu den bedeutendsten historischen Kunstkammern Europas und zeichnet sich durch eine besonders dichte archivalische und materielle Überlieferung aus. Erstmals wird die Kunstkammer in der Regierungszeit Herzog Friedrichs I. (reg. 1593 – 1608) erwähnt1. In ihren Anfängen spiegelt die Kunstkammer eine universalistische Sammlungsidee, die um 1600 zahlreiche Fürsten aufgriffen und in umfangreichen Kollektionen an ihren Höfen verwirklichten. Mehrfache Kriegsbedrohungen, sich wandelnde Sammlungsinteressen der Herzöge und geistesgeschichtliche Strömungen ebenso wie sich verändernde staatliche Strukturen nahmen in der Folge Einfluss auf die Sammlung. Dennoch bestand die herzogliche Kunstkammer über einen Zeitraum von mehr als 200 Jahren, von ihren Anfängen vor 1600 bis zur Übertragung in die staatliche württembergische Verwaltung im Jahr 1817, und lebt in ihren Nachfolgeinstitutionen bis heute fort. So zähle...

Research paper thumbnail of Flammenschwert – Schwert des Geistes – himmlische Waffe. Das Schwert als christliches Symbol und Herrschaftszeichen.

Faszination Schwert. Große Sonderausstellung im Landesmuseum Württemberg, Sonderheft 14/2018 der Zeitschrift „Archäologie in Deutschland“, 2018

In seiner Funktion als Waffe hat das Schwert seit Jahrhunderten ausgedient. Doch seine Anziehungs... more In seiner Funktion als Waffe hat das Schwert seit Jahrhunderten ausgedient. Doch seine Anziehungskraft ist ungebrochen. Ob auf Gemälden des 19. Jh., in modernen Fantasyromanen und Actionfilmen oder als Holzschwert in der Spielzeugkiste -das Schwert hat die Menschen über die Zeiten hinweg in den Bann gezogen. Woher kommt diese Faszination und wie schlägt sie sich in der Kultur-und Kunstgeschichte nieder? Diesen Fragen geht das Landesmuseum Württemberg in einer Großen Sonderausstellung und in diesem Begleitband nach. Der Blick fällt nicht nur auf verschiedenste Schwertervon bronzenen Vollgriffschwertern über römische Kurzschwerter (Gladii) bis hin zum Bidenhänder, einem frühneuzeitlichen Zweihandschwert -, sondern auch auf Kunstwerke, Handschriften, Filmplakate sowie Merchandisingprodukte, die die »Faszination Schwert« wider spiegeln. Dabei begibt sich dieser Band zu den Wurzeln, aus denen sich die langanhaltende Anziehungskraft speist. Das Schwert: geschätzt -verehrt -gefürchtet € (D) 14,95 G ro ße So nd er au ss te llu ng im La nd es m us eu m W ür tt em b er g 13 . O kt ob er 20 18 − 28 . A p ri l 20 19 A lte s Sc hl os s | St ut tg ar t

Update – Museen im digitalen Zeitalter. Museumskunde 84, 2019

Das Landesmuseum Württemberg setzt mit dem Vermittlungsprojekt „Heilige und Halunken. Eine VR-Rei... more Das Landesmuseum Württemberg setzt mit dem Vermittlungsprojekt „Heilige und Halunken. Eine VR-Reise ins Mittelalter“ auf innovative Ansätze der Kontextualisierung und des Storytellings. Seit Februar 2019 können die Besucher*innen anhand eines in die Schausammlung integrierten Virtual-Reality-Moduls auf neuartige Weise ins Spätmittelalter eintauchen. Ausgangspunkt des 360°-Filmes ist ein Museumsobjekt, ein um 1465 gefertigter Altaraufsatz. Das Publikum erlebt eine mitreißende Geschichte rund um die Auftraggeberin und den Maler des Altaraufsatzes. Zudem wird für Schulklassen ein stärker dokumentarischer 360°-Film angeboten, der Teil eines mediale Vermittlung und spätmittelalterliche Originale verbindenden Führungsangebotes ist.

Die Kunstkammer der Herzöge von Württemberg: Bestand, Geschichte, Kontext. Bd. 2, 2017

Mittelalterliche Objekte machten in frühneuzeitlichen Kunstkammern einen geringen Teil des Bestan... more Mittelalterliche Objekte machten in frühneuzeitlichen Kunstkammern einen geringen Teil des Bestandes aus. Dennoch spielten Kunstkammern für die Bewahrung mittelalterlicher Artefakte, insbesondere aus weltlichem Zusammenhang, eine wichtige Rolle. Am Beispiel der Kunstkammer der Herzöge von Württemberg, dem das Landesmuseum Württemberg einige Glanzstücke seiner Mittelaltersammlung verdankt – ehemals aus dem sakralen Bereich stammende Objekte ebenso wie weltliche Gegenstände –, wird untersucht, welche Kriterien zur Aufnahme dieser Artefakte in das neue Setting der Kunstkammer führten und wie sich diese „Frames“ zwischen dem 17. und dem frühen 19. Jahrhundert veränderten.

Reformation in Württemberg. Freiheit - Wahrheit - Evangelium, 2017

Die Schwaben - zwischen Mythos und Marke, 2016

Exhibitions by Ingrid-Sibylle Hoffmann

Flyer , 2022

Ob Geburtstage, Silvester oder einfach der gemeinsame Feierabend, im sozialen Miteinander nimmt A... more Ob Geburtstage, Silvester oder einfach der gemeinsame Feierabend, im sozialen Miteinander nimmt Alkoholeine bedeutende Rolle ein. Das ist aberkein Phänomen der Gegenwart: Seit 10.000 Jahren werden Bier und Weinhergestellt und konsumiert. Damals wie heute ist das Trinken alkoholischer Getränke in vielen Kulturenverwurzelt. War und ist Alkohol also der „Kitt“ unserer Gesellschaff? Und wie schfft er Gemeinschaft, Identität und zugleich soziale Abgrenzung?
Diesen und weiteren spannenden Fragen geht die Große Sonderausstellung „Berauschend – 10.000 Jahre Bier und Wein“ auf den Grund und spannt dabei einen Bogen von der Steinzeit bis in die Gegenwart. Entdecken Sie rund 250 beeindruckende Objekte, die die Geschichte von Bier und Wein veranschaulichen und deren gesellschaftliche Rolle verdeutlichen.