Jiddisch – Wikipedia
Zum Inhalt springen
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Jiddisch
ייִדיש
אידיש
Sprecher
Muttersprachler ca. 500.000
– 670.000
, einschließlich der Sekundärsprecher deutlich mehr
Linguistische
Klassifikation
Indogermanisch
Germanisch
Westgermanisch
Hochdeutsch
Jiddisch
Offizieller Status
Anerkannte Minderheiten-/
Regionalsprache
in
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
Niederlande
Niederlande
Polen
Polen
Rumänien
Rumänien
Schweden
Schweden
Ukraine
Ukraine
Sprachcodes
ISO 639
-1
yi
ISO 639
-2
yid
ISO 639
-3
yid (
Makrosprache
Enthaltene Einzelsprachen:
ydd (
Ostjiddisch
; Europa, Nord- und Südamerika, Israel)
yih (
Westjiddisch
; Deutschland, Österreich)
Der goldene Pfau
(di goldene pawe)
ist ein volkstümliches jiddisches Symbol.
Vorgeschlagene Flagge für die jiddische Sprache
Die südwestjiddische Lebensbeschreibung von Seligmann Brunschwig von
Dürmenach
schildert u.
A die antisemitischen Ereignisse des
Revolutionsjahres 1848
. In der Sammlung des
Jüdischen Museums der Schweiz
in
Basel
Jiddisch
(Eigenbezeichnung
יידיש
oder
אידיש
, wörtlich „jüdisch“), veraltet
Jüdischdeutsch
oder
Judendeutsch
genannt, ist eine annähernd tausend Jahre alte Sprache, die von
aschkenasischen Juden
in weiten Teilen
Europas
gesprochen und geschrieben wurde und von einem Teil ihrer Nachfahren bis heute gesprochen und geschrieben wird. Es ist eine aus dem
Mittelhochdeutschen
hervorgegangene
westgermanische
Sprache, die außer der
hochdeutschen
auch eine
hebräisch
aramäische
, eine
romanische
und eine
slawische
Komponente aufweist.
Aus jüngerer Zeit stammen Einflüsse aus dem
Neuhochdeutschen
und je nach heutigem Wohnort der Sprecher auch solche aus dem
Englischen
, dem
Iwrith
und aus anderen Landessprachen. Jiddisch teilt sich in
West-
und
Ostjiddisch
. Letzteres besteht aus den
Dialekt
verbänden Nordostjiddisch („litauisches Jiddisch“), Zentraljiddisch („polnisches Jiddisch“) und Südostjiddisch („ukrainisches Jiddisch“).
Die jiddische Sprache hat sich im Mittelalter zunächst
im Zuge der
Ostsiedlung
, später auch infolge der durch
Verfolgung
bedingten
Migration
der Juden vom deutschsprachigen Gebiet aus in Europa verbreitet, besonders nach Osteuropa, wo schließlich das Ostjiddische entstand.
Mit den Auswanderungswellen von Millionen osteuropäischer Juden im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert breitete sie sich dann westwärts aus und gelangte in die neuen jüdischen Zentren in
Amerika
und
Westeuropa
, später auch nach
Israel
Jiddisch war eine der drei jüdischen Sprachen der aschkenasischen Juden, neben dem weitestgehend der Schriftlichkeit vorbehaltenen Hebräisch und Aramäisch. Es wurde nicht nur als gesprochene, sondern auch als mit
hebräischen Schriftzeichen
geschriebene und gedruckte Alltagssprache verwendet. Eine ähnliche Rolle wie das Jiddische für die aschkenasischen Juden spielt für die
sephardischen Juden
das
Judenspanisch
Während
Westjiddisch
bereits im 18. Jahrhundert auszusterben begann, blieb Ostjiddisch die Alltagssprache der Mehrheit der Juden in Osteuropa, bis im
Holocaust
die jüdischen Zentren
Kontinentaleuropas
vernichtet wurden. Heute wird Jiddisch noch von (oft betagten) Nachfahren
osteuropäischer Juden
, von sogenannten
Jiddischisten
, von Wissenschaftlern und ganz besonders von einer wachsenden Anzahl
ultraorthodoxer
aschkenasischer Juden gesprochen. Die Zahl der Muttersprachler wird weltweit auf 500.000 bis 670.000
geschätzt; unter Einbezug von Sekundärsprechern sind es deutlich mehr
Weil das Sprechen, Schreiben und kulturelle Schaffen auf Jiddisch seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert fast ausschließlich auf ostjiddischer Grundlage geschieht, versteht man heute unter
Jiddisch
faktisch
Ostjiddisch,
solange nicht ausdrücklich von
Westjiddisch
die Rede ist. In diesem Artikel steht folglich das
Ostjiddische
im Zentrum der Beschreibung.
Bezeichnungen
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Hirsch David Nomberg
Chaim Zhitlovsky
Schalom Asch
Itzhok Lejb Perez
Abraham Reisen
während der
Czernowitz-Konferenz
(v. r. n. l.), Postkarte
Jiddischsprecher bezeichnen das Jiddische als
mame-loschn
מאַמע-לשון
), zu Deutsch „Muttersprache“. Das deutsche Wort
Jiddisch
ist ein verhältnismäßig neues Kunstwort. Es ist eine Entlehnung aus dem englischen
Yiddish,
das seinerseits auf das von ostjüdischen Emigranten nach England mitgebrachte jiddische Wort
jidisch
zurückgeht.
Jidisch
(oder
idisch
) bedeutet im Jiddischen sowohl „jüdisch“ als auch „jiddisch“. Das sogenannte
Judendeutsch
ist eine dem Deutschen sehr ähnliche Variante des Westjiddischen und war die Umgangs- und Korrespondenzsprache der Mehrheit der deutschen Juden bis etwa zur Mitte des 19. Jahrhunderts.
10
Im Englischen ist das Wort
Yiddish
seit 1886 belegt, so zuerst in dem Roman
Children of Gibeon
von
Walter Besant
mit der Erklärung, dass es sich um eine aus Polnisch, Deutsch und Hebräisch gemischte Sprache handele, bald darauf dann aber auch durch gelegentliche Verwendung in sprachwissenschaftlichen Publikationen wie
Alexander Harkavys
Dictionary of the Yiddish Language
(New York 1898) und
Leo Wieners
History of Yiddish Literature in the Nineteenth Century
(London & New York 1899), wobei auch in solchen Fachpublikationen bis ins 20.
Jahrhundert ältere Bezeichnungen wie
Judaeo-German
zunächst noch vorherrschend blieben.
Bei der Anglisierung des jiddischen Wortes
jidisch
wurde der Konsonant „d“ verdoppelt, um die Aussprache
-i-
zu erhalten und der sonst im Englischen naheliegenden Aussprache
-ai-
vorzubeugen. Von hier aus wurde das Wort in der Form „jiddisch“ auch ins Deutsche übernommen, wo es zuerst in
Gustav Karpeles
Geschichte der jüdischen Literatur
(Berlin 1909, dort neben „jüdisch-deutsch“) und dann in
Solomon Birnbaums
Aufsatz
Jiddische Dichtung
(1913) erscheint. Dabei stand der
Anglizismus
jiddisch
in Konkurrenz nicht nur zu den älteren Bezeichnungen, sondern auch zu der zuweilen aus dem Ostjiddischen direkt ins Hochdeutsche übernommenen Bezeichnung
jidisch,
wie sie z.
B. im Untertitel „Übertragungen jidischer Volksdichtung“ zu der Sammlung
Ostjüdische Liebeslieder
(Berlin 1920) von
Ludwig Strauss
erscheint.
Es ist maßgeblich der Initiative Birnbaums und dem Einfluss seiner
Praktischen Grammatik der Jiddischen Sprache
(1918) sowie seiner zahlreichen Fachpublikationen und Lexikonartikel zuzuschreiben, dass sich
Jiddisch
(und auch im Englischen
Yiddish
) in der Folgezeit als fachsprachlicher Terminus etablierte, als Bezeichnung zunächst vorwiegend für das neuostjiddische, und dann umfassend für sämtliche Sprachperioden unter Einbeziehung des westlichen Jiddisch.
Geschichte
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Ältestes erhaltenes schriftliches Zeugnis eines ganzen Satzes auf Jiddisch (
Wormser Machsor
, 1272), in roter Schrift in die Buchstaben eines hebräischen Wortes gesetzt
Frühere Verbreitung jiddischer Dialekte nach einer Karte des Linguarium-Projekts der
Lomonossow-Universität
, Moskau. Gelb: Ostjiddisch mit dem litauisch-weißrussischen (Nordost-), ukrainischen (Südost-) und polnischen (Zentral-)Jiddisch (Letzteres im gesamten Westteil des gelben Gebiets). Grün: Westjiddisch mit dem eigentlichen Westjiddisch (westlich der gestrichelten roten Linie) und Übergangsjiddisch (östlich davon). Grün gestrichelte Linien: Unterdialekte des Jiddischen in
Elsass
Tschechien
Ungarn
und
Kurland
In der
mittelhochdeutschen
Periode entwickelten sich im deutschen Sprachgebiet spezifische Ausprägungen des Deutschen, die von Juden untereinander gesprochen und mit einem dafür angepassten
hebräischen Alphabet
geschrieben wurden. Charakteristisch sind eine Vielzahl von Entlehnungen aus dem meist nachbiblischen Hebräischen und dem
Aramäischen
sowie in geringem Maße auch einige Entlehnungen aus
romanischen Sprachen
Bedingt durch
Antijudaismus
und Judenverfolgung ab dem 11. Jahrhundert, besonders die
Judenverfolgungen zur Zeit des Schwarzen Todes
um 1348, wanderten Juden massenhaft aus dem deutschen Sprachgebiet nach Osteuropa aus, besonders in das
Königreich Polen
und das
Großfürstentum Litauen
. In der Folge kam es zu einer sprachlich getrennten Entwicklung: Das Jiddische im Westen entwickelte sich im Kontakt mit dem Deutschen weiter und ging schließlich im Zuge der
jüdischen Aufklärung
und der sprachlichen
Assimilation
deutscher Juden ab dem 18.
Jahrhundert im Deutschen auf, während das Jiddische im Osten sich im Kontakt einerseits mit den
ostmitteldeutschen
Ausgleichsdialekten deutscher Siedler in Polen und andrerseits mit den
westslawischen Sprachen
weiterentwickelte. Man unterteilt das Jiddische deshalb in
Westjiddisch
und
Ostjiddisch
. Die Koterritorialität der slawischen Sprachen schlug sich so stark in lexikalischen Entlehnungen und der Übernahme morphologischer und syntaktischer Elemente nieder, dass Slawisch neben Deutsch, Hebräisch-Aramäisch und Romanisch zu den vier Kernkomponenten des Ostjiddischen gezählt wird.
Für den jiddischen Buchdruck war bis ins frühe 18. Jahrhundert das Westjiddische maßgeblich. Im späten 18.
Jahrhundert hatten jedoch die ostmitteleuropäischen Druckorte die westmitteleuropäischen abgelöst, und infolgedessen sowie wegen der fortgeschrittenen Assimilation der Juden Deutschlands setzte sich das Ostjiddische als neuer Standard der jiddischen Sprache durch.
11
Im 19.
Jahrhundert wurden auch nicht-religiöse Publikationen immer zahlreicher. Es folgte eine bis zum
Zweiten Weltkrieg
andauernde Epoche, die oft als goldenes Zeitalter der jiddischen Literatur gewertet wird. Zugleich formierte sich gegen die damals unter anderem in der Presse in Schreibung, Wortschatz und Grammatik oft stark ans Deutsche angelehnte Sprache („
dajtschmerisch
“) zunehmend Widerstand. Diese Periode fällt mit der Wiederbelebung des Hebräischen als gesprochene Sprache und der Wiedergeburt der hebräischen Literatur zusammen.
Jüdische Auswanderer an der deutsch-polnischen Grenze in den
Auswandererhallen
Mit der Massenauswanderung nach Nordamerika und England im späten 19. Jahrhundert expandierte das Jiddische in den
englischen
Sprachraum und wurde dort zunehmend durch Englisch als Kontaktsprache beeinflusst. Infolge der großen Anzahl jiddischsprachiger Einwanderer haben zahlreiche jiddische Wörter Eingang in den umgangssprachlichen Wortschatz des US-amerikanischen Englisch gefunden. Mit der jiddischen Ausgabe des
Forward
existiert in New York bis heute eine jiddisch geschriebene Zeitung (seit 2019 nur noch online), die auf diese Einwanderungswelle zurückgeht; weitere jiddische Blätter richten sich an das erst nach dem Zweiten Weltkrieg nach Amerika gekommene
ultraorthodox-jüdische
Bevölkerungssegment.
In der unabhängigen
Ukrainischen Volksrepublik
, die von 1917 bis 1920 existierte, gehörte Jiddisch zu den offiziellen Sprachen. Die
Geschichte der Juden in der Sowjetunion
verlief hingegen ambivalent. Einerseits betrieb die
Sowjetunion
unter der Herrschaft
Josef Stalins
eine aktive judenfeindliche Politik. Sie verfolgte die jüdische Religion, das Bibelstudium, die
zionistische
Bewegung und die hebräische Sprache. Andererseits wurden jiddische Sprache und Literatur zumindest bis zum Zweiten Weltkrieg offiziell gefördert. So war Jiddisch in den 1920er und 1930er Jahren neben dem Russischen, Belarussischen und Polnischen einige Jahre lang Staatssprache in der
weißrussischen Sowjetrepublik
. Zwischen 1918 und 1923 wurden unter der Führung des Kriegsveteranen Simon Dimantstein jüdische Sektionen („
Jewsekzija
“) in der
Kommunistischen Partei der Sowjetunion
gebildet. Sie sollten eine „jüdische proletarische Kultur“ aufbauen, die nach den Worten Stalins „national in der Form und sozialistisch im Inhalt“ sein sollte. Es gab drei bedeutende jiddische Zeitungen:
Der Emes
(„Die Wahrheit“, 1920–1939 in Moskau),
Der Schtern
(1925–1941 in der
Ukrainischen SSR
) und
Oktjabr
(„Oktober“, 1925–1941 in Weißrussland). Auch der Aufbau eines jiddischen Schulsystems wurde gefördert. 1932 besuchten 160.000 jüdische Kinder in der Sowjetunion eine jiddischsprachige Schule. Doch wegen des Mangels an höheren Ausbildungsmöglichkeiten in Jiddisch und der zunehmend minderheitenfeindlichen Politik Stalins wurden diese Schulen in den folgenden Jahren im ganzen Land geschlossen.
1925 wurde im damals polnischen
Vilnius
(heute Litauen) das
YIVO
(Jidischer wißnschaftlecher inßtitut)
als akademische Einrichtung zum Studium jiddischer und
ostjüdischer
Kultur eröffnet. Es war bestrebt, u.
a. eine standardisierte Form der Sprache, inklusive Rechtschreibung, Wortschatz, Grammatik und Aussprache zu entwickeln. Seit 1940 ist der Hauptsitz in
New York
; 1941 plünderten die Nazis den Sitz in Vilnius. Auch in
Kiew
und
Minsk
wurden wissenschaftliche Institute zur Erforschung der jiddischen Sprache, Literatur und Kultur eingerichtet, die ihre Arbeiten auf Jiddisch publizierten.
1928 wurde die
Jüdische Autonome Oblast
(Hauptstadt:
Birobidschan
) in der östlichen Sowjetunion gegründet. Hier sollte Jiddisch als Amtssprache eingeführt werden, jedoch bildeten Jiddischsprachige dort nie die Bevölkerungsmehrheit. Seit dem
Zerfall der Sowjetunion
sind die meisten Juden der Jüdischen Autonomen Oblast nach Israel, Deutschland und in die USA ausgewandert; Jiddisch ist abgesehen von der Beschriftung einzelner öffentlicher Gebäude, Straßen und Denkmäler kaum mehr präsent.
1939 hatte Jiddisch nach verschiedenen Schätzungen zwischen 6 und 7 Millionen
12
bis 11–13 Millionen Sprecher
13
. Nach positiven Schätzungen war es nach Englisch und Deutsch und noch vor dem Niederländischen die drittgrößte
germanische Sprache
Heutige Verbreitung
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Heute gibt es in etlichen traditionalistischen,
ultraorthodoxen
chassidischen
Gruppierungen wie besonders in New York (im Stadtteil
Brooklyn
) sowie in den New Yorker Vororten
Kiryas Joel
, New Square und Monsey,
14
in
Montreal
sowie in dessen Vorort Kiryas Tosh, in
London
, in
Manchester
, in
Antwerpen
, in
Jerusalem
(etwa im Stadtteil
Me'a Sche'arim
) und in
Bnei Brak
sowie in gewissen ebenfalls ultraorthodoxen, aber nicht chassidischen Gemeinschaften in Jerusalem größere Sprechergruppen, die Jiddisch als Alltagssprache verwenden und an die nächste Generation weitergeben. Neben diesen Sprechern gibt es auch eine kleine säkulare Sprechergemeinschaft, die das Jiddische weiter pflegt, die teils aus sogenannten „Jiddischisten“ und teils aus ehemaligen Chassidim besteht. Weltweit rechnet man heute (um 2020) realistischerweise mit etwa einer halben Million
bis 650.000–670.000 Personen,
15
die es als Alltagssprache benutzen. Einer Studie der Internationalen Medienhilfe (IMH) aus dem Jahr 2024 zufolge „sollen nach Schätzungen“ hingegen allein in den USA „mittlerweile weit über 500.000 Juden leben, die Jiddisch als Erst- oder Zweitsprache nutzen“.
16
Westjiddisch hat gemäß Ethnologue heute angeblich etwas über 5000 Sprecher.
17
Diese Zahl ist allerdings interpretationsbedürftig und dürfte so gut wie ausschließlich Personen betreffen, die lediglich noch über Restkompetenzen des Westjiddischen verfügen und für die Jiddisch häufig ein Teil ihrer religiösen oder kulturellen Identität darstellt.
18
Im schweizerischen
Surbtal
, dessen westjiddische Dialekte (
Surbtaler Jiddisch
) gemeinhin zu denjenigen gerechnet werden, die noch am längsten gesprochen wurden, ist Jiddisch als lebendige Sprache in den 1970er Jahren ausgestorben.
19
Der Verlust dieser traditionellen Sprache ist in der Schweizer Öffentlichkeit jedoch kaum zur Kenntnis genommen worden.
20
Im
Elsass
, wo sich das Westjiddische wahrscheinlich am längsten gehalten hat, soll es noch zu Beginn des 21. Jahrhunderts einige wenige Sprecher dieser sprachlichen Varietät gegeben haben.
21
Lehrstühle sowie Lehrbeauftragte für
Jiddistik
gibt es an mehreren Universitäten, darunter in Düsseldorf und Trier. An weiteren Universitäten werden Sprachkurse und Übungen angeboten, meist im Rahmen der
Judaistik
Schrift
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Bovo d’Antona
“, später „Bowe-Buch“ oder „Bowe-Majße“ von
Elia Levita
von 1507/1508, erste gedruckte Ausgabe von 1541: Das erste vollständig erhaltene nicht religiöse jiddische Buch. Auf den Titel geht der volksetymologisch umgedeutete Ausdruck „bobe-majße“, erfundene Geschichte, wörtlich „Großmutter-Geschichte“, zurück.
Jiddisch wird von rechts nach links mit dem
hebräischen Alphabet
geschrieben (
Aljamiado
-Schreibweise), das für die besonderen Zwecke dieser nicht-semitisch basierten Sprache angepasst worden ist. So stehen gewisse Zeichen, die im Hebräischen für Konsonanten gebraucht werden, im Jiddischen auch für Vokale. Deutsch- und slawischstämmige Wörter werden (mit ganz wenigen Ausnahmen) weitgehend phonetisch geschrieben, hebräisch- und aramäischstämmige (ebenfalls mit wenigen Ausnahmen) hingegen weitgehend wie im Hebräischen. Anders als
Judenspanisch
wird Jiddisch höchst selten in lateinischen Buchstaben geschrieben
22
– in der Regel nur dann, wenn der Text sich an eine des Jiddischen nicht (voll) mächtige Leserschaft richtet.
Umschriften
in lateinischer Schrift gibt es mehrere. Sie gelten als gleichwertig, wenn sie zwischen Zeichen und Laut eine Eins-zu-Eins-Entsprechung herstellen (d.
h. für jeden Laut nur eine festgelegte Schreibweise zulassen) und damit problemlos ineinander überführt werden können. International verbreitet ist die vom
YIVO
entwickelte
Transkription
, die teilweise auf englischen Schreibgewohnheiten gründet. Im deutschen Sprachraum wird oft eine an die deutsche Orthografie angepasste Transkription bevorzugt, um das Lesen zu erleichtern; an die Stelle der englisch basierten Grapheme
y, z, s, v, ts, kh, sh, zh, ay, ey, oy
treten hier
j, s, ß
(oder
ss
),
w, z, ch, sch, sh, aj, ej, oj
. In der Sprachwissenschaft schließlich benutzt man statt einer Transkription häufig eine
Transliteration
, in der
j, c, x, š, ž, č, aj, ej, oj
den YIVO-Graphemen
y, ts, kh, sh, zh, tsh, ay, ey, oy
entsprechen.
23
Hebräische Schriftzeichen und lateinische Umschrift
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Übersicht
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Zeichen
YIVO-
Transkription
deutschbasierte
Transkription
linguistische
Transliteration
Name
(in YIVO-Transkription)
shtumer alef
אַ
pasekh alef
אָ
komets alef
beys
בֿ
veys
giml
daled
hey
vov
וּ
melupm vov
zayen
kh
ch
khes
tes
yud
יִ
khirek yud
כּ
kof
כ ך
kh
ch
khof, langer khof
lamed
מ ם
mem, shlos mem
נ ן
nun, langer nun
ß, ss
samekh
e, e ~ ə
ayin
פּ
pey
פֿ ף
fey, langer fey
צ ץ
ts
tsadek, langer tsadek
kuf
reysh
sh
sch
shin
שׂ
sin
תּ
tof
ß, ss
sof
Jiddische Sonderzeichen (Digrafen)
Zeichen
YIVO-
Transkription
deutsch basierte
Transkription
linguistische
Transliteration
Name
(in YIVO-Transkription)
tsvey vovn
זש
zh
sh
zayen-shin
טש
tsh
tsch

tes-shin
oy
oj
oj
vov yud
ey
ej
ej
tsvey yudn
ײַ
ay
aj
aj
pasekh tsvey yudn
Besonderheiten der Verwendung von Aleph und Ajin
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Aufgrund der Schreibtradition des Hebräischen, in der
Aleph
und
Ajin
keine Vokale, sondern zwei ursprünglich verschiedene semitische Kehllaute darstellen, die in der modernen Aussprache zwar meist verstummt sind, aber dennoch weiterhin geschrieben werden,
24
ergeben sich Besonderheiten für die Verwendung beider Buchstaben im Jiddischen:
Der Buchstabe Aleph steht im Jiddischen meist für /a/ oder /o/ (siehe Tabelle oben). Er steht außerdem als sogenannter
schtumer alef
(„stummes Aleph“, א) prinzipiell am Anfang jeden Wortes, das mit einem Vokal beginnt – außer wenn dieser mit Ajin (ע) dargestellt wird, d.
h. außer wenn entweder das Wort mit /e/ anfängt oder es sich um ein semitischstämmiges Wort handelt, dessen Anlaut aufgrund der orthografischen Regeln des Hebräischen mit Ajin geschrieben wird. Entsprechend schreibt man: אַלט (
alt
‚alt‘), אָװנט (
ownt
‚Abend‘), אײַז (
ajs
‚Eis‘), אײ (
ej
‚Ei‘), איז (
is
‚ist‘), אױװן (
ojwn
‚Ofen‘), און (
un
‚und‘) – aber: ער (
er
‚er‘), ענג (
eng
‚eng‘). Zudem wird das Aleph (außer in der sowjetischen Rechtschreibungsvariante) innerhalb von Zusammensetzungen gebraucht, wenn das darin enthaltene Grundwort mit einem Vokal (außer /e/) beginnt, z.
B. פֿאַראײן (
farejn
‚Verein‘) und פֿאַראינטערעסירן (
farintereßirn
‚interessieren‘).
In einer traditionelleren, außerhalb der YIVO-Orthografie stehenden Rechtschreibung wird Aleph auch als Lauttrenner (z.
B. in רואיק
ruik
‚ruhig‘, nach YIVO רויִק) und Buchstabentrenner (z.
B. װאו
wu
‚wo‘, nach YIVO װוּ, und װאוינען,
wojnen
‚wohnen‘, nach YIVO װוּינען) verwendet; die YIVO-Rechtschreibung setzt in solchen Fällen Punktierungen ein.
Die Verwendung von Waw und Jod
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Die doppelte Verwendung der Buchstaben
Waw
und
Jod
jeweils als Vokal und Konsonant geht ebenfalls auf das Hebräische zurück; siehe hierzu
Mater lectionis
Umschriften im Vergleichstext
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Als Demonstration für die YIVO- und die deutsch basierte Umschrift sowie eine wissenschaftliche Transkription dient im Folgenden Artikel
1 der «Allgemeine Erklärung der Menschenrechte» der Vereinten Nationen:
25
YIVO-Transkription:
Yeder mentsh vert geboyrn fray un glaykh in koved un rekht. Yeder vert bashonken mit farshtand un gevisn; yeder zol zikh firn mit a tsveytn in a gemit fun bridershaft.
Deutsch basierte Transkription:
Jeder mentsch wert gebojrn fraj un glajch in kowed un recht. Jeder wert baschonken mit farschtand un gewißn; jeder sol sich firn mit a zwejtn in a gemit fun bruderschaft.
Transliteration:
Jeder mentš vert gebojrn fraj un glajch in koved un rext. Jeder vert bašonken mit farštand un gevisn; jeder zol zix firn mit a cvejtn in a gemit fun brideršaft.
Übersetzung:
Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.
Merkmale jiddischer Dialekte
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Die Verschiedenheit der Formen der Sprache berührt verschiedene Aspekte:
Wortschatz
Phonetik
Morphologie
und
Syntax
. Der deutlichste Unterschied zwischen Ost- und Westjiddisch sind die Anteile der Herkunftssprachen: eine stark slawische Komponente in den östlichen Dialekten, die in den westlichen Dialekten fast fehlt, und die etwas höhere Zahl Wörter, die aus dem
Lateinischen
stammen, im Westen. Der Hauptteil der Klassifizierung von Dialekten aber sind phonetische Unterschiede von
Vokalen
und zum Teil auch
Konsonanten
Vokalismus
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Der Vokalismus der jiddischen Dialekte weist in allen Dialekten eine gesetzmäßige Alternation auf. Die konkrete Realisation eines Vokals variiert von Dialekt zu Dialekt.
Max Weinreich
, der ein diachrones System entwickelte, definierte zwei Hauptparameter, um die Vokale (A, E, I, O, U) historisch herleiten zu können:
26
1: Vokale, die kurz gewesen und geblieben sind;
2: Vokale, die lang gewesen und geblieben sind (in Dialekten mit Langdifferenzierung);
3: zunächst kurze Vokale, Vokale, die verlängert wurden;
4: historische
Diphthonge
5: spezielle Gruppe.
Der
-Vokal wird in allen jiddischen Dialekten außer dem Südostjiddischen wie „A
“ nach dem weinreichschen System realisiert.
Das andere System von Bezeichnungen (vorgeschlagen von
Mikhl Herzog
) stimmt im Allgemeinen mit dem Ersteren überein, aber die Vokalqualität wird durch Ziffern bezeichnet: A = 1, E = 2, I = 3, O = 4, U = 5. a11 Die konkrete Diaphonemrealisation werden in kleinen Buchstaben mit den zwei Ziffern im Index geschrieben, z.
B.
11
in allen Dialekten außer dem Südosten, wo es
11
27
28
ist.
Die Realisierung von Diaphonemen in jiddischen Dialekten sind folgende:
29
30
27
28
31
Vokalbezeichnungen
Westjiddisch
Ostjiddisch
Beispiele
Herzogs
Weinreichs
Süd-
zentral-
Nord-
zentral-
Süd-
allg. litwisch
Kurländer
Standardjiddisch
Bühnenaussprache
semitische
deutsche
11
חזיר, ים, כּלה
אַלט, גאַסט, זאַלץ
21
אמת, אפֿשר, גט
געלט, העלפֿן, נעמען
31
i/ɛ
ɨ/i
טיפּש, כּישוף, מידבר
דין, זילבער, פֿיש
41
חגא, חכמה, יום־טובֿ
װאָך, װאָלף, אָקס
51
ɨ/i
חוצפּה, שותּפֿות, שטות
הונט, פֿרום, קומען
12
oː/ɔu
oː/uː

uː/u

סכּנה, פּנים, פּרנסה
בלאָזן, יאָר, נאָדל
22
ɛj

ɛj
aj
ej
ej
ej
ej
ej
חלק, ספֿר, שדים
אײביק, אײזל, װײטיק
32





בקיאות, מיאוס, נביאים
בריװ, גיסן, זיס
42
ɔu

ɔu
ɔj
ɔj
ej
øj
ɔj
ɔj
סוחר, שוטה, שׂונא
ברױט, גרױס, װױנען
52
uː/y/yː




בושה, נבֿואה, רפֿואה
בוך, ברודער, שול
13





קיין
באָרד, באָרװעס, פֿאָרן
24



aj
ej
ej
ej
ej
ej
קיין
אײנס, גלײבן, פֿלײש
34
aj
əj
ɛj

aj
aj
aj
aj
מעשה, מאכל
בײַטן, פֿײַן, צײַטן
44



ɔj
ɔj
ej
øj
ɔj
ɔj
קיין
בױם, דערלױבט, קױפֿן
54
ɔu
əu
ɔu
oː/ou
ɔj
au
ɔj
ɔj
קיין
בױך, בױען, פֿױל
25
eː/ɛj
eː/iː

ej
ej/ɨ/i

ej
טבע, פּלא, רגע
זען, מער, קעז
kultivierte Sprache
Phonetik
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Vokale
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Jiddisch hat mit vielen ober- und besonders mitteldeutschen Dialekten zahlreiche Lautveränderungen gemeinsam: Entrundung der Hochzungenvokale mhd. ö > e, ü > i (bspw. mhd.
jüde
> jidd.
jid
), die
Diphthongierung
von mhd. bzw. regional-frühnhd. langem ê > ej, ô > ou bzw. im Ostjiddischen weiter > /oi/, œ (> ê) > ej (bspw. mhd.
gên
> jidd.
gejn,
mhd.
brôt
> jidd.
brojt,
mhd.
schœne
> jidd.
schejn
) oder die Verdumpfung des langen Zentralvokals mhd. â > ô/û (bspw. mhd.
schlâfen
> nordostjidd.
schlofn,
südjidd.
schlufn
).
32
Mittelhochdeutsch
Standarddeutsch
Standardjiddisch
Beispielwort
a / ā
[aː]
אָ
(o)
Schaf,
שאָף
(schof)
[a]
אַ
(a)
Salz,
זאַלץ
(salz)
[æː]
[ɛː]
(e)
schwer,
שווער
(schwer)
[ɔː]
[oː]
וי
(oj)
Brot,
ברויט
(brojt)
[œː]
[øː]
יי
(ej)
böse,
בייז
(bejs)
[e]
[eː]
Esel,
אייזל
(ejsl)
[ɛː]
[eː]
ewig,
אייביק
(ejbik)
[ø]
[œ]
(e)
Köpfe,
קעפּ
(kep)
[e]
[ɛ]
eng,
ענג
(eng)
[ʏ]
[yː]
[ʏ]
[yː]
(i)
über,
איבער
(iber)
ou
[ɔu]
au
[ao]
וי
(oj)
Auge,
אויג
(ojg)
au
[ao]
Haus,
הויז
(hojs)
ei
[ɛi]
ei
[ae]
(ej)
Stein,
שטיין
(schtejn)
ei
[ae]
ײַ
(aj)
Wein,
ווײַן
(wajn)
iu
eu
[oe]
neu,
נײַ
(naj)
Die Entwicklung von mhd. /ei/, /øː/ und /iu/ verlief allerdings nicht immer direkt zu den neujiddischen Lauten, sondern teilweise über die Zwischenstufen /ei/ > /eː/ > /ej/ (z.
B.
bein
bēn
bejn
); /øː/ > /eː/ > /ej/ (
schœne
schēn
schejn);
/iu/ > /yː/ > /iː/ > /aj/ (z.
B.
niuwe
nü(we)

naj
).
Konsonanten
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Konsonanten des Ostjiddischen
33
bilabial
labio-
dental
alveolar
post-
alveolar
palatal
velar
glottal
Plosive

) (

Affrikaten
t͡s
d͡z
t͡ʃ
d͡ʒ
Nasale
Frikative

) (

Approximanten
Laterale
Die palatalisierten Konsonanten kommen nur in Wörtern aus der slavischen Komponente vor. Ihr Status als
Phonem
ist nicht unklar.
Die Aussprache des /
/ - ר variiert zwischen [
], [
] und [
Das Jiddische reflektiert die
hochdeutsche Lautverschiebung
fast vollständig. Germanisches /p/ ist im Jiddischen in Wörtern wie
schlafen, laufen, helfen, hoffen
wie im Standarddeutschen zu /f/ verschoben:
schlofn, lojfn, helfn, hofn
. Wie im
Ostmitteldeutschen
ist auslautendes germanisches /p/ etwa in
Kopf, Zopf, Topf
jedoch unverschoben geblieben, es heißt hierfür jiddisch
kop, zop, top
und damit auch
kepl, tepl
(Köpfchen, Töpfchen). Im Fall von anlautendem /pf/ wie in
Pfanne, Pfeffer, pfeifen, Pfeil, Pferd, Pflanze
verhält sich Jiddisch ebenfalls wie das Ostmitteldeutsche und kennt Verschiebung von /p/ zu /f/:
fan, fefer, fajfn, fajl, ferd, flanzn
– anders als das Westmitteldeutsche, das hier /p/ bewahrt, und anders als das Oberdeutsche, das hier zu /pf/ verschoben hat. Inlautendes westgermanisches /p/ schließlich bleibt im Jiddischen als /p/ erhalten, etwa in
epl, schepn
(deutsch hingegen
Apfel, schöpfen
).
Protogermanisch
Standarddeutsch
Jiddisch
*slē
aną
schla
en
שלאָ
פֿ
schlo
annōn
Pf
anne
פֿ
אַן
an
*a
laz
pf
el
פּ
כ/ך/ח
(ch) wird wie in vielen
bairischen
und
alemannischen
Dialekten auch nach hellen Vokalen wie
(i),
יי
(ej),
ײַ
(aj) und nach
(r) als
[x]
ausgesprochen:
ליכט
licht
[lɪxt]
Grammatik
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Die jiddische Grammatik ist grundsätzlich deutschbasiert, weist aber auch zahlreiche Eigenentwicklungen auf und zeigt verschiedene slawische und gewisse hebräische Einflüsse.
34
Substantiva
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Jiddisch kennt drei Genera (m., f., n.) und vier Kasus (Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ). Dabei hat eine relativ weitgehende Reduktion der Endungen stattgefunden.
In den Dialekten kommen im Bereich Genus und Kasus bedeutende Abweichungen von der standardjiddischen Regelung vor. Im modernen
chassidischen
Jiddisch ist die Unterscheidung verschiedener grammatischer Geschlechter innerhalb weniger Generationen vollständig geschwunden.
35
Kasusflexion
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Das Jiddische zeigt nur Reste von Kasusflexion beim Substantiv.
36
generelle Genitivendung ist
-ß,
und zwar unabhängig vom Geschlecht:
dem manß buch, der frojß buch, dem kindß buch
(das Buch des Mannes, der Frau, des Kindes). Der Gebrauch des Genitivs ist im Vergleich zum Deutschen allerdings stark eingeschränkt.
Spezialfälle sind:
der tate
(Vater) – Genitiv
dem tatnß,
Dativ und Akkusativ
dem tatn;
ebenso:
sejde
(Großvater),
rebe
(chassidischer Rabbiner, traditioneller Schullehrer).
der mentsch
(Mensch) – Genitiv
dem mentschnß,
Dativ und Akkusativ
dem mentsch
oder
dem mentschn;
ebenso:
jid
(Jude, jüdischer Mann).
di mame
(Mutter) – Genitiv
der mameß,
Dativ
der mame
oder
der mamen,
Akkusativ
di mame;
ebenso:
bobe
(Großmutter),
mume
(Tante).
Personennamen haben im Dativ und Akkusativ grundsätzlich die Endung
-(e)n,
bei der Verbindung von Vor- und Nachnamen kommt die Endung nur dem Nachnamen zu:
ich se Dowidn
(ich sehe David),
ich ken Arn Barnbojmen
(ich kenne Aaron Birnbaum). Die Endung kann aus stilistischen Gründen allerdings auch wegfallen.
erstarrte Endungen kommen etwa vor in
in, zum harzn
(im, zum Herzen, in übertragener Bedeutung),
in der emeßn
(in Wahrheit),
in der luftn
(in der Luft),
in der wochn
(unter der Woche),
far acht togn
(vor acht Tagen),
ba lajtn
(unter anständigen Menschen).
Das moderne chassidische Jiddisch hat – mit Ausnahme des rudimentären Genitivs – die Kasusflexion aufgegeben. Der Dativ (zum Beispiel standardsprachlich
dem tatn, der mame(n)
) wird mittels der Präposition
far
(für) ausgedrückt:
far de/di tate, far de/di mame
(dem Vater, der Mutter).
35
Pluralbildung
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Die Flexion der Substantiva weicht von derjenigen der deutschen Standardsprache zwar nicht im Grundsatz, wohl aber im Einzelfall stark ab.
37
So sind Beugung mittels Umlautung sowie mittels {-n} viel verbreiteter als im Standarddeutschen (ersteres entspricht aber teilweise den Verhältnissen in den deutschen Mundarten); umgekehrt ist die deutsche Endung {-e} im Jiddischen unbekannt. Sodann kennt Jiddisch mit den Endungen {-ß} bzw. {-eß} und {-im} Morpheme, die dem Hebräischen entlehnt sind. {-im} kommt fast nur bei hebräischstämmigen Substantiven vor, erstere beide sowohl bei hebräisch- als auch bei deutsch- und slawischstämmigen Wörtern. Die Schreibung von {-(e)ß} erfolgt bei hebräischstämmigen Wörtern nach der hebräischen, bei deutsch- und slawischstämmigen Wörtern nach der phonologischen Orthografie. Die Pluralbildung mittels {-im} ist sodann in der Regel mit Vokaländerung, manchmal mit konsonantischer Veränderung sowie oft mit Betonungsverschiebung von der ersten auf die mittlere Silbe verbunden.
Beispiele, die das oben Gesagte sowie die Unterschiede zwischen deutscher und jiddischer Flexion demonstrieren und auch zeigen, wie die aus verschiedenen Sprachen stammenden Endungen teilweise auch in den je anderen Komponenten eingesetzt werden (jeweils Singular – Plural):
schweßter
(Schwester) –
schweßter
tisch
(Tisch) –
tischn;
hebräischstämmig:
jam
(Meer) –
jamen;
slawischstämmig:
kojsch
(Korb) –
kojschn
tog
(Tag) –
teg;
gortn
(Garten) –
gertner;
hebräischstämmig:
kol
(Stimme) –
keler;
slawischstämmig:
ßod
(Obstgarten) –
ßeder
schtekn
(Stecken) –
schteknß
oder
mume
(Tante,
Muhme
) –
mumeß;
hebräischstämmig:
chaje
(Tier) –
chajeß;
slawischstämmig:
nudnik
(Langweiler) –
nudnikeß
[ursprünglich semitische Endung; wird jedoch bei hebräischstämmigen Wörtern einerseits und deutsch- und slawischstämmigen Wörtern anderseits unterschiedlich geschrieben]
pojer
(Bauer) –
pojerim;
hebräischstämmig:
neß
(Wunder) –
nißim
oder
schetech
(Gegend) –
schtochim
oder
malbesch
(Kleidungsstück) –
malbúschim
[ursprünglich semitische Endung]
Diminutivum I (Verkleinerung)
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Hier wird im Singular
-l
angehängt; der Plural wird mit
-lech
gebildet:
bet
(Bett)
– Dim.
betl,
Plural
betlech
. Wenn möglich, ist Diminuierung mit Umlautung verbunden:
hant
(Hand)
– Dim.
hentl
Diminutivum II (Imminutiv)
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Das Diminutiv
II ist eine affektivere Variante des Diminutivs
I. Im Singular wird
-ele
angehängt; der Plural mit
-elech
gebildet:
bet
(Bett)
– Dim.
II
betele,
Plural
betelech
. Wenn möglich, ist Diminuierung mit Umlautung verbunden:
hant
(Hand)
– Dim.
II
hentele
Artikel
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Der
unbestimmte Artikel
, der nur im Singular vorkommt, lautet vor Konsonanten
a,
vor Vokalen
an
und wird nicht flektiert:
a man, a froj, a kind
(dt. ein/einem/einen Mann, eine/einer Frau, ein/einem Kind)
Der
bestimmte Artikel
wird im standardsprachlichen Jiddisch und seinen traditionellen Dialekten nach Genus, Kasus und Numerus flektiert. Im modernen chassidischen Jiddisch sind die verschiedenen Formen hingegen in einem einheitlichen
di
oder
de
zusammengefallen, das als
di
oder auch
der
geschrieben wird; Genus und Kasus wurden aufgegeben.
35
Singular:
maskulin
der
= dt. der (Nom.), z.
B.
der man
der Mann
dem
= dt. des (Gen.), dem (Dat.), den (Akk.), z.
B.
dem manß
des Mannes,
dem man
dem Mann, den Mann
feminin
di
= dt. die (Nom. und Akk.), z.
B.
di froj
die Frau
der
= dt. der (Gen. und Dat.), z.
B.
der frojß
der Frau (Gen.),
der froj
der Frau (Dat.)
neutrum (im nordostjiddischen Dialekt unbekannt)
doß
= dt. das (Nom. und Akk.), z.
B.
doß kind
das Kind
dem
= dt. des (Gen.), dem (Dat.), z.
B.
dem kindß
des Kindes,
dem kind
dem Kind
Plural:
di
für alle Genera und alle Kasus, z.
B.
di mener/frojen/kinder singen
die Männer/Frauen/Kinder singen,
ich gib doß buch di mener/frojen/kinder
ich gebe das Buch den Männern/Frauen/Kindern
Adjektiva
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Grundform
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Die Flexion der Adjektiva unterscheidet sich von den
deutschen Regeln
grundlegend, indem sie (mit ganz wenigen Ausnahmen) nicht zwischen starker und schwacher Flexion unterscheidet.
Beispiele:
Nom. mask.:
an alter man
(dt. ein alter Mann),
der alter man
(der alte Mann)
Dat. fem.:
an alter froj
(dt. einer alten Frau, Dativ),
der alter froj
(dt. der alten Frau, Dativ)
Nom. ntr.:
a klejn kind
(dt. ein kleines Kind), aber:
doß klejne kind
(dt. das kleine Kind)
Das moderne chassidische Jiddisch kennt nur noch die endungslose Grundform und im Übrigen ein auslautendes
-e;
Genus und Kasus wurden aufgegeben.
35
Steigerung
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Der
Komparativ
endet auf
-er,
der Superlativ auf
-ßt,
zum Beispiel
siß, sißer, zum sißtn
(dt. süß, süßer, am süßesten).
Wie im Deutschen kann
Umlaut
auftreten, etwa
alt, elter, zum eltßtn
(dt. alt, älter, am ältesten)
grob, greber, zum grebßtn
(dt. dick [grob], dicker [gröber], am dicksten [am gröbsten])
grojß, greßer, zum greßtn
(dt. groß, größer, am größten)
jung, jinger, zum jingßtn
(dt. jung, jünger, am jüngsten).
Historisch einen anderen Hintergrund hat der Vokalwechsel in
klejn, klener, zum klenßtn
(dt. klein, kleiner, am kleinsten) und
schejn, schener, zum schenßtn
(dt. schön, schöner, am schönsten).
In einigen wenigen Fällen tritt
Suppletion
ein, beispielsweise
gut, beßer, zum beßtn
(dt. gut, besser, am besten).
Adverbia
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Das Jiddische verfügt wie das Deutsche über eine große Zahl unflektierter Adverbia.
Verb
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Das Jiddische kennt wie das Deutsche starke und schwache sowie eine kleine Zahl ganz unregelmäßiger Verben. Dazu tritt bei hebräischstämmigen Verben eine periphrastische Konjugation, die dem Deutschen unbekannt ist. Anders als das Deutsche kennt das Jiddische weder ein Präteritum noch einen Konjunktiv.
Beispiele (Infinitiv – 3. Person Singular Präsens – Partizip Perfekt):
starke Typen:
schrajbn
(dt. schreiben) –
schrajbt
geschribn
singen
(dt. singen) –
singt
gesungen
schlofn
(dt. schlafen) –
schloft
geschlofn
schwache Typen:
machn
(dt. machen) –
macht
gemacht
redn
(dt. reden) –
redt
geredt
ßtraschen
(dt. drohen) –
ßtraschet
geßtraschet
unregelmäßig:
hobn
(dt. haben) –
hot
gehat
weln
(dt. wollen) –
wil
(Vollverb) /
wel
(Hilfsverb) –
gewolt
periphrastisch:
mojde sajn
(dt. zugeben) –
is mojde
mojde gewen
Im Jiddischen können sodann eine Art „
Aktionsarten
“ unterschieden werden, die von den slawischen Nachbarsprachen inspiriert sind.
38
Diese waren vor allem für das Jiddisch, das in Ost(mittel)europa gesprochen wurde, typisch; im amerikanischen Jiddisch gingen sie weitgehend verloren.
Beispiele:
schrajbn
= dt. schreiben, als Zustand –
onschrajbn
= etwas schreibend abschließen:
ich schrajb a buch
= dt. ich bin daran, ein Buch zu schreiben, aber:
ich hob ongeschribn a buch
= das Buch ist fertig geschrieben
intereßirn sich
= dt. sich interessieren, als Zustand –
farintereßirn sich
= dt. Interesse an etwas gewinnen
Das Perfekt wird standardjiddisch mit
sajn
(dt. sein) oder
hobn
(dt. haben) gebildet:
er is gegangen, er hot gemacht,
wobei die Verteilung der Hilfsverben vom (Nord- und Ost-)Deutschen abweichen kann:
er is geschtanen, si is geschlofn
(dt.: er hat gestanden, sie hat geschlafen). Der nordostjiddische Dialekt (ursprünglich in Litauen und Belarus gesprochen) kennt nur
hobn
als Hilfsverb.
Der jiddische Konditional wird mit
wolt
(ursprünglich zu
weln,
dt. wollen gehörig) plus Partizip Perfekt gebildet:
er wolt geholfn
(dt. er würde helfen / er hülfe).
Numeralia
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Die Zahlen lateinisch transkribiert:
nul
ejnß
zwej
draj
fir
finf
sekß
sibn
acht
najn
10
zen
11
elf
12
zwelf
ab 13
drajzn
läuft es analog zum Deutschen
-zn;
beachte aber: 14
ferzn;
15
fufzn
Ab 20
zwanzik
kommt
-unzwanzik
Nach 30
drajßik
kommt
-zik;
beachte aber: 40
ferzik;
50
fufzik;
70
sibezik
100
hundert;
1000
tojsnt;
1000000
miljon
928.834
najn hundert acht un zwanzik tojsnt acht hundert fir un drajßik
Konjunktionen
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Es gibt im Jiddischen nur eine sehr überschaubare Anzahl an Konjunktionen. Hiervon sind einige slawischen oder hebräischen Ursprungs. Die Konjunktionen haben keinen Einfluss auf den Modus oder die Stellung des Verbs.
Transkription
Jiddisch
und
un
אוּן
oder
oder
אָדער
aber
ober
אָבער
denn, weil
wajl
װײַל
obwohl
chotsch (sl.) / hagam (hebr.)
כאָטש / הגם
dass
as
אַז
ob
ojb
אויב
damit
bechdej (hebr.) / kedej (hebr.)
בכדי / כּדי
sowohl
… als auch
ßaj
… ßaj (dt.) / hen
… hen (hebr.)
סײַ … סײַ / הן … הן
entweder
… oder
oder
… oder
אָדער … אָדער
Jiddische Kultur
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
„Jiddischer arbeiter“, „l'Ouvrier juif“, Paris. Die Zeitung wurde 1911 gegründet, 1914 stellte sie ihr Erscheinen ein.
Poster in Jiddisch und Polnisch für „Tewje der Milchiker“ (Tewje der Milchmann) von Scholem Alejchem, Wilna
Jiddisches Poster,
Erster Weltkrieg
(1917), USA, Titel: spajs wet gewinen di krieg!
Jiddische Poster in
Brooklyn
, New York, 2009
Englisch und jiddisch beschriftetes Schild einer Bushaltestelle in
Kiryas Joel
, NY
Jiddische Literatur
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Hauptartikel
jiddische Literatur
Frühe überlieferte jiddischsprachige Zeugnisse sind religiöse Texte, das älteste vollständig erhaltene nicht religiöse jiddische Buch wurde zu Beginn des 16.
Jahrhunderts verfasst. Die Anfänge der jiddischen Literatur lassen sich bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen. Epen über Gestalten der Bibel, Heldenlieder aus germanischen Sagenkreisen, Fabeln, Volksbücher, religiöse Lern- und Gebrauchsliteratur oder die von den Abenteuererzählungen der italienischen Renaissance inspirierten Versromane des Elia Levita (1469–1549) zeigen die Vielfalt der älteren jiddischen Literatur. Eine weitere Blüte erlebte die jiddische Literatur seit dem 19.
Jahrhundert. Die moderne jiddische Literatur entstand vor allem in Osteuropa. Als ihre Klassiker gelten Scholem-Jankew Abramowitsch, bekannt als „Mendele Mojcher-Sforim“ (1836–1917), Scholem Aleichem (1859–1916) und I.
L. Peretz (1852–1915). In der Zeit zwischen den Weltkriegen konnte die literarische Produktion im Jiddischen mit der jeder anderen Weltsprache mühelos Schritt halten. Bedeutende literarische und künstlerische Zentren waren in jener Zeit Warschau, Wilna (heute: Vilnius) und New York. Zu den bedeutendsten jiddischen Autoren der Nachkriegszeit gehören der Dichter Avrom Sutzkever (1913–2010) und der Erzähler und Schriftsteller Isaac Bashevis Singer (1902–1991), dem 1978 der Nobelpreis für Literatur verliehen wurde.
Das „Bove-Buch“ von
Elia Levita
von 1507/1508, erste gedruckte Ausgabe 1541, ist das älteste vollständig erhaltene nicht religiöse jiddische Buch.
Ma'assebuch
– eine Sammlung von mündlich überlieferter Literatur, erstmals 1602 in
Basel
von Konrad Waldkirch gedruckt.
Glikl bas Judah Leib
(1645–1724) schrieb die erste erhaltene Autobiografie einer Frau in Deutschland. Ihre in westjiddischer Sprache geschriebenen Memoiren wurden inzwischen in viele Sprachen übersetzt.
Mendele Mojcher Sforim
(1836–1917), auch „Mendele der Buchhändler“ genannt, gilt als Begründer der neuen jiddischen Literatur. Er zeichnete humorvoll und realistisch das Bild des ostjüdischen Milieus.
Jizchok Lejb Perez
(1852–1915), Autor von Kurzgeschichten und Romanen, Gründer der Zeitschrift „
Jiddische Bibliothek
“ und Förderer der jiddischen Literatur und des jiddischen Theaters in Warschau
Scholem Alejchem
(eigentlich Salomon Rabinovic, 1859–1916) gilt als einer der größten jiddischen Autoren. Seine „Geschichten Tewjes, des Milchhändlers“ wurden – nicht zuletzt durch das Musical „
Anatevka
“ – weltberühmt.
David Edelstadt
(1866–1892), Dichter
Mordechaj Gebirtig
(1877–1942), Autor und Komponist von jiddischen Liedern
Pinchas Kahanowitsch
, literarisches Pseudonym
Der Nister
(1884–1950), vor allem als Autor des Epos „Die Gebrüder Maschber“ bekannt.
Jizchak Katzenelson
(1886–1944), bekannt durch seine in einem Konzentrationslager geschriebene, beklemmende Ballade „Dos lid vunm ojsgehargetn jidischen folk“ („Das Lied vom ausgerotteten jüdischen Volk“)
Israel Joshua Singer
(1893–1944), Autor von Novellen
Itzik Manger
(1901–1969) beschreibt in seinen Gedichten und Balladen die Welt des osteuropäischen, nicht assimilierten Judentums, die mit der Vernichtung im Holocaust 1942–1945 untergegangen ist.
Isaac Bashevis Singer
(1902–1991) erhielt 1978 den
Nobelpreis für Literatur
. Sowohl in seiner
Nobel Lecture
39
als auch in seiner
Banquet Speech
40
befasste er sich mit der besonderen Bedeutung, die die jiddische Sprache für ihn und sein Schreiben hat. Seine Familienromane und Kurzgeschichten schildern das Leben der Juden in Osteuropa im Zwiespalt zwischen Tradition und Moderne. Seine Kurzgeschichte
Yentl, the Yeshiva Boy
wurde 1983 von
Barbra Streisand
als
Yentl
verfilmt.
Rajzel Zychlinski
(1910–2001), Lyrikerin.
Hirsch Reles
(23. April 1913, Tschaschniki – 18. September 2004, Minsk)
Hirsch Glik
(1922–1944), Dichter und
Partisan
aus
Vilnius
, bekannt durch die jiddische Partisanenhymne „Sog nit kejnmol, as du gejsst dem leztn weg“ („Sage niemals, dass du den letzten Weg gehst“)
Chava Rosenfarb
, Chawa Rosenfarb (1923–2011), geboren in
Łódź
, lebte und starb in Kanada. Sie verfasste seit 1939 eine „Lodzer Trilogie“, etwa 1000 Seiten, die zuerst auf Englisch erschien („The tree of life“), 1972 in der Originalsprache und seit 2007 auch auf Französisch
L’arbre de vie
Oleksandr Bejderman
(* 1949), Dichter aus
Odessa
Boris Sandler
(* 1950 in Belts, Bessarabien), Novellen und Romane
Jiddisches Sprichwort in Transliteration; deutsche Übersetzung: Liebe ist ein kleiner Silberlöffel, der uns vor dem Verdursten bewahrt. Postkarte aus dem Jahr 2002, für Europa und die USA.
Jiddisches Theater
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Hauptartikel
jiddisches Theater
Jiddische Presse
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Weltweit gibt es nach Erhebungen der Internationalen Medienhilfe (IMH) über 50 größere und kleinere jiddischsprachige Zeitungen, Zeitschriften und Radioprogramme (Stand 2024).
41
Zu den Publikationen gehören beispielsweise
Dos Jidisze Wort
(Polen) oder (heute hauptsächlich russisch) der
Birobidschaner Stern
(Russland). In jüngster Zeit sind in den Vereinigten Staaten zahlreiche neue Publikationen charedischer (traditionell-orthodoxer) Juden auf den Markt gekommen (als Druck- oder Internetmedien), etwa
Der Yid, Der Blatt, Die Tseitung
oder
Weker
. Umgekehrt wurden in der jüngeren Vergangenheit auch manche jiddische Presseerzeugnisse eingestellt, so der
Forverts
(existiert als Internetportal weiter),
Letste Nayes
(1998),
Lebnsfragn
(2014) oder der jiddischsprachige Teil des
Algemeiner
Zur Geschichte der jiddischen Presse siehe die Artikel
Newspapers and Periodicals
in der
YIVO Encyclopedia of Jews in Eastern Europe
und
Jiddische Presse weltweit
auf dem Internetportal der Internationalen Medienhilfe (IMH).
42
43
Siehe auch:
Liste jiddischer Zeitungen und Zeitschriften
Jiddischer Film
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Aus dem
jiddischen Theater
entwickelte sich in Europa und den USA der
jiddische Film
. Seine Blütezeit erlebte er in den 1920er- und 1930er-Jahren in Europa und anschließend in den USA bis etwa in die 1950er-Jahre. Insgesamt entstanden so etwa 100 bis 200 Spielfilme. Zu den bekanntesten Regisseuren jiddischer Filme zählen
Sidney M. Goldin
und
Joseph Seiden
. Die Darsteller kamen häufig von bekannten jiddischen Theatergruppen. Mitunter waren auch Filmschaffende am jiddischen Film beteiligt, die auch in der regulären Filmindustrie Hollywoods bekannt waren. So etwa die Schauspielerin
Molly Picon
und der Regisseur
Edgar G. Ulmer
Bekannte jiddische Filme
Der Dybbuk
1937 produziert nach dem gleichnamigen populären Theaterstück von
Salomon An-ski
, Polen 1937, mit
Abraham Morewski
Ajzyk Samberg
Lili Liliana
, Mojżesz Lipman,
Leon Liebgold
, Regie: Michał Waszyński.
Ost und West
Österreich 1923, mit
Molly Picon
, Jacob Kalich, Regie:
Sidney M. Goldin
A Briwele der Mamen.
Polen 1938 mit Lucy Gehrman, Alexander Stein, Izchak Grundberg, Gertrude Bulman, Regie: Joseph Green.
Yidl mitn Fidl
Polen 1936, nach einem Buch von Konrad Tom, mit Molly Picon, Simche Fostel, Leon Liebgold,
Max Bozyk
. Regie: Joseph Green und Jan Nowina-Przybylski.
Tewje der Milchiker.
USA 1939 mit Maurice Schwarz, Rebecca Weintraub, Miriam Riselle, Paula Lubelsky, Regie: Maurice Schwarz. Siehe auch
Anatevka
Iwan und Abraham.
Belarus 1993, Regie:
Yolande Zauberman
, mit Aleksandr Jakowlew und Roma Alexandrowitsch.
Menashe
USA 2017, Regie: Joshua Z. Weinstein, mit Menashe Lustig, Ruben Niborski, Yoel Weisshaus und Meyer Schwartz.
Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse
Schweiz 2018, Regie:
Michael Steiner
, Drehbuch
Thomas Meyer
Unorthodox
Deutschland 2020; die Serie ist über weite Teile auf Jiddisch.
44
In
Wien
existierte in den 1920er Jahren eine unabhängige jiddische Filmszene. Der einzige in Deutschland produzierte Film in jiddischer Sprache ist
Herbert B. Fredersdorfs
von Holocaust-Überlebenden handelnder Spielfilm
Lang ist der Weg
(1948). Aus den neueren Hollywood-Filmen ist z.
B. der Film der Gebrüder Coen
A Serious Man
zu nennen, der einen etwa fünfminütigen jiddischen Dialog enthält. 2013 drehte die Regisseurin Naomi Jaye
Di Shpilke
/ The Pin,
den ersten jiddischen Film
Kanadas
In der deutschen Synchronisation der Tragikomödie
Zug des Lebens
sprechen die dort vorkommenden Juden alle Jiddisch.
Die
Internet Movie Database
nennt Anfang 2006 174 internationale Filme mit jiddischem Dialog. Darin eingeschlossen sind allerdings auch solche Filme, die nur kurze Dialogszenen auf Jiddisch haben.
Jiddische Musik
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Hauptartikel
jüdische Musik
Jiddische Lieder gibt es auf vielen Tonträgern. Zahlreiche Lieder, die heute als Volkslieder gelten, wurden in der zweiten Hälfte des 19. und der ersten Hälfte des 20.
Jahrhunderts für das jiddische Theater geschrieben. Zu den Liedarten und bekannten Interpreten siehe auch unter
Klezmer
In den letzten Jahrzehnten erlebten Klezmer-Musik und andere traditionelle jüdische oder jiddische Musik eine Renaissance. In jüngerer Zeit erlangte der Klezmer, beeinflusst von Jazz und anderen Musikrichtungen, mit Bands wie
The Klezmatics
auch eine moderne Spielart.
Auch abseits des Klezmer brachte der spielerische Umgang mit dem umfangreichen Erbe jüdischer (und jiddischer) Musik- und Gesangstradition mitunter kuriose Ergebnisse hervor, wie etwa die Veröffentlichungen des kanadischen Produzenten und DJs
socalled
zeigen, der unter anderem Hip-Hop-Versionen traditioneller Lieder mit bekannten jüdischen Musikern der Gegenwart, darunter der Sänger
Theodore Bikel
, neu eingespielt hat.
Die Berliner Schauspielerin und Sängerin
Sharon Brauner
und der Berliner Bassist und Produzent Daniel Zenke (
Lounge Jewels: Yiddish Evergreens
) hüllten jiddische Evergreens in ein modernes musikalisches Gewand und würzten die Lieder mit Swing, Jazz und Pop sowie mit Balkan-Polka, Arabesken, südamerikanischen Rhythmen, mit Reggae-, Walzer-, Tango- und Country-Elementen. Im israelischen Tel Aviv gibt es jiddischen Hip-Hop und Punk.
Erforschung und Sprachpflege
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Institutionen
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
YIVO
– Yidisher visnshaftlekher institut, New York
Das
National Yiddish Book Center,
Amherst, MA,
45
ist im Bereich Literatur und Weiterbildung tätig. Seine
Yiddish Book Center’s Spielberg Digital Yiddish Library
hat zum Ziel, die gesamte jiddische Literatur online zu stellen.
46
Maison de la Culture Yiddish
, Paris
Harashut leumit letarbut hayidish
(Nazionale inßtanz far jidischer kultur / National Authority for Yiddish Culture),
Tel Aviv.
47
Jiddistik
– FB II an der
Universität Trier
(seit 1990).
48
Institut für Jüdische Studien der
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
. Das Institut besteht
aus dem seit 1996 an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf existierenden Lehrstuhl für Jiddische Kultur, Sprache und Literatur (
Marion Aptroot
und dem Fach Jüdische Studien, das zum Wintersemester 2002/2003 von der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg nach Düsseldorf verlagert wurde (2003: Dagmar Börner-Klein, Michael Brocke, Stefan Rohrbacher). Dies gilt als eine europaweit einmalige enge Verbindung von Jüdische Studien mit Jiddistik; Düsseldorf gilt seit der Verlagerung als einer der bedeutendsten universitären Standorte der Jüdischen Studien in Deutschland.
49
Das
Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien
ist ein
An-Institut der Universität Potsdam
. Es ist maßgeblich am Studiengang „
Jüdische Studien
/Jewish Studies“ beteiligt. Seine Forschungsinteressen gelten der Geschichte, Religion und Kultur der Juden und des Judentums in den Ländern Europas. Das
Moses Mendelssohn
Zentrum hat eine öffentlich zugängliche Spezialbibliothek mit etwa 50.000 Bänden.
Die Abteilung für Jüdische Geschichte und Kultur der
Ludwig-Maximilians-Universität München
(LMU) bietet regelmäßig sowohl Jiddisch-Sprachkurse auf verschiedenen Niveaus als auch Seminare zur jiddischen Sprache und Kultur an. In München findet einmal im Jahr ein wissenschaftlicher Vortrag auf Jiddisch statt (Sholem Aleykhem Lecture), ein Unicum an europäischen Universitäten. Die Universitätsbibliothek der LMU und die Bayerische Staatsbibliothek halten eine der größten Jiddica-Sammlungen Deutschlands, zu denen altjiddische Manuskripte wie auch seltene osteuropäische Erstausgaben zählen.
Die
Hochschule für Jüdische Studien
(HfJS) ist eine 1979 gegründete private, staatlich anerkannte Hochschule in
Heidelberg
. Sie wird vom
Zentralrat der Juden in Deutschland
getragen und durch Bund und Länder finanziert. Sie kooperiert eng mit der
Ruprecht-Karls-Universität
und steht Bewerbern jeder Konfession offen.
Sprachkurse
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Jiddische Sprachkurse finden an vielen Universitäten und sonstigen Institutionen statt, so etwa in New York, Paris, Vilnius, Warschau, Wien, Tel Aviv, Jerusalem und Birobidschan.
New York: Das
Uriel Weinreich Program in Yiddish Language, Literature und Culture
hat die längste Tradition. Es findet jeden Sommer statt, ist ein Gemeinschaftsprojekt von YIVO und Bard College (ursprünglich YIVO und Columbia University) und dauert sechs Wochen.
50
Brüssel, Paris, Straßburg: In diesen drei Städten finden abwechslungsweise Sommerkurse in jiddischer Sprache, Literatur und Kultur statt. Die
Parizer zumerkursn fun yidisher shprakh un literatur
werden im „Parizer yidish-tsenter“ abgehalten und dauern drei Wochen,
51
die Strassburger Kurse organisiert das „Théâtre en l'Air – der LufTeater“ und dauern zwei Wochen.
52
Berlin: Das
Summer Program of Yiddish Language and Literature in Berlin,
erstmals abgehalten 2017, ist eine gemeinsame Unternehmung der Pariser Maison de la culture yiddish, der Freien Universität Brüssel und der Freien Universität Berlin.
53
Vilnius: Im Rahmen des
Summer Program in Yiddish Language and Literature
des Vilnius Yiddish Institute an der
Universität Vilnius
finden alljährlich vierwöchige Jiddisch-Kurse statt, wobei mit Gesangs-, Musik-, Tanz- oder Literaturkursen die jüdische Kultur nahegebracht wird.
54
Daneben gibt es Exkursionen über die jüdische Geschichte der Stadt.
55
Warschau: Das vom Jiddischen Kulturzentrum jeweils im Juli durchgeführte
International Summer Seminar in Yiddish Language and Culture
dauert drei Wochen und legt ein besonderes Gewicht auf Geschichte und Gegenwart des polnischen Judentums.
56
Tel Aviv: Das
Naomi Prawer Kadar International Yiddish Summer Program
findet jeden Juni/Juli am „The Goldreich Family Institute for Yiddish Language, Literature, and Culture“ statt und dauert ebenfalls vier Wochen.
57
Jerusalem:
Beit Ben Yehuda – International Meeting Centre
bietet in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Jiddisch an der Hebräischen Universität und dem Kulturzentrum von
Jung Jidisch.
Winterkurse an.
58
In Birobidschan, der Hauptstadt der Jüdischen Autonomen Region, führte das „Far Eastern Research Center for Jewish Culture and Yiddish“ zeitweilig Jiddischkurse durch.
59
In Deutschland bieten mehrere Volkshochschulen Jiddischkurse an, so die Hamburger Volkshochschule in Kooperation mit der Gedenk- und Bildungsstätte
Israelitische Töchterschule
Dr. Alberto Jonas-Haus
60
und die jüdische Volkshochschule Berlin.
61
In Österreich bietet das
Jüdische Institut für Erwachsenenbildung
in Wien Kurse an.
62
Auch an der Universität Salzburg können Jiddischkurse belegt werden.
In der Schweiz können am Zentrum für Jüdische Studien der
Universität Basel
Jiddisch-Kurse belegt respektive absolviert werden.
Lesebeispiel
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Das nachfolgende Beispiel ist der Beginn des
ersten Buches Mose
, auf Hebräisch
בְּרֵאשִׁית
Bereschit
bzw. in aschkenasischer Aussprache
Bereyschis
(deutsch ‚am Anfang‘), auf
altgriechisch
Γένεσις
Genesis
(deutsch ‚Schöpfung‘) genannt:
Hebräischer Urtext
moderne jiddische Übersetzung
63
moderne jiddische Übersetzung in
YIVO
-Transkription
deutsche
Einheitsübersetzung
64
בְּרֵאשִׁ֖ית בָּרָ֣א אֱלֹהִ֑ים אֵ֥ת הַשָּׁמַ֖יִם וְאֵ֥ת הָאָֽרֶץ׃
וְהָאָ֗רֶץ הָיְתָ֥ה תֹ֙הוּ֙ וָבֹ֔הוּ וְחֹ֖שֶׁךְ עַל־פְּנֵ֣י תְהֹ֑ום וְר֣וּחַ אֱלֹהִ֔ים מְרַחֶ֖פֶת עַל־פְּנֵ֥י הַמָּֽיִם׃
וַיֹּ֥אמֶר אֱלֹהִ֖ים יְהִ֣י אֹ֑ור וַֽיְהִי־אֹֽור׃
וַיַּ֧רְא אֱלֹהִ֛ים אֶת־הָאֹ֖ור כִּי־טֹ֑וב וַיַּבְדֵּ֣ל אֱלֹהִ֔ים בֵּ֥ין הָאֹ֖ור וּבֵ֥ין הַחֹֽשֶׁךְ׃
וַיִּקְרָ֨א אֱלֹהִ֤ים ׀ לָאֹור֙ יֹ֔ום וְלַחֹ֖שֶׁךְ קָ֣רָא לָ֑יְלָה וַֽיְהִי־עֶ֥רֶב וַֽיְהִי־בֹ֖קֶר יֹ֥ום אֶחָֽד׃
אין אָנהײב האָט גאָט באַשאַפֿן דעם הימל און די ערד
און די ערד איז געװען װיסט און לײדיק, און פֿינצטערניש איז געװען אױפֿן געזיכט פֿון תּהום, און דער גײַסט פֿון גאָט האָט געשװעבט אױפֿן געזיכט פֿון די װאַסערן
האָט גאָט געזאָגט: זאָל װערן ליכט. און עס איז געװאָרן ליכט
און גאָט האָט געזען דאָס ליכט אַז עס איז גוט; און גאָט האָט פֿאַנאַנדערגעשײדט צװישן דעם ליכט און צװישן דער פֿינצטערניש
און גאָט האָט גערופֿן דאָס ליכט טאָג, און די פֿינצטערניש האָט ער גערופֿן נאַכט. און עס איז געװען אָװנט און עס איז געװען פֿרימאָרגן, אײן טאָג
In onheyb hot got bashafn dem himl un di erd.
Un di erd iz geven vist un leydik, un fintsternish iz geven oyfn gezikht fun thom, un der gayst fun got hot geshvebt oyfn gezikht fun di vasern.
Hot got gezogt: zol vern likht. Un es iz gevorn likht.
Un got hot gezen dos likht az es iz gut; un got hot fanandergesheydt tsvishn dem likht un tsvishn der fintsternish.
Un got hot gerufn dos likht tog, un di fintsternish hot er gerufn nakht. Un es iz geven ovnt, un es iz geven frimorgn, eyn tog.
Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde;
die Erde aber war wüst und wirr, Finsternis lag über der Urflut und Gottes Geist schwebte über dem Wasser.
Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht.
Gott sah, dass das Licht gut war. Gott schied das Licht von der Finsternis
und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis nannte er Nacht. Es wurde Abend und es wurde Morgen: erster Tag.
Siehe auch
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Jiddischismus
Jiddismus
Liste deutscher Wörter aus dem Hebräischen
Literatur
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Allgemeine Einführungen und Übersichten
Othmar Andrée (Hrsg.):
Die erste jiddische Sprachkonferenz Czernowitz 1908. Berichte, Dokumente und Stimmen zur Czernowitzer Konferenz.
epubli, Berlin 2022, 2024 und 2025 (Erstausgabe in jiddischer Sprache durch das Jüdische Wissenschaftliche Institut (JIWO), Philologische Sektion, Wilna 1931).
Bd. 1:
Vorbereitung der Konferenz und Pressestimmen.
2022.
ISBN 978-3-7549-5975-6
Bd. 2:
Bericht über die Konferenz.
2024.
ISBN 978-3-7584-6669-4
Bd. 3:
Die Rede von Mateusz Mieses. Anhang: Nathan Birnbaum. Vordenker der Konferenz.
2025.
ISBN 978-3-8187-7765-4
Marion Aptroot
Roland Gruschka
Jiddisch. Geschichte und Kultur einer Weltsprache.
C.
H. Beck Taschenbuch, München 2010,
ISBN 978-3-406-52791-3
; 2., durchgesehene Auflage ebd. 2023,
ISBN 978-3-406-80406-9
Jean Baumgarten:
Le yiddish
(=
Que sais-je?
Band 2552). Presse universitaire de France, Paris 1990,
ISBN 2-13-044193-9
(französisch).
Otto F. Best
Mame-Loschen. Jiddisch – eine Sprache und ihre Literatur.
Insel, Frankfurt am Main 1988,
ISBN 3-458-15786-7
Eckhard Eggers
Jiddisch.
In:
Thorsten Roelcke
(Hrsg.):
Variationstypologie. Ein sprachtypologisches Handbuch der europäischen Sprachen in Geschichte und Gegenwart.
De Gruyter, Berlin
/ New York 2003,
ISBN 978-3-11-016083-3
, S.
98–120.
Andrea Fiedermutz:
Jiddisch.
In:
Miloš Okuka
(Hrsg.):
Lexikon der Sprachen des europäischen Ostens
(=
Wieser Enzyklopädie des europäischen Ostens.
Band 10). Klagenfurt 2002, S.
175–182 (
PDF
).
Neil G. Jacobs:
Yiddish. A Linguistic Introduction
. Cambridge University Press, Cambridge 2005,
ISBN 978-0-521-77215-0
Dovid Katz
Yiddish.
In:
The YIVO Encyclopedia of Jews in Eastern Europe.
Hrsg. von David Gershom Hundert. Yale University Press, New Haven/London 2008, S.
979–987 (
online
).
Ulrike Kiefer:
Das Jiddische in Beziehung zum Mittelhochdeutschen.
In:
Werner Besch
u.
a. (Hrsg.):
Sprachgeschichte. Ein Handbuch zur Geschichte der deutschen Sprache und ihrer Erforschung.
W. de Gruyter, Berlin 1985, Halbband 2, S.
1201–1210,
ISBN 3-11-009590-4
[Titel des Aufsatzes ganz irreführend].
Salcia Landmann
Jiddisch. Das Abenteuer einer Sprache.
Ullstein, Frankfurt am Main 1992,
ISBN 3-548-34994-3
(1. Aufl. 1962).
Christoph Landolt
Jiddisch.
In: Janet Duke (Hrsg.):
EuroComGerm. Germanische Sprachen lesen lernen.
Band 2:
Seltener gelernte germanische Sprachen. Afrikaans, Färöisch, Friesisch, Jenisch, Jiddisch, Limburgisch, Luxemburgisch, Niederdeutsch, Nynorsk.
Shaker, Düren 2019,
ISBN 978-3-8440-6412-4
, S.
127–160 und 298 (
PDF
).
Christoph Landolt:
Jiddisch.
In:
Elvira Glaser
Johannes Kabatek
Barbara Sonnenhauser
(Hrsg.):
Sprachenräume der Schweiz.
Band 1:
Sprachen.
Narr Francke Attempto, Tübingen 2024,
ISBN 978-3-381-10401-7
doi:10.24053/9783381104024
), S.
267–295.
Leo Rosten
, Lutz-Werner Wolff:
Jiddisch. Eine kleine Enzyklopädie.
(Aktualisiert und kommentiert von Lawrence Bush, illustriert R.
O.
Blechman.) dtv 24327, München 2002,
ISBN 3-423-24327-9
. Neuausgabe als dtv 20938, München 2006,
ISBN 978-3-423-20938-0
Lea Schäfer:
Yiddish.
In:
Oxford Research Encyclopedias / Linguistics,
2023 (Online).
Robert Schläpfer
Jiddisch.
In:
Historisches Lexikon der Schweiz
Josef Weissberg:
Jiddisch. Eine Einführung.
Peter Lang, Bern
/ Frankfurt am Main
/ New York
/ Paris 1988,
ISBN 978-3-261-04069-5
Grammatiken
Salomon Birnbaum
Grammatik der Jiddischen Sprache.
Helmut Buske Verlag, Hamburg 1988
(1. Auflage: Wien und Leipzig 1918),
ISBN 3-87118-874-3
Solomon Birnbaum
Yiddish: a survey and a grammar.
Manchester University Press, Manchester 1979,
ISBN 0-7190-0769-0
. –
Second edition, With new introductory essays by Eleazar Birnbaum, David Birnbaum, Kalman Weiser, and Jean Baumgarten.
University of Toronto Press, Scholarly Publishing Division, Toronto 2015,
ISBN 978-1-4426-1433-8
(englisch).
Dovid Katz
Grammar of the Yiddish language
. Duckworth, London 1987,
ISBN 0-7156-2161-0
online
), (englisch).
William B. Lockwood
Lehrbuch der modernen jiddischen Sprache. Mit ausgewählten Lesestücken.
Buske, Hamburg 1995,
ISBN 3-87118-987-1
(trotz des Titels als Grammatik angeordnet).
Yudel Mark
gramatik fun der jidischer klal-schprach.
alweltlecher jidischer kultur-kongreß, New York 1978 (jiddisch).
Bernard Vaisbrot:
Grammaire descriptive du yidiche contemporain.
Edition Suger, Paris 2012 (französisch),
ISBN 978-2-912590-35-0
Ludoviko Lazaro Zamenhof
Gramatiko de la jida lingvo.
Monda Asembleo Socia, Embres-et-Castelmaure 2019,
ISBN 978-2-36960-176-0
(Esperanto).
Wörterbücher
Harry (Chajim) Bochner, Solon (Scholem) Beinfeld (Hrsg.):
arumnemik jidisch-englisch werterbuch / Comprehensive Yiddish-English Dictionary, afn jeßod fun jidisch-franzejsisch werterbuch / based on the Dictionnaire yiddish-français, Paris, Bibliothèque Medem, 2002, fun/by Yitskhok Niborski, Berl/Bernard Vaisbrod, Schimen/Simon Neuberg.
Indiana University Press, Bloomington/Indianapolis 2013,
ISBN 978-0-253-00983-8
Alexander Harkavy
jidisch-englisch-hebreischer werterbuch. Yiddish-English-Hebrew Dictionary. iberdruk fun der tswejter fargreßerter uflage fun 1928, mit a najem arajnfir fun Dovid Kaz
[Katz]. New York 1988
(1. Auflage. 1925).
Juda A. Jofe, Yudel Mark:
grojßer werterbuch fun der jidischer schprach.
Bde. 1
ff. New York 1961. (jiddisch-jiddisch; bislang vier Bände, nicht abgeschlossen).
Alfred Klepsch:
Westjiddisches Wörterbuch.
Niemeyer, Tübingen 2004,
ISBN 3-484-73060-9
Ronald Lötzsch
, Simon Neuberg:
Jiddisches Wörterbuch.
3., überarbeitete und erweiterte Aufl. Dudenverlag, Berlin 2018,
ISBN 978-3-411-06243-0
Jizchok Niborksi (mit der mithilf fun Schimen Neuberg):
werterbuch fun loschn-kojdesch-schtamike werter in jidisch.
Medem-Bibliotek, Paris 1987,
ISBN 2-9511372-0-6
(jiddisch-jiddisch; Wörterbuch über die hebräischstammigen Wörter im Jiddischen), erweiterte Neuauflage ebd. 2012.
Gitl Schaechter-Viswanath, Paul Glasser (Hrsg.):
Comprehensive English–Yiddish Dictionary.
Indiana University Press, Bloomington 2016,
ISBN 978-0-253-02282-0
Nochem ßtutschkow (
Nahum Stutchkoff
):
der ojzer fun der jidischer schprach.
YIVO, New York 1991 (Nachdruck der Auflage von 1950),
ISBN 0-914512-46-3
(jiddisch; DER Thesaurus).
Uriel Weinreich
Modern English-Yiddish Yiddish-English Dictionary.
YIVO, New York 1990,
ISBN 0-914512-45-5
Lehrmittel
Jacob Allerhand
Jiddisch. Ein Lehr- und Lesebuch.
Mandelbaum, Wien 2002,
ISBN 3-85476-055-8
Marion Aptroot
, Holger Nath:
Einführung in die jiddische Sprache und Kultur / arajnfir in der jidischer schprach und kultur.
Buske, Hamburg 2002,
ISBN 3-87548-249-2
(mit Ausnahme der Wörtererklärungen durchgängig auf jiddisch).
Gennady Estraikh
Intensive Yiddish. With grammar sections based on Dovid Katz’s ›Grammar of the Yiddish Language‹.
Oksforder Yidish Press, Oxford 1996,
ISBN 978-1-897744-07-9
Lily Kahn:
Colloquial Yiddish.
Routledge, London 2011,
ISBN 978-0-415-58022-9
(englisch, mit 2 CDs).
Miriam Hoffman:
Key to Yiddish. Textbook for Beginners / schlißl zu jidisch. a lernbuch far onhejber.
2. Auflage. Columbia University, New York City 2011,
ISBN 978-1-4611-7002-0
Mordkhe Schaechter
Yiddish II. An Intermediate and Advanced Textbook.
New York 1993, 4. Auflage 2004,
ISBN 0-89727-052-5
(englisch, für Fortgeschrittene).
Uriel Weinreich
College Yiddish.
YIVO, New York 1949, 6. Auflage 1999 (englisch),
ISBN 978-0-914512-26-4
Sheva Zucker:
Yiddish. An Introduction to the Language, Literature & Culture.
2 Bände, Workmen’s Circle, New York 1994 und 2002,
ISBN 1-877909-66-1
ISBN 1-877909-75-0
Auf Lernende ausgerichtet sind sodann die oben genannten Grammatiken von Katz (1987) und Lockwood (1995).
Dialektologie
Zoë Belk, Lily Kahn, Kriszta Eszter Szendroi:
Complete Loss of Case and Gender Within Two Generations: Evidence from Stamford Hill Hasidic Yiddish.
In:
The Journal of Comparative Germanic Linguistics.
Band 23 (2020), S.
271–326 (
online
).
Zoë Belk, Lily Kahn, Kriszta Eszter Szendroi:
Absence of Case and Gender in Contemporary Hasidic Yiddish Worldwide.
In:
Journal of Germanic Linguistics.
Band 34 (2022), S.
139–185.
Ewa Geller:
Warschauer Jiddisch.
Niemeyer, Tübingen 2001,
ISBN 3-484-23146-7
Marvin Herzog:
The Yiddish Language in Northern Poland. Its geography and history.
Indiana Univ., Bloomington und Mouton & Co., The Hague 1965.
Dovid Katz:
Zur Dialektologie des Jiddischen.
In: Werner Besch u.
a. (Hrsg.):
Dialektologie. Ein Handbuch zur deutschen und allgemeinen Dialektforschung.
W. de Gruyter, Berlin 1983, Halbband 2, S.
1018–1041,
ISBN 978-3-11-009571-5
online
).
Ulrike Kiefer:
Gesprochenes Jiddisch. Textzeugen einer europäisch-jüdischen Kultur
(=
Beiheft zum Language and Culture Atlas of Ashkenazic Jewry.
Band 1). Max Niemeyer, Tübingen 1995,
ISBN 3-484-73101-X
Steffen Krogh:
The Foundations of Written Yiddish among Haredi Satmar Jews.
In: Marion Aptroot, Björn Hansen (Hrsg.):
Yiddish Language Structures. Empirical Approaches to Language Typology
(=
Empirical Approaches to Language Typology.
Band 52). Walter de Gruyter, Berlin
/ New York 2013, S.
63–103.
Gertrud Reershemius:
Die Sprache der Auricher Juden. Zur Rekonstruktion westjiddischer Sprachreste in Ostfriesland.
Harrassowitz, Wiesbaden 2007,
ISBN 978-3-447-05617-5
Lea Schäfer:
Syntax and Morphology of Yiddish Dialects: Findings from the Language and Culture Archive of Ashkenazic Jewry
(=
Deutsche Dialektgeographie.
Band 132). Olms, Hildesheim 2023,
ISBN 978-3-487-16182-2
Sprachatlanten
The Language and Culture Atlas of Ashkenazic Jewry
/ der jidischer schprach- und kultur-atlaß.
Hrsg. von Vera Baviskar, Marvin Herzog u.
a. Bd. 1
ff. Max Niemeyer, Tübingen 1992
ff.
Franz J. Beranek
Westjiddischer Sprachatlas.
N.
G.
Elwert, Marburg/Lahn 1965.
65
Florence Guggenheim-Grünberg
Jiddisch auf alemannischem Sprachgebiet. 56 Karten zur Sprach- und Sachgeographie
(=
Beiträge zur Geschichte und Volkskunde der Juden in der Schweiz.
Band 10). Juris Druck + Verlag, Zürich 1973,
ISBN 3-260-03438-2
Dovid Katz:
Litvish. An Atlas of Northeastern Yiddish.
In Bearbeitung. Auch
online
Leiser Wilenkin:
Jidischer schprachatlas fun ßowetnfarband, afn grunt fun di dialektologische materialn, woß sajnen zunojfgesamlt geworn durch der schprachkomißje fun jidischn ßektor fun der wajßrußischer wißnschaft-akademje unter M.
Wengerß onfirung.
Minsk 1931.
66
Sprachgeschichte
Salomon Birnbaum
Die jiddische Sprache: ein kurzer Überblick und Texte aus acht Jahrhunderten
. Buske, Hamburg 1997 (1. Auflage ebd. 1974),
ISBN 3-87548-098-8
Hans Blosen
Teilweise unorthodoxe Überlegungen zu einigen Problemen des Jiddischen.
In:
Friedhelm Debus
Ernst Dittmer
Sandberg 85. Dem Andenken von Heinrich Bach gewidmet.
Wachholtz, Neumünster 1986, S.
161–187 [Überlegungen zur Herkunft und Entwicklung des West- und des Ostjiddischen].
Alec Eliezer Burko:
Saving Yiddish: Yiddish Studies and the Language Sciences in America, 1940–1970.
Doktorarbeit am Jewish Theological Seminary von 2019 (
Open Access
).
Eckhard Eggers:
Sprachwandel und Sprachmischung im Jiddischen.
Lang, Bern
/ Frankfurt am Main
/ New York
/ Paris 1998,
ISBN 978-3-631-32272-7
. – Kritisch besprochen von Neil G. Jacobs im
Journal of Germanic Linguistics
13, 2001 S.
68–76.
Gennady Estraykh:
Soviet Yiddish. Language Planning and Linguistic Development.
Oxford University Press, Oxford 1999,
ISBN 978-0-19-818479-9
bzw.
ISBN 0-19-818479-4
Joshua A. Fishman
Planning and Standardization of Yiddish.
In: The
YIVO Encyclopedia of Jews in Eastern Europe
Hrsg. von David Gershom Hundert. Yale University Press, New Haven/London 2008, S.
987–991 (
online
).
Dovid Katz:
Words on Fire. The Unfinished Story of Yiddish.
Basic Books, New York 2004,
ISBN 0-465-03728-3
online
).
Dov-Ber Kerler
The Origins of Modern Literary Yiddish.
Clarendon Press, Oxford 1999,
ISBN 0-19-815166-7
(über die Ablösung der westjiddischen durch die ostjiddische Druckersprache und damit über die Grundlagen des heutigen Standardjiddischen).
Steffen Krogh:
Das Ostjiddische im Sprachkontakt. Deutsch im Spannungsfeld zwischen Semitisch und Slavisch
(=
Beihefte zum Language and Culture Atlas of Ashkenazic Jewry.
Band 3). Niemeyer, Tübingen 2001.
Matthias Mieses
Die jiddische Sprache: Eine historische Grammatik des Idioms der integralen Juden Ost- und Mitteleuropas.
Harz, Berlin 1924.
Bettina Simon:
Jiddische Sprachgeschichte: Versuch einer neuen Grundlegung.
Jüdischer Verlag, Frankfurt 1988, überarb. Fassung Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag, Berlin 1999.
Sol Steinmetz:
A Century of Yiddish in America. Yiddish and English.
University of Alabama Press, Alabama 1986 (unter anderem über den Einfluss des Jiddischen auf das Englische Nordamerikas).
Max Weinreich
Geschichte fun der jidischer schprach, bagrifn, faktn, metodn.
4 Bände, YIVO, New York 1973. – Englische Übersetzung:
History of the Yiddish Language.
Chicago 1980 und New Haven 2008.
Paul Wexler:
Two-tiered relexification in Yiddish (The Jews, Sorbs, Khazars and the Kiev-Polessian dialects).
Mouton de Gruyter, Berlin 2002,
ISBN 3-11-017258-5
Weblinks
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Commons
: Jiddisch
– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikipedia auf Jiddisch
Wiktionary: Jiddisch
– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikiquote: Jiddische Sprichwörter
– Zitate
Wikisource: Jiddische Wörterbücher
– Quellen und Volltexte
Jiddisch: Lautschrift
(Wiktionary)
Linkkatalog zum Thema Jiddistik
bei
curlie.org
(ehemals
DMOZ
Allgemein
Basic Facts about Yiddish,
hrsg. vom YIVO 1946, aufdatiert 2014.
Liste jiddischer Zeitungen, Zeitschriften, Radioprogramme und Theater weltweit
Abteilung für jiddische Kultur, Sprache und Literatur am Institut für Jüdische Studien der Universität Düsseldorf
Jiddistik im Fach Germanistik an der Universität Trier
The Yivo Encyclopedia of Jews in Eastern Europe
Hörprobe in Jiddisch (New York)
und Vergleich mit anderen germanischen Sprachen
Liste jiddischer Rundfunksender.
– Die Schrift ist hebräisch, aber die Links leicht als anklickbar zu erkennen. Von der gesprochenen Sprache versteht, wer Deutsch gut kann, nach kurzer Gewöhnung einen großen Teil.
Jiddische Sendungen
im internationalen Programm des
israelischen Rundfunks „Kan“
(Kan REKA)
Kol Israel International (Reka)
– Archiv in Jiddisch
Chaim Frank:
Jiddisch: Die Mameloschn. Eine Sprache, ihr historischer und kultureller Hintergrund.
(Vortrag, 1997)
Karl Veitschegger:
Jiddisches im Deutschen
Yiddish Sources
: Akademisches Portal/Linksammlung für jiddische Studien mit Bibliografie. Teil von
WWW Virtual Library History Central Catalogue
Nachrichtensendung auf Jiddisch als Hörbeispiel
Bibliotheca Iiddica:
jiddische Literatur vom 13. bis zum 20. Jahrhundert
Forum for Yiddish Literature and Yiddish Language
Memento
vom 2. Mai 2016 im
Internet Archive
(zweisprachig englisch-jiddisch)
Steven Spielberg Digital Yiddish Library
Sammlung jiddischer Drucke
vom 16. bis zum Beginn des 20.
Jahrhunderts
kostenlose jiddische Software
The Origin of Standard Yiddish Pronunciation
(Hershl Glasser)
Transkription und Typografie
Di jidische Schreibmaschinke:
Jiddisch-Textkonverter
Transkription jiddischer Texte in hebräischer Schrift in eine deutsche Umschrift
Memento
vom 8. Januar 2014 im
Internet Archive
jiddische Tastatur online
Werkzeug für die Transliteration jiddischer Webseiten
Schreibtool für Jiddisch, unabhängig von Betriebssystem und Browser
Anmerkungen
Bearbeiten
Quelltext bearbeiten
Lea Schäfer:
Yiddish.
In:
Oxford Research Encyclopedias / Linguistics,
2023.
Eliyahu Benedict:
Yiddish among Former Haredim.
In:
Journal of Jewish Languages
10 (2022), S.
224–266, hier S.
226.
Internationale Medienhilfe (IMH):
Trendumkehr: Immer mehr Menschen sprechen Jiddisch.
In:
IMH.
19.
September 2024
abgerufen am 24.
September 2024
(deutsch).
What languages does the European Charter for Regional or Minority Languages apply to?
, www.coe.int (englisch).
Der baden-württembergische Antisemitismusbeauftragte
Blume
sagte in Stuttgart, noch heute behaupte die Bundesrepublik Deutschland, Jiddisch sei keine deutsche Sprache und das aschkenasische Judentum sei kein Teil des deutschen Volkes. Dies habe rechtliche Folgen: So seien jüdische Zugewanderte aus der früheren Sowjetunion im Staatsbürgerschafts- und Rentenrecht schlechtergestellt als Spätaussiedler aus den gleichen Regionen, die als „deutsch“ anerkannt werden, kritisierte Blume.
Bislang schützt Deutschland nur Dänisch, Sorbisch, Friesisch, Romanes und Niederdeutsch auf Grundlage der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen. In der Schweiz ist Jiddisch bereits als „nichtterritorial gebundene Sprache“ anerkannt. Siehe dazu:
„Jiddisch anerkennen“
Jüdische Allgemeine
Mike Cherney:
Designing a Flag for Yiddish Takes Chutzpa.
In:
Wall Street Journal
8.
April 2021.
Eine Zusammenstellung besonders von Hebräismen, Aramaismen und Slawismen findet sich in
Christoph Landolt
Jiddisch.
In: Janet Duke (Hrsg.):
EuroComGerm. Germanische Sprachen lesen lernen.
Band 2:
Seltener gelernte germanische Sprachen. Afrikaans, Färöisch, Friesisch, Jenisch, Jiddisch, Limburgisch, Luxemburgisch, Niederdeutsch, Nynorsk.
Shaker, Düren 2019, S.
127–160 und 298 (
PDF
), hier S.
130
f. zur Symbiose sowie 136 und 154–159 zum Wortschatz.
OSTEUROPA-JIDDISCHE LITERATUR
. (
uni-salzburg.at
PDF; abgerufen am 28.
Juli 2020
).
In jüngerer Zeit vertritt
Paul Wexler
(2002) die der herkömmlichen Forschungsmeinung widersprechende These, dass das Ostjiddische keine germanische Sprache, sondern durch
Relexifizierung
slawischer Sprachen entstanden sei: In einer ersten frühen Phase durch deutsche und hebräische Relexifizierung des
Obersorbischen
und in einer zweiten Phase während des 15./16. Jahrhunderts durch deutsche, hebräische und jiddische Relexifizierung des
Ostslawischen
in der Ukraine und in Weißrussland.
Paläographie Workshop „Judendeutsch“ im Jüdischen Museum Frankfurt (2007)
Memento
vom 10. November 2013 im
Internet Archive
(PDF; 1,3
MB); abgerufen am 10. November 2010.
Dov-Ber Kerler:
The Origins of Modern Literary Yiddish.
Clarendon Press, Oxford 1999,
ISBN 0-19-815166-7
Lucy Dawidowicz:
Yiddish: Past, Present & Perfect.
In:
Commentary
33, 1962, S.
375–385, zitiert in Alec Eliezer Burko:
Saving Yiddish: Yiddish Studies and the Language Sciences in America, 1940–1970.
Doktorarbeit am Jewish Theological Seminary von 2019, S.
22.
Neil G. Jacobs:
Yiddish. A Linguistic Introduction.
Cambridge University Press, Cambridge 2005, S.
3. Diese Zahl beruht auf Schätzungen von
Salomon Birnbaum
und
Max Weinreich
und geht auf die Gesamtzahl aller in Ostmitteleuropa und Osteuropa lebenden bzw. von dort stammenden Juden aus, ignoriert also die sprachliche Assimilation etwa in Russland, Polen und den Vereinigten Staaten von Amerika; vgl. Alec Eliezer Burko:
Saving Yiddish: Yiddish Studies and the Language Sciences in America, 1940–1970.
Doktorarbeit am Jewish Theological Seminary von 2019, S.
19
ff. und passim.
Laut
American Community Survey,
zitiert im jiddischen
Forward
vom 10. Januar 2013, S.
14, sprachen per Ende 2012 in der Stadtgemeinde New York zu Hause 85.000 (mutmaßlich größtenteils chareidische) Personen Jiddisch, wozu die rund 50.000 in den drei genannten Vororten wohnenden jiddischsprachigen Chareidim kamen.
Eliyahu Benedict:
Yiddish among Former Haredim.
In:
Journal of Jewish Languages
10 (2022), S.
224–266; hier S.
226.
IMH:
Trendumkehr: Immer mehr Menschen sprechen Jiddisch.
In:
IMH.
19.
September 2024
abgerufen am 12.
März 2025
(deutsch).
Yiddish, Western.
Abgerufen am 9.
Juni 2020
(englisch).
Jürg Fleischer
Westjiddisch in der Schweiz und Südwestdeutschland. Tonaufnahmen und Texte zum Surbtaler und Hegauer Jiddisch.
Niemeyer, Tübingen 2005, S.
21: „Dieses ‚Jewish-flavored German’ existiert zumindest in der Schweiz noch heute: Nachfahren alter Surbtaler Familien sprechen noch heute ‚Jiddisch’; damit ist das gemeint, was dann beispielsweise auf Zürichdeutsch als
jüdischi Uusdrück
‚jüdische Ausdrücke’ umschrieben wird und nichts anderes ist als ein schweizerdeutscher Dialekt, der in der beschriebenen Art mit Hebraismen versehen ist; diese Varietät kann als jüdisches Schweizerdeutsch charakterisiert werden.“
Jürg Fleischer:
Westjiddisch in der Schweiz und Südwestdeutschland. Tonaufnahmen und Texte zum Surbtaler und Hegauer Jiddisch.
Niemeyer, Tübingen 2005 (Beihefte zum Language and Culture Atlas of Ashkenazic Jewry 4), S.
16
f.
Stefan Hess
Der Mythos von den vier Landessprachen. Einst waren es mehr als nur vier Sprachen – wie es kam, dass die Schweiz seit 1938 offiziell viersprachig ist.
In: Basler Zeitung, 20.
September 2011, S.
35, 37.
Jürg Fleischer:
Westjiddisch in der Schweiz und Südwestdeutschland. Tonaufnahmen und Texte zum Surbtaler und Hegauer Jiddisch.
Niemeyer, Tübingen 2005, S.
f.; gemäß Auskunft von
Astrid Starck
Joseph Ahrons, Leopold Zunz:
Das Lied vun die Kuggel,
eine westjiddische Parodie auf Schillers
Lied von der Glocke
Christoph Landolt:
Jiddisch.
In: Janet Duke (Hrsg.):
EuroComGerm. Germanische Sprachen lesen lernen.
Band 2:
Seltener gelernte germanische Sprachen. Afrikaans, Färöisch, Friesisch, Jenisch, Jiddisch, Limburgisch, Luxemburgisch, Niederdeutsch, Nynorsk.
Shaker, Düren 2019, S.
127–160 und 298 (
PDF
), hier S.
133
f.
Diese Laute werden in der Beschreibung der modernhebräischen Phonetik mit einem
Glottisschlag
gleichgesetzt. So steht z.
B. im hebräischen Namen מיכאל (‚Michael‘) Aleph nicht für einen der Vokale, sondern für den Stimmabsatz zwischen /a/ und /e/; und in dem Wort אוֹר (
or
‚Licht‘) steht Aleph für den Stimmansatz vor dem Vokal /o/. Ähnliches gilt für die Verwendung von Ajin, das z.
B. in עִברִית (
ivrit
‚hebräisch‘), עֲרָבָה (
arava
‚Steppe‘) und גלעד («Gilead») auftritt. Zusammenfassend kann gesagt werden: Wenn ein hebräisches Wort mit einem Vokal beginnt, steht im Schriftbild vor diesem immer Aleph oder Ajin; tritt ein Stimmabsatz innerhalb des Wortes auf, wird dieser im Schriftbild ebenfalls mit Aleph oder Ajin dargestellt. Ob Aleph oder Ajin steht, hängt vom ursprünglichen Laut ab; während Aleph lautlich dem deutschen Stimmabsatz entspricht, ähnelt die semitische Aussprache von Ajin, die noch heute im Hebräischen bei manchen Sprechern vorkommt, dem arabischen
ʿAin
IPA
Janet Duke (Hrsg.):
EuroComGerm. Germanische Sprachen lesen lernen.
Band 2:
Seltener gelernte germanische Sprachen. Afrikaans, Färöisch, Friesisch, Jenisch, Jiddisch, Limburgisch, Luxemburgisch, Niederdeutsch, Nynorsk.
Shaker, Düren 2019, S.
298.
Max Weinreich: געשיכטע פֿון דער ייִדישער שפּראַך. באַגריפֿן, פֿאַקטן, מעטאָדן.
(Geschichte fun der jidischer sprach: bagrifn, faktn, metodn.)
4 Bände. Yivo, New York 1973, englische Übersetzung:
History of the Yiddish Language.
Chicago 1980 und New Haven 2008.
Neil G. Jacobs:
Yiddish: a Linguistic Introduction.
Cambridge University Press, Cambridge 2005, S.
327
ff.
Dovid Katz:
Zur Dialektologie des Jiddischen.
In: Werner Besch u.
a. (Hrsg.):
Dialektologie. Ein Handbuch zur deutschen und allgemeinen Dialektforschung.
W. de Gruyter, Berlin 1983, Halbband 2, 1018–1041.
Solomon A. Birnbaum:
Yiddish: a Survey and a Grammar.
University of Toronto Press, Toronto 1979, S.
400
ff.
Neils G. Jacobs:
Structure, standardization and diglossia: the case of Courland Yiddish.
In: Dagmar Lorenz, Gabriele Weinberger (Hrsg.):
Insiders and Outsiders: Jewish and Gentile Culture in Germany and Austria.
Wayne State University Press, Detroit 1994, S.
89–99.
Dovid Katz: די אינעװײניקסטע קלאסיפיקאציע פון די מערב יידישע דיאלעקטן. 53סטע יערלעכע ייװאָ קאָנפערענץ
(Di inewejnigßste klaßifikazje fun di majrew jidische dialektn. 53ßte jerleche Yiwo konferenz)
10.–13.
November 1979.
Salomon Birnbaum:
Die jiddische Sprache.
Hamburg 1974, 1986, 1997.
Neil G. Jacobs:
Yiddish: a Linguistic Introduction.
Cambridge University Press, Cambridge 2005, S.
108
ff.
Für eine Übersicht siehe Christoph Landolt:
Jiddisch.
In: Janet Duke (Hrsg.):
EuroComGerm. Germanische Sprachen lesen lernen.
Band 2:
Seltener gelernte germanische Sprachen. Afrikaans, Färöisch, Friesisch, Jenisch, Jiddisch, Limburgisch, Luxemburgisch, Niederdeutsch, Nynorsk.
Shaker, Düren 2019, S.
127–160 und 298 (
PDF
), hier S.
136–145.
Zoë Belk, Lily Kahn, Kriszta Eszter Szendroi:
Complete Loss of Case and Gender Within Two Generations: Evidence from Stamford Hill Hasidic Yiddish.
In:
The Journal of Comparative Germanic Linguistics.
Band 23 (2020), S.
271–326 (
online
); Zoë Belk, Lily Kahn, Kriszta Eszter Szendroi:
Absence of Case and Gender in Contemporary Hasidic Yiddish Worldwide.
In:
Journal of Germanic Linguistics.
Band 34 (2022), S.
139–185; Steffen Krogh:
The Foundations of Written Yiddish among Haredi Satmar Jews.
In: Marion Aptroot, Björn Hansen (Hrsg.):
Yiddish Language Structures. Empirical Approaches to Language Typology.
W.
de Gruyter, Berlin
/ New York 2013 (Empirical Approaches to Language Typology 52), S.
63–103; Christoph Landolt:
Jiddisch.
In: Janet Duke (Hrsg.):
EuroComGerm. Germanische Sprachen lesen lernen.
Band 2:
Seltener gelernte germanische Sprachen. Afrikaans, Färöisch, Friesisch, Jenisch, Jiddisch, Limburgisch, Luxemburgisch, Niederdeutsch, Nynorsk.
Shaker, Düren 2019, S.
127–160 und 298 (
PDF
), hier S.
132
f.
Christoph Landolt:
Jiddisch.
In: Janet Duke (Hrsg.):
EuroComGerm. Germanische Sprachen lesen lernen.
Band 2:
Seltener gelernte germanische Sprachen. Afrikaans, Färöisch, Friesisch, Jenisch, Jiddisch, Limburgisch, Luxemburgisch, Niederdeutsch, Nynorsk.
Shaker, Düren 2019, S.
127–160 und 298 (
PDF
), hier S.
137.
Christoph Landolt:
Jiddisch.
In: Janet Duke (Hrsg.):
EuroComGerm. Germanische Sprachen lesen lernen.
Band 2:
Seltener gelernte germanische Sprachen. Afrikaans, Färöisch, Friesisch, Jenisch, Jiddisch, Limburgisch, Luxemburgisch, Niederdeutsch, Nynorsk.
Shaker, Düren 2019, S.
127–160 und 298 (
PDF
), hier S.
137
f.
Mordkhe Schaechter
Aktionen im Jiddischen. Ein sprachwissenschaftlicher Beitrag zur Bedeutungslehre des Verbums.
Phil. Diss. Wien 1951.
Nobel Lecture vom 8. Dezember 1978, die letzten beiden Absätze
Banquet Speech vom 10. Dezember 1978
Liste jiddischer Medien weltweit.
Internationale Medienhilfe (IMH)
abgerufen am 1.
März 2021
(deutsch).
Newspapers and Periodicals.
YIVO Institute for Jewish Research
abgerufen am 20.
Mai 2019
(englisch).
Jiddische Presse weltweit.
Internationale Medienhilfe (IMH)
abgerufen am 1.
März 2021
(deutsch).
Volker Weidermann:
"Unorthodox", die neue deutsche Netflix-Serie: Berlin, eine Märchenstadt.
In:
Spiegel Online
26.
März 2020
abgerufen am 13.
Mai 2020
National Yiddish Book Center
(englisch).
Dirk Schümer:
Warum man unbedingt Jiddisch lernen sollte
In:
Die Welt
vom 2.
August 2015.
Harashut leumit letarbut hayidish
(hebräisch).
uni-trier.de
: „Die Verankerung der Jiddistik an einer deutschen Universität im Rahmen der Germanistik hat ihre Berechtigung: während die Forschung außerhalb Deutschlands (insbesondere in Jerusalem, Tel Aviv, New York) sich in erster Linie der ostjiddischen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts und den noch gesprochenen jiddischen Mundarten widmet, konzentriert sich die Jiddistik in Deutschland auf Gebiete, für deren Erforschung die Kenntnis des Deutschen und der deutschen Sprachgeschichte unumgänglich ist, nämlich auf die jiddische Sprache und Literatur innerhalb des deutschen Sprachgebiets – das sogenannte Westjiddische – von den Anfängen im Mittelalter bis zum Untergang in der Folge der Aufklärung sowie auf die Reste, die in der deutschen Gegenwartssprache noch lebendig sind. Forschungsschwerpunkte bilden die historische Grammatik, Semantik, Lexikographie, Edition älterer Texte, die Kontrastierung der jiddischen und deutschen Sprachgeschichte, die jiddisch-deutschen Sprachbeziehungen und die Wissenschaftsgeschichte der Jiddistik.“
www.uni-duesseldorf.de
: Jahrbuch 2003
Uriel Weinreich Program in Yiddish Language, Literature & Culture
Parizer zumerkursn fun yidisher shprakh un literatur
Memento
vom 18. November 2012 im
Internet Archive
LufTeater
Yiddish in Berlin
, abgerufen am 15.
Juli 2019.
Vilnius Yiddish Institute:
Summer Program
Memento
vom 9. Juli 2009 im
Internet Archive
, abgerufen am 21. Juli 2009.
Sprachreise in eine untergegangene Welt
, dw-world.de („Sprache“), Robert B. Fishman (EURANET); 7. Januar 2009
Memento
vom 10. Februar 2009 im
Internet Archive
International Summer Seminar,
Warschau
Memento
vom 31. August 2011 im
Internet Archive
tau.ac.il
International Yiddish Summer Program
Beit Ben-Yehuda
Far Eastern Research Center for Jewish Culture and Yiddish,
Birobdischan
Jiddisch an der VHS Hamburg
Memento
vom 15. Februar 2013 im
Internet Archive
Jiddisch an der VHS Berlin
Memento
vom 1. Februar 2014 im
Internet Archive
Die Wiener Volkshochschulen
Memento
vom 19. Dezember 2015 im
Internet Archive
Breyshis
(PDF; 823
kB)
Universität Haifa
Gen
1,1
EU
Das Buch Genesis nach der Einheitsübersetzung.
Kritische Rezension von Florence Guggenheim-Grünberg in der
Zeitschrift für Mundartforschung
33, 1966, S.
353–357 und 35, 1968, S.
148–149.
Kritische Rezension von Salomon Birnbaum in
Teuthonista
9, 1933, S.
179–181.
Moderne
germanische Sprachen
Westgermanisch
Afrikaans
Englisch
Jiddisch
Limburgisch
Luxemburgisch
Niederdeutsch
Niederländisch
Nordfriesisch
Saterfriesisch
Scots
Westfriesisch
Nordgermanisch
Dänisch
Färöisch
Isländisch
Norwegisch
Schwedisch
Varietäten
der
deutschen Sprache
außerhalb Europas
Hochdeutschen Ursprungs:
Amanadeutsch oder Kolonie-Deutsch
Alemán Coloniero
Barossadeutsch
Belgranodeutsch
Hutterisch
Küchendeutsch
Launa-Deutsch
Nataler Deutsch
Pennsylvania-Deutsch
Riograndenser Hunsrückisch
Sibiriendeutsch
Südwesterdeutsch
Texasdeutsch
Unserdeutsch
Plattdeutschen Ursprungs:
Pomerano
Plautdietsch
Wisconsin Pomeranian
Jüdische Sprachen
Hebräisch
Ivrit
Aramäisch
Jiddisch
Jevanisch
Judäo-Arabisch
Knaanisch
Judäo-Persisch
Judäo-Tatisch
Karaimisch
Krimtschakisch
Judäo-Malayalam
Judäo-Georgisch
Judäo-romanische Sprachen
Ladino (Judenspanisch)
Judäo-Katalanisch
Zarfatisch
Normdaten
(Sachbegriff):
GND
4028614-9
GND Explorer
lobid
OGND
AKS
Abgerufen von „
Kategorien
Jiddisch
Jüdische Sprache
Einzelsprache
Germanische Sprachen
Jüdische Kultur
Versteckte Kategorie:
MediaWiki:Gadget/annotationPair
Jiddisch
Abschnitt hinzufügen