Lise Meitner – Wikipedia
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Lise Meitner (um 1940)
Lise Meitner
(eigentlich
Elise Meitner
; geboren am
7. November
oder
17. November
1878
in
Wien
Österreich-Ungarn
; gestorben am
27. Oktober
1968
in
Cambridge
Vereinigtes Königreich
) war eine
österreichische
Kernphysikerin
und Pionierin der
Radiochemie
. Meitner zählt zu den bedeutendsten Naturwissenschaftlern des 20. Jahrhunderts.
1906 wurde sie an der
Universität Wien
promoviert, als zweite Frau im Hauptfach
Physik
. 1907 begann in
Berlin
eine jahrzehntelange Zusammenarbeit mit dem Chemiker
Otto Hahn
. Ab 1912 arbeiteten Meitner und Hahn im neu gegründeten
Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie
in
Berlin-Dahlem
. Sie erforschten die
Radioaktivität
und entdeckten radioaktive
Isotope
. 1926 wurde Meitner die erste Professorin für Physik in Deutschland.
1938 floh sie aus dem
nationalsozialistischen Deutschland
nach
Stockholm
, wo sie bis 1946 am Nobel-Institut für Physik und danach an der
Königlichen Technischen Hochschule
arbeitete. Im schwedischen Exil veröffentlichte sie im Februar 1939 zusammen mit ihrem Neffen
Otto Frisch
die erste physikalisch-theoretische Erklärung der
Kernspaltung
, die Otto Hahn und dessen Assistent
Fritz Straßmann
am 17. Dezember 1938 ausgelöst und mit
radiochemischen
Methoden nachgewiesen hatten. Die
Entdeckung der Kernspaltung
war nicht nur in der Wissenschaft folgenreich, sie führte auch zum Bau von
Kernwaffen
(„Atombomben“) und später zum Bau von
Kernkraftwerken
Für ihre Errungenschaften erhielt Lise Meitner zahlreiche Ehrungen, jedoch weder den
Nobelpreis für Chemie
noch den
Nobelpreis für Physik
, obwohl sie für beide Nobelpreise vielfach nominiert wurde.
Leben
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Geburtstag, Herkunft, Religion
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Geburtshaus und Gedenktafel in Wien-Leopoldstadt
Elise „Lise“ Meitner wurde 1878 in Wien-
Leopoldstadt
(2. Wiener Gemeindebezirk) geboren. Im Geburtsregister der
Israelitischen Kultusgemeinde Wien
sowie im Taufbucheintrag von 1908
wurde der 17. November als ihr Geburtstag eingetragen, in allen anderen Dokumenten aber der 7. November, und an diesem Tag feierte Lise Meitner auch stets ihren Geburtstag.
Der 7. November ist zugleich der Geburtstag von Meitners wissenschaftlichem Vorbild
Marie Curie
, die elf Jahre vor ihr geboren wurde. In der
Rowohlt-Monographie
(2002) wird behauptet, der 7. November 1878 sei durch ein Versehen zum amtlichen Geburtsdatum geworden, als ein Beamter in Wien etwa zehn Jahre nach Lise Meitners Geburt „vergessen“ hatte, die Ziffer 1 zu schreiben.
Diese Erklärung wird in der Biografie von David Rennert und
Tanja Traxler
(2018) als naheliegende Vermutung eingestuft.
Zahlreiche biografische Texte geben den 7. November als Geburtstag an,
zahlreiche andere den 17. November.
Lise Meitners Eltern waren der aus der Gegend von
Mährisch Weißkirchen
stammende jüdische Rechtsanwalt
Philipp Meitner
(1839–1910) und seine Frau Hedwig Meitner-Skovran. Sie hatten 1875 geheiratet und wohnten damals in der Kaiser-Joseph-Straße Nr. 27, der heutigen
Heinestraße
, im heute
Volkertviertel
genannten Bezirksteil. Ihr Vater betrieb dort, bevor die Familie an „bessere Adressen“ übersiedelte, seine Kanzlei als Hof- und Gerichtsadvokat. Lise wurde 1878 als drittes Kind geboren. Sie hatte zwei ältere Schwestern (*
1876 und *
1877) und fünf jüngere Geschwister. Zwei Jahre nach ihrer Geburt bekam sie einen Bruder, dann folgten zwei weitere Schwestern, schließlich zwei weitere Brüder.
In dem Nachruf ihres Neffen Otto Frisch und in älteren Biografien ist zu lesen, Lise Meitner sei wie alle anderen Kinder der Familie
protestantisch
getauft und erzogen worden.
10
11
Ruth Lewin Sime
widerspricht in ihrer Biografie. Alle Kinder der Familie waren laut Sime bei Geburt in der jüdischen Gemeinde registriert und wuchsen in einer jüdischen Umgebung Wiens auf. Die Familie versuchte sich aber von der jüdischen Vergangenheit abzugrenzen (der Vater von Lise Meitner galt nach Frisch als Freidenker), assimilierte sich und wandte sich dem Protestantismus zu. Bei Lise Meitners Neffen Otto Frisch entstand so der Eindruck, die Mutter und seine Onkel und Tanten seien protestantisch erzogen worden. Lise Meitners Eltern ließen aber ihre Kinder nicht
taufen
und ließen sich auch selbst nie taufen, obwohl das gesellschaftliche und berufliche Vorteile gebracht hätte.
12
Erst als Erwachsene trat Lise Meitner zum Christentum über. Sie wurde am 29. September 1908 durch die Taufe in die
Evangelische Kirche A.B.
aufgenommen.
Im selben Jahr konvertierten zwei ihrer Schwestern zum
katholischen
Glauben.
13
In der Familie spielte Musik eine große Rolle und die Kinder lernten vor allem durch den Einfluss der Mutter Klavier spielen.
14
Sie interessierte sich früh für
Mathematik
und lernte auf diesem Gebiet auch von Privatlehrern, die ihr Vater für die Kinder anstellte.
Schulzeit
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Gedenktafel am Wiener Akademischen Gymnasium
Ihre Schullaufbahn absolvierte Meitner an einer
Bürgerschule
, da an den Gymnasien Mädchen nicht zugelassen wurden. Nach dem Schulabschluss legte Lise Meitner auf Anraten ihres Vaters das Lehrerinnen-Examen für
Französisch
ab.
15
Außerdem bereitete sie sich ab 1899
15
im Selbststudium auf die
Matura
vor und legte die Reifeprüfung im Juli 1901 im Alter von 22 Jahren am
Akademischen Gymnasium Wien
gemeinsam mit Henriette Boltzmann (
Ludwig Boltzmanns
ältester Tochter) ab,
15
wo sie als
gewählten Beruf
die
realistischen Studien
der Philosophie angab.
16
15
Studium und Promotion
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Am 2. Oktober 1901 inskribierte sie an der
k.k. Universität Wien
in der
philosophischen
Fakultät
17
, besuchte jedoch gleich zu Beginn eine Vielzahl an Seminaren in
Physik
, Mathematik (Differential- und Integralrechnung) sowie Chemie und Botanik.
18
Ihr wichtigster akademischer Lehrer dort wurde
Ludwig Boltzmann
. Bereits in den ersten Jahren beschäftigte sie sich mit
Radioaktivität
. Sie wurde 1906 als zweite Frau im Hauptfach Physik an der Wiener Universität
promoviert
. Der Titel ihrer Doktorarbeit lautete
Prüfung einer Formel Maxwells
(veröffentlicht unter dem Titel
Wärmeleitung in inhomogenen Körpern
). Ihr Doktorvater war
Franz Serafin Exner
19
Nach ihrer Promotion bewarb sie sich bei
Marie Curie
in Paris, allerdings erfolglos. Sie arbeitete ein Jahr lang am Institut für
Theoretische Physik
in Wien.
Chemisches Institut in Berlin
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Gedenktafel am Haus Hessische Straße 1 in Berlin-Mitte
Im Jahr 1907 ging sie zur weiteren wissenschaftlichen Ausbildung nach Berlin, wo sie vor allem Vorlesungen bei
Max Planck
hören wollte. Dort traf sie erstmals auf den fast gleichaltrigen
Chemiker
Otto Hahn
(er war vier Monate jünger als sie). Mit ihm sollte sie die folgenden 30 Jahre zusammenarbeiten. Zunächst arbeiteten sie unter
Emil Fischer
als „unbezahlte Gäste“ in einer ehemaligen Holzwerkstatt, im Chemischen Institut der
Friedrich-Wilhelms-Universität
in der Hessischen Straße.
20
Da im damaligen
Preußen
Frauen noch nicht studieren durften, musste sie das Gebäude immer durch den Hintereingang betreten und durfte die Vorlesungsräume und Experimentierräume der Studenten nicht betreten. Dieses Verbot fiel erst 1909, nachdem das
Frauenstudium
in Preußen offiziell eingeführt worden war.
Otto Hahn entdeckte 1909 den
radioaktiven Rückstoß
. Mit der sich daran anschließenden „Rückstoßmethode“ fanden Hahn und Lise Meitner in den Folgejahren auch diverse radioaktive
Nuklide
. Durch diese Erfolge machte sich Lise Meitner in der Physik einen Namen und lernte unter anderem
Albert Einstein
und
Marie Curie
persönlich kennen. Von 1912 bis 1915 war sie inoffizielle Assistentin bei Max Planck.
Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie und Erster Weltkrieg
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Gebäude des
Kaiser-Wilhelm-Instituts für Chemie
in Berlin-Dahlem (heute Hahn-Meitner-Bau des Instituts für Biochemie der
FU Berlin
Lise Meitner und Otto Hahn im Labor, Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie, 1912
1912 verbesserten sich die Arbeitsbedingungen von Hahn und Meitner deutlich, als sie ihre Forschungen in der von Hahn aufgebauten Forschungsabteilung
Radioaktivität
des neu gegründeten
Kaiser-Wilhelm-Instituts für Chemie
in
Berlin-Dahlem
fortsetzen konnten. Meitner arbeitete zunächst unentgeltlich weiter, wurde jedoch 1913
21
als erste Frau Wissenschaftliches Mitglied der
Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft
. Nach ihr wurden nur zwei weitere Frauen Wissenschaftliche Mitglieder (
Cécile Vogt
und
Isolde Hausser
), während es in der Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft
mehr als 160 männliche Wissenschaftliche Mitglieder
gab.
Zumindest zu Beginn des
Ersten Weltkriegs
zeigte sie sich ebenso von
Kriegsbegeisterung
ergriffen wie nahezu alle ihre damaligen Kollegen.
So hatte Hahn zusammen mit
James Franck
und
Gustav Hertz
im Auftrag durch
Fritz Haber
am 22. April 1915 persönlich den erstmaligen Einsatz von Chlorgas in der
Zweiten Flandernschlacht
überwacht. Die Giftgaswolke überraschte damals noch den Gegner, etwa 5000 Soldaten starben und weitere etwa 10.000 wurden kampfunfähig verletzt.
22
Drei Tage darauf schrieb Meitner an Hahn: „Ich beglückwünsche Sie zu dem schönen Erfolg bei Ypern“.
23
Meitner war allerdings selbst nicht an Forschung oder Entwicklung
chemischer Kampfstoffe
beteiligt. Sie ließ sich zur Röntgenassistentin und Krankenpflegerin ausbilden
24
und war ab Juli 1915 zunächst als
Röntgenschwester
der österreichischen Armee in einem
Lazarett
an der Ostfront eingesetzt.
Bereits im Oktober 1916 kehrte sie nach Berlin in das Institut zurück
25
und arbeitete erneut gemeinsam mit Hahn, der im Dezember 1916 nach Berlin versetzt worden war. 1917 entdeckten Hahn und Meitner das chemische
Isotop
Protactinium
-231, die langlebige Form des Elements mit der Ordnungszahl 91, das mit dem schon 1913 von
Kasimir Fajans
und
Oswald Helmuth Göhring
entdeckten kurzlebigen Isotop Protactinium-234 (damals
Brevium
genannt) in Konkurrenz stand (im Jahr 1949 wurde das neue Element Nr. 91 von der IUPAC endgültig Protactinium genannt und Hahn und Meitner als alleinige Entdecker bestätigt).
Abteilungsleitung und Professur
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Physiker und Chemiker in Berlin 1920. Vordere Reihe, von links:
Hertha Sponer
Albert Einstein
, Ingrid Franck,
James Franck
, Lise Meitner,
Fritz Haber
und
Otto Hahn
. Hintere Reihe, von links:
Walter Grotrian
Wilhelm Westphal
Otto von Baeyer
Peter Pringsheim
und
Gustav Hertz
1918 erhielt Lise Meitner die Leitung einer eigenen Abteilung am Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie: Sie wurde Leiterin der radiophysikalischen Abteilung,
21
verbunden mit einem angemessenen Gehalt. Sie war die erste von
14 Abteilungsleiterinnen
in der Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft.
1922 entdeckte sie vier Jahre vor
Pierre Auger
den
Auger-Meitner-Effekt
1922
habilitierte
sie sich und bekam dadurch das Recht, als Dozentin zu arbeiten. 1926 wurde sie außerordentliche
Professorin
für experimentelle Kernphysik an der Berliner Universität. Sie war damit Deutschlands erste Professorin für Physik.
26
Meitners Forschung wurde in den 1920er Jahren mehrmals durch die
Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft
gefördert.
27
Entzug der Lehrbefugnis
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Anfang 1933 war Meitner wie viele andere noch zuversichtlich, dass die Folgen der
Machtübernahme
durch die
NSDAP
glimpflich bleiben würden. Meitner war der Meinung, dass derartige Zeiten des Umbruchs zunächst unvermeidlich mit allen möglichen Wirren verbunden seien, nun komme es auf vernünftige Zurückhaltung an. Hitlers im Radio übertragene Antrittsrede als Reichskanzler habe doch „sehr moderat geklungen, taktvoll und versöhnlich“.
28
Infolge des
Berufsbeamtengesetzes
vom 7. April 1933 wurde Meitner aufgrund ihrer jüdischen Abstammung die Lehrbefugnis entzogen. Sie konnte ihre Arbeit an Bestrahlungsexperimenten mit
Neutronen
lediglich am (nicht-staatlichen) Kaiser-Wilhelm-Institut fortsetzen. Hier suchte sie von 1935 bis 1938 mit Otto Hahn und seinem Assistenten
Fritz Straßmann
nach
Transuranen
Lise Meitner mit
Otto Stern
(1937)
Flucht nach Schweden
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1938, als Deutschland
Österreich annektierte
, wurde Lise Meitner deutsche Staatsbürgerin und war dadurch als gebürtige Jüdin in besonderer Weise gefährdet. Otto Hahn hatte große Sorge um ihre Sicherheit und bereitete daher zusammen mit dem niederländischen Chemiker
Dirk Coster
ihre illegale Ausreise ins
Exil
vor, die am 13. Juli 1938 gelang. Über die Niederlande und Dänemark kam sie nach Stockholm, wo sie ihre Forschungen bis 1946 am Nobel-Institut fortsetzte. Hahn und Meitner korrespondierten weiter miteinander.
Entdeckung der Kernspaltung
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Versuchsapparaturen, mit denen Otto Hahn und Fritz Straßmann am 17. Dezember 1938 die Kernspaltung entdeckten (
Deutsches Museum
, München). Die Geräte standen damals in verschiedenen Räumen und wurden später für das Museum auf diesem Tisch arrangiert,
29
der heute „Hahn-Meitner-Straßmann-Tisch“ genannt wird.
30
Hauptartikel
Entdeckung der Kernspaltung
Die Chemikerin
Ida Noddack
hatte schon 1934 die Vermutung geäußert, dass „bei der Beschießung schwerer Kerne mit Neutronen diese Kerne in mehrere größere Bruchstücke zerfallen“. Diese Vermutung wurde seinerzeit nicht ernst genommen. Ende Dezember 1938 beschrieb Otto Hahn in einem Brief an Meitner einen Vorgang, den er zusammen mit Fritz Straßmann aufgrund äußerst sorgfältiger radiochemischer Methoden entdeckt hatte und den er als „Zerplatzen“ des Urankerns bezeichnete. Er fragte sie:
31
„Wäre es möglich, dass das
Uran
239 zerplatzt in ein
Ba
und ein
Ma
? Es würde mich natürlich sehr interessieren, Dein offenes Urteil zu hören. Eventuell könntest du etwas ausrechnen und publizieren.“
Hahn hatte die Physiker in seinem Institut nicht informiert. Er unterrichtete Lise Meitner als einzige über alle Experimente und Ergebnisse und hielt sie weiterhin brieflich auf dem Laufenden.
Im Februar 1939 konnte Lise Meitner mit ihrem Neffen, dem Kernphysiker
Otto Frisch
, in dem Aufsatz
Disintegration of Uranium by Neutrons: A New Type of Nuclear Reaction
32
eine erste physikalisch-theoretische Deutung für das von Otto Hahn formulierte „Zerplatzen“ des Uran-Atomkerns geben. Frisch prägte dabei den Begriff
nuclear fission
(Kernspaltung), der in der Folgezeit international anerkannt wurde.
33
Die beiden Bruchstücke (Atomkerne), die bei der Spaltung entstehen, haben zusammen eine geringere Masse als der ursprüngliche Uranatomkern. Aus dieser
Massendifferenz
errechneten Lise Meitner und Otto Frisch mit Einsteins Formel
mc²
die bei der Spaltung freiwerdende
Energie
von etwa 200 Millionen
Elektronenvolt
pro gespaltenem
Atomkern
34
Meitner, inzwischen überzeugte
Pazifistin
, weigerte sich, Forschungsaufträge für den Bau einer
Atombombe
anzunehmen, obwohl sie von den USA immer wieder dazu aufgefordert wurde. Sie zog es vor, während des
Zweiten Weltkrieges
in Schweden zu bleiben.
Nachkriegszeit
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Lise Meitner (1946)
In der Nachkriegszeit stellte Lise Meitner die Entwicklung der Kernwaffen in Frage. Bei einer Vorlesungsreise in den USA 1946, ein Jahr nach den
Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki
, wurde sie zu ihrem Missfallen in der amerikanischen Presse als „jüdische Mutter der Atombombe“ und „Frau des Jahres“ bezeichnet.
35
Für sie war es stets undenkbar, ihre Arbeit in den Dienst einer Massenvernichtungswaffe zu stellen.
35
36
37
Ab 1947 leitete Lise Meitner die kernphysikalische Abteilung des Physikalischen Instituts der
Königlichen Technischen Hochschule Stockholm
und hatte diverse Gastprofessuren an US-amerikanischen Universitäten inne.
Sie erhielt zahlreiche Ehrungen in aller Welt, in besonderer Weise in der Bundesrepublik Deutschland, so beispielsweise 1955 den ersten „
Otto-Hahn-Preis
für Chemie und Physik“, 1956 den Orden
Pour le mérite für Wissenschaften und Künste
38
und 1962 die Dorothea-Schlözer-Medaille der
Georg-August-Universität Göttingen
39
Für alle drei Ehrungen hatte Otto Hahn sie vorgeschlagen. 1959 wurde in Berlin – in Anwesenheit beider Namensgeber
– das
Hahn-Meitner-Institut für Kernforschung
(HMI) vom Regierenden Bürgermeister
Willy Brandt
offiziell eingeweiht. Zu allen diesen Anlässen, aber auch zu privaten Besuchen kam Lise Meitner stets gerne nach Deutschland.
Mit Otto Hahn blieb sie lebenslang freundschaftlich verbunden. Ihre Glückwünsche zu seinem 80. Geburtstag am 8.
März 1959 schloss sie mit den Worten „In alter Freundschaft, Deine Lise“.
40
Sie ließ es sich nicht nehmen, zu diesem Anlass von Stockholm nach
Göttingen
zu reisen, um ihm persönlich und öffentlich zu gratulieren.
Meitners Grabstein auf dem Friedhof in Bramley, Hampshire
Umzug nach Cambridge
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1960 übersiedelte Lise Meitner zu ihrem Neffen Otto Frisch nach
Cambridge
, wo sie bis zu ihrem Tod für eine friedliche Nutzung der Kernspaltung eintrat.
Am 27.
Oktober 1968, drei Monate nach Otto Hahns Tod, starb Lise Meitner im Alter von 89 Jahren. Sie wurde in Bramley (
Hampshire
) beigesetzt. Die Inschrift auf dem Grabstein stammt von ihrem Neffen Otto Frisch. Sie lautet:
41
“A physicist who never lost her humanity”
„Eine Physikerin, die nie ihre Menschlichkeit verlor“
Persönlichkeit
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Einigen Aufschluss über ihre Persönlichkeit erhält man aus den veröffentlichten Briefen an bzw. von
Elisabeth Schiemann
Otto Hahn
und
Max von Laue
. Nach Aussagen von Otto Hahn und Max Planck war sie extrem zielgerichtet bei ihren Untersuchungen und arbeitete sehr hart, um Lösungen zu finden und Ergebnisse zu bekommen.
Sie selbst sagte einmal: „Ich liebe Physik, ich kann sie mir schwer aus meinem Leben wegdenken. Es ist so eine Art persönlicher Liebe, wie gegen einen Menschen, dem man sehr viel verdankt. Und ich, die ich so sehr an schlechtem Gewissen leide, bin Physikerin ohne jedes böse Gewissen.“
Über ihr Verständnis der
Naturwissenschaft
sagte sie: „Das ist in meinen Augen gerade der große moralische Wert der naturwissenschaftlichen Ausbildung, daß wir lernen müssen, Ehrfurcht vor der Wahrheit zu haben, gleichgültig, ob sie mit unseren Wünschen oder vorgefaßten Meinungen übereinstimmt oder nicht.“
42
Über das Privatleben von Lise Meitner ist wenig bekannt. Sie liebte die Natur und zog sich zum Nachdenken über theoretische Probleme gerne in den Wald zurück.
Neben ihrer Forschung galt ihr persönliches, aber doch sehr zurückhaltendes Engagement vor allem dem Einsatz für den Frieden, der bedachten Nutzung der Kernenergie sowie der Gleichberechtigung der Frauen in den Wissenschaften.
Lise Meitner beobachtete die Verwendung der Kernenergie für Waffensysteme äußerst kritisch. Sie ähnelte darin ihrem langjährigen Partner Otto Hahn und anderen Pionieren der Kernphysik wie etwa
Albert Einstein
(der jedoch, auf Vorschlag von
Leó Szilárd
, Präsident
Roosevelt
dringend zum Bau der US-Atombombe aufforderte). Lise Meitner selbst hat allerdings nie irgendeinen öffentlichen Friedensappell initiiert oder unterzeichnet, obwohl sie mehrfach darum gebeten wurde, und sich mit persönlichen Äußerungen zu den Themen Atombombe,
Kernwaffentests
, nukleare Verseuchung usw. immer zurückgehalten.
Verdienste
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Kernspaltung
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Gedenktafel für Lise Meitner und
Max Delbrück
am Hahn-Meitner-Bau der FU Berlin (vormals Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie). Hier wird Lise Meitner als „Mitentdeckerin der Atomspaltung“ gewürdigt.
Gedenktafel der
Gesellschaft Deutscher Chemiker
am ehemaligen Institut für Kernchemie in Mainz. Sie erinnert an die gemeinsamen Arbeiten von Lise Meitner, Otto Hahn und Fritz Straßmann, die zur Entdeckung der Kernspaltung führten
Lise Meitners Leistung im Zusammenhang mit der
Kernspaltung
wird sehr häufig auf die erste physikalisch-theoretische Deutung reduziert, die sie Anfang 1939 im schwedischen Exil zusammen mit Otto Frisch formulierte. Diese war zweifellos von großer Bedeutung für die Entwicklung der militärischen und friedlichen Nutzung der Kernenergie, wurde aber bereits im Herbst 1939 durch eine umfassende Theorie der Kernspaltung
(The mechanism of nuclear fission)
von
Niels Bohr
und
John Archibald Wheeler
ersetzt.
Da Lise Meitner fünf Monate vor der Entdeckung der Kernspaltung aus Deutschland fliehen musste, wird oft übersehen, dass die vier Jahre andauernde gemeinsame Arbeit von Meitner, Hahn und Straßmann an Transuranen diese Entdeckung möglich machte. Aus diesem Grund wurden sie 1966 gemeinsam mit dem
Enrico-Fermi-Preis
geehrt.
43
Auf einer Gedenktafel in Mainz, wo Straßmann später lehrte und forschte, ehrt auch die
Gesellschaft Deutscher Chemiker
die drei Forscher als gemeinsame Wegbereiter der epochalen Entdeckung und nennt dabei Meitner an erster Stelle. Der berühmte „Otto-Hahn-Tisch“
44
im Deutschen Museum – auf ihm sind die bei der Entdeckung der Kernspaltung verwendeten Geräte zu sehen – wurde im Jahr 2013 in „Hahn-Meitner-Straßmann-Tisch“ umbenannt. Der Grund war, dass die Benennung allein nach Otto Hahn als falsch empfunden wurde. Wie Meitners Biografin
Charlotte Kerner
damals kommentierte, gilt die Entdeckung der Kernspaltung heute als Gemeinschaftsarbeit. Dabei war es Meitners Verdienst, dass die gemeinsame Arbeit in Berlin in Gang kam. Sie überredete Hahn, die Versuche mit Uran fortzusetzen, die
Enrico Fermi
1934 begonnen hatte.
30
Lise Meitner erkannte die Leistung der Chemiker Hahn und Straßmann bei der Entdeckung der Kernspaltung an: „Die Entdeckung der Kernspaltung durch Otto Hahn und Fritz Straßmann hat ein neues Zeitalter in der Geschichte der Menschheit eröffnet. Die dieser Entdeckung zugrunde liegende wissenschaftliche Leistung scheint mir darum so bewundernswert, weil sie ohne jede theoretische Wegweisung auf rein chemischem Weg erreicht worden ist.“
45
Weitere Leistungen
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Neben den allgemein bekannten Arbeiten erweiterte Lise Meitner vor allem die Kenntnis über das Wesen der
Radioaktivität
. Die meisten ihrer Arbeiten waren Untersuchungen der Radioaktivität, insbesondere der
Alpha-
und
Betastrahlung
. Dabei konzentrierte sie sich auf die Wirkung dieser Strahlen auf verschiedene Materialien. Sie entdeckte gemeinsam mit Otto Hahn eine Reihe radioaktiver Isotope, darunter
Protactinium
231,
Actinium
C und
Thorium
D.
Wesentliche Beiträge lieferte Lise Meitner auch zum Verständnis des Aufbaus der
Atomkerne
sowie der Energiefreisetzung beim
radioaktiven Zerfall
. Gemeinsam mit Otto Frisch veröffentlichte sie eine Reihe von Werken, die die physikalischen Grundlagen der Kernphysik erklärten und beleuchteten.
Ausbleiben des Nobelpreises
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Obwohl Lise Meitner sehr oft für den
Nobelpreis
nominiert wurde, blieb ihr diese Auszeichnung versagt.
Max Planck (um 1930).
Er nominierte Lise Meitner siebenmal für den Nobelpreis.
Nominierungen für den Nobelpreis
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Lise Meitner wurde insgesamt 49-mal
für den Nobelpreis nominiert
. Von 1924 bis 1948 gingen insgesamt 19 Nominierungen für den
Chemiepreis
ein, in den Jahren 1937 bis 1967 insgesamt 30 Nominierungen für den
Physikpreis
46
Am häufigsten nominierte sie
Max Planck
, der sechs Nominierungen für den Chemiepreis und eine für den Physikpreis einsandte. Zu den Unterstützern, die sie mehr als zweimal nominierten, gehörten ferner
James Franck
(fünf Nominierungen für Physik),
Oskar Klein
(drei Nominierungen für Physik, eine für Chemie),
Max Born
(drei Nominierungen für Physik) und
Niels Bohr
(zwei Nominierungen für Chemie, eine für Physik). Nachdem Otto Hahn den Chemie-Nobelpreis des Jahres 1944 erhalten hatte, nominierte er Lise Meitner 1948 für den Physik-Nobelpreis.
46
Bewertungen anlässlich des Nobelpreises für Otto Hahn
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Für die Entdeckung und den radiochemischen Nachweis der
Kernspaltung
wurde Otto Hahn 1945 der
Nobelpreis für Chemie
für das Jahr 1944 verliehen (überreicht wurde er erst 1946). Lise Meitner und
Otto Frisch
, die zusammen die theoretische Erklärung für das Phänomen verfasst hatten, wurden nicht berücksichtigt. Diese Entscheidung wurde kontrovers beurteilt.
Lise Meitner, die das „Zerplatzen“ des
Urankerns
exklusiv aus erster Hand von Otto Hahn erfahren hatte und die chemischen Leistungen ihres Kollegen wohl am besten beurteilen konnte, schrieb Ende November 1945 an ihre Freundin Birgit Broomé-Aminoff: „Hahn hat sicher den Nobelpreis für Chemie voll verdient, da ist wirklich kein Zweifel. Aber ich glaube, dass Frisch und ich etwas nicht Unwesentliches zur Aufklärung des Uranspaltungsprozesses beigetragen haben – wie er zustande kommt und daß er mit einer so großen Energieentwicklung verbunden ist, lag Hahn ganz fern.“
47
Berta Karlik
, die Leiterin des
Instituts für Radiumforschung
in Wien, schrieb an ihre Kollegin
Erika Cremer
: „Da ich die Berliner Arbeiten seinerzeit eingehend verfolgt habe, und sowohl mit Hahn wie mit Meitner persönlich so gut bekannt, ja befreundet war, bin ich stets der Auffassung gewesen, dass die Entdeckung der Spaltung einzig und allein Hahn zuzuschreiben ist.“
48
Der polnisch-britische Physiker
Józef Rotblat
kam zu einer anderen Bewertung. Als er Frisch und Meitner 1961 für den Physik-Nobelpreis nominierte, schrieb er zur Begründung: „Obwohl die Experimente, die zur Separierung und Isolierung der Spaltprodukte geführt haben, von Professor Hahn ausgeführt worden sind, ist es allgemein anerkannt, dass es Frisch und Meitner gewesen sind, die den Prozess als Kernspaltung erkannt und ihn richtig interpretiert haben. Frisch und Meitner sind daher die wahren Entdecker der Kernspaltung.“
49
Dietrich Hahn
, ein Enkel von Otto Hahn und Patenkind von Lise Meitner, der sich für die korrekte biografische Darstellung von Otto Hahn und Meitner engagiert hat, sagte im Jahr 1996: „Vielleicht wäre es am besten gewesen, Otto Hahn und Straßmann hätten den Chemienobelpreis für die Entdeckung der Kernspaltung bekommen, Meitner und Frisch den Physiknobelpreis für die Deutung.“
50
Auch in jüngerer Zeit wird die Meinung vertreten, dass Lise Meitner den Nobelpreis mindestens so sehr verdient hätte wie Otto Hahn. Beispielsweise sagte
Ernst Peter Fischer
, Physiker und
Wissenschaftshistoriker
an der
Universität Konstanz
, anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der Entdeckung der Kernspaltung im Jahr 2008: „Sie hat das Wissen gehabt, Hahn hat nur die Versuche durchgeführt.“ Es sei eine „Dummheit der schwedischen Akademie“ gewesen, Meitner beim Nobelpreis zu übergehen.
51
Hintergründe
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David Rennert und
Tanja Traxler
beleuchten in ihrer Biografie (2018) die Hintergründe der Nobelpreis-Entscheidung. Sowohl Hahn als auch Meitner waren seit Mitte der 1920er Jahre immer wieder für den Chemie-Nobelpreis nominiert worden, ab 1937 kamen Nominierungen für den Physik-Nobelpreis dazu. Der schwedische Chemiker
The Svedberg
, selbst Nobelpreisträger, begutachtete die Leistungen von Hahn und Meitner für das Komitee des Chemie-Nobelpreises erstmals im Jahr 1939. In seinem Bericht argumentierte er, Hahn habe die Entdeckung gemacht, als Meitner nicht mehr in Berlin war. 1941 argumentierte er in seinem zweiten Gutachten, nach der Entdeckung der Kernspaltung habe Hahn im Gegensatz zu Meitner weitere wichtige Beiträge geleistet, der Nobelpreis solle somit an ihn gehen. Dabei stellte er Meitners Vertreibung aus Deutschland und ihre Situation im schwedischen Exil nicht in Rechnung. Die Gutachten der folgenden Jahre bauten auf Svedbergs Bewertung auf, so dass 1945 schließlich eine knappe Mehrheit zugunsten von Hahn zustande kam. Danach übergingen die Chemiker Meitner, weil sie schon Hahn den Nobelpreis zuerkannt hatten.
49
In den folgenden Jahrzehnten wurde Meitner weiterhin immer wieder nominiert, nach 1948 nur noch für den Physik-Nobelpreis. Bei den Physikern war der einflussreiche Nobelpreisträger
Manne Siegbahn
Vorsitzender des Nobel-Komitees und für die Begutachtung zuständig. Er kannte Meitner sehr gut, weil sie an seinem Institut in Stockholm arbeitete. Er hatte ein schwieriges Verhältnis zu ihr und empfand sie als Konkurrentin. Deshalb aktivierte er erfolgreich sein Netzwerk, um den Physik-Nobelpreis für Meitner zu verhindern – so jedenfalls die Darstellung von Rennert und Traxler. Sie vermuten außerdem, dass Meitner schon deshalb keine guten Karten hatte, weil sie eine Frau war.
49
Frauen wurden als Zuarbeiterinnen gesehen. Meitner wurde immer wieder als „Mitarbeiterin“ Hahns bezeichnet, was sie empörte.
30
Lise Meitner hatte schon im November 1946 auf einer Karte an Otto Hahn geschrieben: „Die Möglichkeit, dass ich Deine Nobelpreis-Kollegin werden könnte, hat sich schließlich erledigt. Falls Du daran interessiert bist, könnte ich Dir etwas darüber erzählen.“ Hahn antwortete nicht darauf. Was sie zu berichten hatte, ist nicht bekannt.
49
Ehrungen
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Mitgliedschaften und Auszeichnungen
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Bis zu ihrem Tod erhielt Lise Meitner 21 wissenschaftliche (darunter 5
Ehrendoktorwürden
, 12-mal Mitglied verschiedener Akademien) und öffentliche Auszeichnungen für ihr Werk und ihr Leben.
1926: Mitglied der
Leopoldina
52
1926: Mitglied der
Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen
53
1947:
Ehrenpreis der Stadt Wien für Wissenschaft
1948: Mitglied der
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
, erstes korrespondierendes weibliches Mitglied
1949
Max-Planck-Medaille
gemeinsam mit Otto Hahn
1955: Auswärtiges Mitglied der
Royal Society
in London, verbunden mit dem Recht, die Abkürzung FMRS (Foreign Member of the Royal Society) hinter ihrem Namen anzufügen
1955:
Otto-Hahn-Preis
für Chemie und Physik
1956: Ehrendoktorwürde der Freien Universität Berlin
54
(Überreichung der Urkunde 1957)
55
1956:
Orden Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste
38
verliehen von Bundespräsident
Theodor Heuss
1960: Mitglied der
American Academy of Arts and Sciences
1960:
Wilhelm-Exner-Medaille
1962:
Dorothea-Schlözer
-Medaille der
Georg-August-Universität Göttingen
39
1966:
Enrico-Fermi-Preis
der amerikanischen Atomenergie-Kommission, zusammen mit Otto Hahn und Fritz Straßmann
43
1967:
Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst
Namensgeberin
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Lise-Meitner-Denkmal vor dem Lise-Meitner-Haus in Kaiserslautern
1959:
Hahn-Meitner-Institut
für Kernforschung in Berlin, Namensgeberin zusammen mit Otto Hahn
1970:
Mondkrater Meitner
1977: Asteroid
(6999) Meitner
1979:
Venuskrater Meitner
Schulen und Straßen in zahlreichen Städten, z.
B. ab 1970 die Meitnerstraße im Stadtteil Roderbruch in
Hannover
56
Seit 1982: Lise-Meitner-Haus in
Kaiserslautern
, ein Wohnheim für Studierende der
Technischen Universität Kaiserslautern
und der
Hochschule Kaiserslautern
57
Ab 1991: Das Land Nordrhein-Westfalen vergab das Lise-Meitner-Stipendium für habilitierende Frauen.
58
1997: Das chemische Element
Meitnerium
wurde nach ihr benannt.
1999:
Lise Meitner Professur
der Faculty of Engineering der
Lund Universität
verliehen an führende Forschende eines unterrepräsentierten Geschlechts, um als Vorbild für Studierende, Lehrende und junge Forschende zu dienen
59
2003: Lise-Meitner-Haus, Neubau für das Institut für Physik der Humboldt-Universität Berlin
60
2008: Der
ABC-Abwehrschule
des Österreichischen
Bundesheeres
wurde der Traditionsname
Lise Meitner
verliehen.
Seit 2008: alljährliche
Lise-Meitner-Lecture
der Deutschen Physikalische Gesellschaft und der Österreichischen Physikalischen Gesellschaft
2010: Umbenennung des Otto-Hahn-Baus in Berlin in Hahn-Meitner-Bau (Gebäude des ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Instituts für Chemie, heute Gebäude des Instituts für Biochemie der FU Berlin)
Lise-Meitner-Preis
für Kernphysik der Europäischen Physikalischen Gesellschaft
Lise-Meitner-Literaturpreis
Lise-Meitner-Programm des
Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung
zur Förderung ausländischer Wissenschaftler in Österreich
61
2017: Das Mineral
Meitnerit
wurde nach ihr benannt.
62
Seit 2018: Lise-Meitner-Exzellenzprogramm der
Max-Planck-Gesellschaft
zur Förderung von Wissenschaftlerinnen
63
Berliner Gedenktafel
am Haus Hessische Straße 1 in
Berlin-Mitte
Lise-Meitner-Denkmal im Ehrenhof der Humboldt-Universität Berlin
Gedenktafeln
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Gedenktafeln
, die an Lise Meitner erinnern, befinden sich an folgenden Gebäuden:
Geburtshaus (siehe Bild
oben
Akademisches Gymnasium in Wien (siehe Bild
oben
Gebäude Hessische Straße 1 in Berlin-Mitte, wo Lise Meitner von 1907 bis 1912 arbeitete. Hier befindet sich eine Gedenktafel ergänzt mit Relief-Porträts von Meitner und Otto Hahn (siehe Bild
oben
).
An demselben Gebäude wurde am 12. Juli 2010 auch eine Berliner Gedenktafel für Lise Meitner angebracht (siehe Bild rechts).
Gebäude des
Kaiser-Wilhelm-Instituts für Chemie
, Thielallee 63 in Berlin-Dahlem, wo Lise Meitner von 1912 bis 1938 arbeitete (heute Hahn-Meitner-Bau des Instituts für Biochemie der FU Berlin). Hier befindet sich eine Gedenktafel für Lise Meitner und ihren Assistenten
Max Delbrück
(siehe Bild
oben
).
Ehemaliges Institut für Kernchemie der
Universität Mainz
. Die Tafel aus der Reihe
Historische Stätten der Chemie
ehrt Lise Meitner, Otto Hahn und Fritz Straßmann als diejenigen Forscher, deren gemeinsame Arbeiten zur Entdeckung der Kernspaltung führten; 2002 zu Straßmanns 100. Geburtstag enthüllt (siehe
oben
).
Uddmanska huset („Uddmanska-Haus“) in
Kungälv
in Schweden. In diesem Haus hielten sich Meitner und Frisch auf, als sie Ende 1938 die Experimente von Hahn und Straßmann diskutierten und bei einem Spaziergang im Schnee die Möglichkeit der Kernspaltung erkannten. Die
European Physical Society
(EPS) führt das Gebäude seit 2016 in ihrer Liste der Stätten mit besonderer Bedeutung für die Geschichte der Physik („EPS Historic Sites“).
64
Im Oktober 2016 wurde eine Gedenktafel der EPS neben dem Hauseingang angebracht. Mehr als 70 Physiker waren bei der Enthüllung anwesend.
65
66
Direkt unterhalb befindet sich eine zweite, ältere Gedenktafel,
67
68
die früher auf der anderen Seite des Hauseingangs angebracht war.
69
Denkmale und Büsten
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Gedenken an Lise Meitner im Arkadenhof der Universität Wien
Vor dem Lise-Meitner-Wohnheim in Kaiserslautern steht ein Sandsteinblock mit einem Lise-Meitner-Porträt als
Relief
(siehe Bild
oben
).
70
1991 wurde Lise Meitner als erste Frau mit einer Büste im Ehrensaal im
Deutschen Museum
in München geehrt.
71
Am 10. Juli 2014 wurde das von
Anna Franziska Schwarzbach
gestaltete Meitner-Denkmal im Ehrenhof der Humboldt-Universität zu Berlin mit einem Festakt enthüllt. Es ist das erste Denkmal für eine Wissenschaftlerin in Deutschland.
72
Im Juni 2016 wurde sie mit einer Büste im
Arkadenhof der Universität Wien
geehrt.
73
74
Sonstiges
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Zu ihren Doktoranden gehörte
Rudolf Jaeckel
Veröffentlichungen (Auswahl)
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Wärmeleitung in inhomogenen Körpern
. Hölder in Kommission, Wien 1906,
OCLC
162935454
(Dissertation: aus der II. physikalischen Institut der k. k. Universität in Wien, vorgelegt in der Sitzung am 22. Februar 1906, 13 Seiten).
Über die Absorption der α- und β-Strahlen
. In:
Phys. Z.
Band
, 1906,
S.
588–590
mit Otto Hahn
Die Muttersubstanz des Actiniums, ein Neues Radioaktives Element von Langer Lebensdauer
. In:
Phys. Z.
Band
19
, 1918,
S.
208–218
mit Otto Hahn
Über das Protactinium und die Frage nach der Möglichkeit seiner Herstellung als chemisches Element
. In:
Die Naturwissenschaften
Band
Nr.
33
, 1919,
S.
611
.,
doi
10.1007/BF01498184
Über die β-Strahl-Spektra und ihren Zusammenhang mit der γ-Strahlung
. In:
Zeitschrift für Physik
Band
11
, 1922,
S.
35–54
Über den Aufbau des Atominnern
. In:
Die Naturwissenschaften
Band
15
Nr.
16
, 1927,
S.
369–378
doi
10.1007/BF01504760
Der Zusammenhang zwischen β- und γ-Strahlen.
In:
Ergebnisse der Exakten Naturwissenschaften.
Nr. 3, 1924.
mit
Max Delbrück
Der Aufbau der Atomkerne: natürliche und künstliche Kernumwandlungen
. Berlin 1935.
mit Otto R. Frisch
Disintegration of Uranium by Neutrons: a New Type of Nuclear Reaction
. In:
Nature
Band
143
, 1939,
S.
239
.,
doi
10.1038/143239a0
mit Otto Hahn
Atomenergie und Frieden
. In:
Schriftenreihe der Österr. UNESCO-Kommission
. Frick, Wien 1954.
The status of women in the professions
. In:
Physics Today
Band
13
Nr.
, 1960,
S.
16–21
Wege und Irrwege zur Kernenergie
. In:
Naturwissenschaftliche Rundschau
Band
16
, 1963,
S.
167–169
Literatur
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(Chronologisch)
Otto Hahn:
Vom Radiothor zur Uranspaltung.
Vieweg, Braunschweig 1962; Neuausgabe: Vieweg-Teubner, Wiesbaden 2013,
ISBN 978-3-322-98325-1
Otto Hahn:
Mein Leben.
Bruckmann, München 1968. Neuausgabe: Piper, München / Zürich 1986,
ISBN 3-492-00838-0
Otto Robert Frisch:
Lise Meitner.
In:
Biographical Memoirs of the Fellows of the Royal Society.
Band 16, November 1970, S. 405–420.
Otto Robert Frisch
Meitner, Lise
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A. T. Macrobius – K. F. Naumann
. Charles Scribner’s Sons, New York 1974,
S.
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Maria Osiezki
Meitner, Lise
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Neue Deutsche Biographie
. (NDB).
Band
16
. Duncker & Humblot, Berlin 1990,
ISBN 3-428-00197-4
S.
731–734
deutsche-biographie.de
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Sabine Ernst (Hrsg.):
Lise Meitner an Otto Hahn. Briefe aus den Jahren 1912 bis 1924.
Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1993,
ISBN 3-8047-1254-1
(=
Quellen und Studien zur Geschichte der Pharmazie
, Band 65, zugleich
Dissertation
an der
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
1992, unter dem Titel:
Briefe Lise Meitners an Otto Hahn aus den Jahren 1912 bis 1924
).
Jost Lemmerich
(Hrsg.):
Lise Meitner – Max von Laue: Briefwechsel 1938–1948.
ERS, Berlin 1998,
ISBN 3-928577-32-8
Charlotte Kerner
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Beltz, Weinheim 1998,
ISBN 3-407-80742-2
Patricia Rife:
Lise Meitner and the Dawn of the Nuclear Age.
Birkhäuser, Berlin 1999,
ISBN 0-8176-3732-X
archive.org
Ruth Lewin Sime
Lise Meitner
Ein Leben für die Physik
. Insel, Frankfurt am Main / Leipzig 2001,
ISBN 3-458-17066-9
Lore Sexl, Anne Hardy:
Lise Meitner.
Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2002,
ISBN 3-499-50439-1
Dietrich Hahn
(Hrsg.):
Lise Meitner: Erinnerungen an Otto Hahn.
S. Hirzel Verlag, Stuttgart 2005,
ISBN 3-7776-1380-0
Thea Derado
Im Wirbel der Atome. Lise Meitner – Eine Frau geht ihren Weg.
Kaufmann, Lahr 2007,
ISBN 978-3-7806-3059-9
Jost Lemmerich (Hrsg.):
Bande der Freundschaft: Lise Meitner – Elisabeth Schiemann; kommentierter Briefwechsel 1911–1947.
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2010,
ISBN 978-3-7001-6847-8
Vera Keiser (Hrsg.):
Radiochemie, Fleiß und Intuition. Neue Forschungen zu Otto Hahn.
GNT-Verlag, Diepholz und Berlin 2018.
ISBN 978-3-86225-113-1
David Rennert,
Tanja Traxler
Lise Meitner. Pionierin des Atomzeitalters.
Residenz Verlag, Salzburg 2018,
ISBN 978-3-7017-3460-3
Auszug
online auf derstandard.at, 29. September 2018. Wurde 2019 in Österreich als
Wissenschaftsbuch des Jahres
(Kategorie Naturwissenschaft/Technik) ausgezeichnet.
Klaus Ferdinand Gärditz
„Ehrfurcht vor der Wahrheit“: Lise Meitner und der moralische Anspruch naturwissenschaftlichen Denkens.
In:
Wissenschaftsrecht. Zeitschrift für deutsches und europäisches Wissenschaftsrecht.
51, Nr.
3/4, 2018, S.
370–387.
Andrew Norman:
The Amazing Story of Lise Meitner: Escaping the Nazis and Becoming the World's Greatest Physicist.
Pen & Sword History, 2021,
ISBN 978-1-3990-0629-3
Olivia Campbell:
Sisters in Science. How Four Women Physicists Escaped Nazi Germany and Made Scientific History.
Park Row, Toronto 2024,
ISBN 978-0-3697-2243-0
Audiovisuelle Quellen
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Zweiteiliger
Fernsehfilm
Ende der Unschuld
Frank Beyer
WDR
, Köln 1991 (Darstellerin von Lise Meitners:
Hanne Hiob
).
Klaus Sander
(Hrsg.):
Lise Meitner: „Die Frau in der Wissenschaft“.
Enthält:
Rückschau auf mein Leben, Die Frau in der Wissenschaft, Max Planck als Mensch, Im Gespräch mit Berta Karlik, Zu Besuch in Kiel.
supposé
, Köln 2003,
ISBN 978-3-932513-46-6
Audio-CD
, Originaltonaufnahmen,
Hörprobe
).
Lise Meitner – Die Mutter der Atombombe (2012).
… Deine Lise – die Physikerin Lise Meitner im Exil
(© 2018 Buchfunk/Leipzig); Audiobuch von Stefan Frankenberger (Konzept/Musik) mit
Elisabeth Orth
Till Firit
Paul Matic
Manuel Rubey
u.
a.
ISBN 978-3-86847-423-7
Archivaufnahmen mit und über Lise Meitner
im Onlinearchiv der
Österreichischen Mediathek
(Reden, Diskussionen, Radiobeiträge)
Wolfgang Burgmer:
Lise Meitner: Pionierin der Atomphysik
. In:
NDR
ZeitZeichen
vom 27. Oktober 2013, mit
Annette Vogt
. (Podcast. Verfügbar bis 31. Dezember 2099)
Oppenheimer - die vergessene Figur
, von Harald Lesch
, Terra X, ZDF, 2024.
Lise Meitner oder Die Spaltung der Welt
. Hörspiel von
Maike Wetzel
, ARD Audiothek, 2026.
Weblinks
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Commons
: Lise Meitner
– Sammlung von Bildern
und Audiodateien
Wikiquote: Lise Meitner
– Zitate
Literatur von und über Lise Meitner
im Katalog der
Deutschen Nationalbibliothek
Silke Maurmair, Levke Harders:
Lise Meitner.
Tabellarischer Lebenslauf im
LeMO
DHM
und
HdG
Lise Meitner.
In:
FemBio. Frauen-Biographieforschung
(mit Literaturangaben und Zitaten).
Biografie.
In:
Helmholtz-Zentrum Berlin.
Abgerufen am 20.
Mai 2025
Einzelnachweise
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Ende 1999 veröffentlichte das Nachrichtenmagazin
Focus
das Ergebnis einer Umfrage unter 500 führenden deutschen Naturwissenschaftlern, Ingenieuren und Medizinern nach den wichtigsten Forschern des 20.
Jahrhunderts (Heft
52/1999, S.
103–108,
online
Memento
des
Originals
vom 24. Oktober 2020 im
Internet Archive
Info:
Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß
Anleitung
und entferne dann diesen Hinweis.
@1
@2
Vorlage:Webachiv/IABot/www.focus.de
). Die Physikerin Lise Meitner wurde auf den 22. Platz gewählt.
Geburtenbuch der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, Geburtsbuch G 1878–1880, Nr. 1820 (
Faksimile bei FamilySearch, kostenlose Registrierung erforderlich
).
Taufbuch Wien I. A.B., Bd. 63, S. 388 (B-107)
Ruth Lewin Sime:
Lise Meitner. A Life in Physics.
University of California Press, Berkeley u.
a. 1996, S. 1 (
eingeschränkte Vorschau
in der Google-Buchsuche
).
Lore Sexl, Anne Hardy:
Lise Meitner.
Rowohlts Monographien. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 2002,
ISBN 978-3-644-55431-3
, S. 7.
David Rennert, Tanja Traxler:
Lise Meitner. Pionierin des Atomzeitalters.
Residenz Verlag, Salzburg 2018,
ISBN 978-3-7017-3460-3
Einige Beispiele für die Geburtstags-Angabe 7. November:
Artikel
in der
Neuen Deutsche Biographie
Artikel
der Meitner-Biografin Ruth Lewin Sime auf
Spektrum.de
, 1. Mai 1998
Biografie
bei
LeMO
Webseite
beim Orden
Pour le Mérite
Webseite
der
Humboldt-Universität zu Berlin
Webseite
des
Deutschen Patent- und Markenamtes
Webseite
des
Lise-Meitner-Gymnasiums Hamburg
Beitrag
des Wissenschaftshistorikers
Fritz Krafft
zum 100. Geburtstag am 7. November 1978
Biografische Ausstellung
in Berlin zum 125. Geburtstag, beginnend am 7. November 2003 (Träger der Ausstellung:
Hahn-Meitner-Institut
, Humboldt-Universität zu Berlin, Freie Universität Berlin,
Max-Planck-Gesellschaft
Lise-Meitner-Kolloquium
zum 140. Geburtstag am 7. November 2018
Biografie von Andrew Norman (2021), siehe
#Literatur
Einige Beispiele für die Geburtstags-Angabe 17. November:
Vortrag
der Wissenschaftshistorikerin
Ute Deichmann
(1999)
Rowohlt-Monographie von Lore Sexl und Anne Hardy (2002), siehe
#Literatur
Biografie
bei
FemBio
Webseite
des
Lise-Meitner-Gymnasiums Unterhaching
Berliner Gedenktafel
(2010),
siehe Bild
Biografie von David Rennert und Tanja Traxler (2018), siehe
#Literatur
Artikel
auf science.
orf
.at, 24. Oktober 2018
Lore Sexl, Anne Hardy:
Lise Meitner.
Rowohlts Monographien. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 2002,
ISBN 978-3-644-55431-3
, S. 10
f.
Otto Robert Frisch:
Lise Meitner.
In: Biographical Memoirs of the Fellows of the Royal Society. Band 16, November 1970, S. 405–420, hier S. 405.
Lise Meitner
Memento
vom 17. Dezember 2013 im
Internet Archive
im Ariadne-Projekt der Österreichischen Nationalbibliothek
Ruth Lewin Sime:
Lise Meitner. A Life in Physics.
University of California Press, Berkeley u.
a. 1996, S. 6.
Lore Sexl, Anne Hardy:
Lise Meitner.
Rowohlts Monographien. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 2002,
ISBN 978-3-644-55431-3
, S. 11.
Patricia Rife:
Lise Meitner and the Dawn of the Nuclear Age.
Birkhäuser, Berlin 1999, S. 1.
Lise Meitner: Ein Leben für die Physik; Ruth Lewis Sime; Seite 27
Verzeichnis der approbierten Abiturienten. (…) Meitner Elise.
In:
Jahres-Bericht über das k.
k. Akademische Gymnasium in Wien für das Schuljahr 1901/1902
, Jahrgang 1902, S.
81 Mitte (online bei
ANNO
).
Vorlage:ANNO/Wartung/jag
Meldungsbuch #15316 der k. k. Universität Wien
Lise Meitner: Ein Leben für die Physik; Ruth Lewin Sime; Seite 29
Sime:
Lise Meitner.
S. 17 f., auch Fußnoten 76, 77, (
eingeschränkte Vorschau
in der Google-Buchsuche
).
Aus erster Hand
- Die Atomforscher Otto Hahn, Lise Meitner und Fritz Straßmann im Gespräch
Fernsehinterview von 1959
Biografie
bei
LeMO
Deutsches Historisches Museum Berlin:
Erster Weltkrieg – Einsatz von Giftgas bei Ypern 1915
Klaus Hoffmann:
Schuld Und Verantwortung: Otto Hahn – Konflikte eines Wissenschaftlers
. Springer, 1993,
ISBN 3-642-58030-0
, S. 83.
P. D. Smith:
Doomsday Men: The Real Dr Strangelove and the Dream of the Superweapon
. Penguin, 2008,
ISBN 978-0-14-191032-1
Oliver H. Herde:
Lise Meitner – Lebensweg und Erfolg
. GRIN Verlag, 2011,
ISBN 978-3-656-09017-5
Klaglos im Keller
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Band 40, Verlag Peter Lang, 2008,
ISBN 978-0-8204-8856-1
Annette Lein:
Originalgeräte zur Entdeckung der Kernspaltung, „Hahn-Meitner-Straßmann-Tisch“
Deutsches Museum Digital (mit zahlreichen Detailfotos).
Die Entdeckung der Kernspaltung
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David Rennert, Tanja Traxler
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. Springer-Verlag, 2013,
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Helle Zeit – Dunkle Zeit. In memoriam Albert Einstein.
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, Mitgliedseintrag bei orden-pourlemerite.de.
Dorothea Schlözer-Medaille
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Das Grab von Lise Meitner.
Klaus Knerger
abgerufen am 14.
Mai 2020
Martin Trömel
Freunde bis in den Tod – Otto Hahn und Lise Meitner.
In: Dietrich Hahn (Hrsg.):
Lise Meitner: Erinnerungen an Otto Hahn.
S. Hirzel Verlag, Stuttgart 2005,
ISBN 3-7776-1380-0
, S. 151.
Enrico Fermi Award: 1960’s Laureates
U.S. Department of Energy
. Die Begründung zur Preisvergabe erscheint beim Klick auf die Namen der Preisträger.
Annette Lein:
Ein Meisterwerk zieht um
Blog des Deutschen Museums, 19. Dezember 2012. Mit Fotos.
Dietrich Hahn (Hrsg.):
Lise Meitner: Erinnerungen an Otto Hahn.
S. Hirzel Verlag, Stuttgart 2005,
ISBN 3-7776-1380-0
, S. 39.
Die 49 Nominierungen von Lise Meitner
im Nominierungsarchiv des Nobelpreises (englisch)
Lise Meitner an Birgit Broomé-Aminoff, 20. November 1945. In: Anne Hardy/Lore Sexl:
Lise Meitner
. Rowohlt Verlag, Reinbek, 2002. S. 119.
ISBN 3-499-50439-1
Lore Sexl und Anne Hardy:
Lise Meitner
. Rowohlts Monographien. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg, 2002, S. 122.
David Rennert, Tanja Traxler:
Lise Meitner. Pionierin des Atomzeitalters.
Residenz Verlag, Salzburg 2018,
ISBN 978-3-7017-3460-3
Auszug
auf derstandard.at, 29. September 2018.
Christian Weber:
Kernspaltung: Fabeln aus dem Kellerloch
. In:
Focus
Nr. 24/1996,
online
Norbert Lossau:
Kernspaltung vor 70 Jahren in Berlin entdeckt
Berliner Morgenpost, 19. Dezember 2008.
Mitgliedseintrag von
Lise Meitner
bei der
Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina
, abgerufen am 5.
April 2015.
Holger Krahnke:
Die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1751–2001
(=
Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse.
Folge 3, Bd. 246 =
Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Mathematisch-Physikalische Klasse.
Folge 3, Bd. 50). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001,
ISBN 3-525-82516-1
, S. 165.
1956: Verleihung der Ehrendoktorwürde an Lise Meitner.
Ehrung an historischem Ort.
Pressemitteilung der FU Berlin, 15. Oktober 2010.
Landeshauptstadt Hannover (Hrsg.)
Projekt Wissenschaftliche Betrachtung von namensgebenden Persönlichkeiten. Abschlussbericht
. September 2018,
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hannover.de
PDF;
6,2
MB
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fda-stiftung.de
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Das Lise-Meitner-Haus (Institut für Physik)
physik.hu-berlin.de
Lise-Meitner-Programm für ForscherInnen aus dem Ausland.
Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung in Österreich
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, abgerufen am 12. August 2024.
Lise-Meitner-Exzellenzprogramm
auf www.mpg.de
EPS Historic Sites
auf eps.org, siehe
Sweden
in der Liste.
Mia Halleröd Palmgren:
EPS Historic Site – Lise Meitner and the discovery of nuclear fission
epsnews.eu, 15. Dezember 2016 (archivierte Webseite).
Foto
der Gedenktafel der EPS in Kungälv.
Foto
des Eingangs zum Uddmanska-Haus in Kungälv, rechts die beiden Gedenktafeln.
Foto
der oberen Hälfte der älteren Gedenktafel (Bild aus
diesem Artikel
vom 21. März 2021).
Die frühere Position der älteren Gedenktafel links von der Tür ist z.
B. auf
diesem Foto
aus dem Jahr 2012 zu sehen.
Vgl.
seitliche Ansicht des Denkmals
in Kaiserslautern mit der Inschrift
Lise Meitner Haus
Der Ehrensaal des Deutschen Museums
abgerufen am 6. Juni 2021.
Astrid Herbold:
Große Physikerin, späte Ehrung
Der Tagesspiegel
, 9. Juli 2014.
orf.at – Sieben Frauendenkmäler für Uni Wien
. Artikel vom 28. Oktober 2015, abgerufen am 28. Oktober 2015.
derStandard.at – Arkadenhof der Uni Wien beherbergt nun auch Frauen-Denkmäler
. Artikel vom 30. Juni 2016, abgerufen am 1. Juli 2016.
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64160163
Wikipedia-Personensuche
Personendaten
NAME
Meitner, Lise
ALTERNATIVNAMEN
Meitner, Elise
KURZBESCHREIBUNG
österreichische Kernphysikerin
GEBURTSDATUM
7. November 1878
GEBURTSORT
Wien
STERBEDATUM
27. Oktober 1968
STERBEORT
Cambridge
, England
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Lise Meitner
Kernphysiker
Physiker (20. Jahrhundert)
Absolvent der Universität Wien
Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin)
Wissenschaftliches Mitglied der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft
Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft
Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR
Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)
Korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
Ehrendoktor der Freien Universität Berlin
Namensgeber für ein chemisches Element
Person als Namensgeber für einen Mondkrater
Person als Namensgeber für einen Venuskrater
Person als Namensgeber für einen Asteroiden
Entdecker eines chemischen Elements
Träger der Max-Planck-Medaille
Auswärtiges Mitglied der Royal Society
Träger des österreichischen Ehrenzeichens für Wissenschaft und Kunst
Träger des Bundesverdienstkreuzes
Träger des Pour le Mérite (Friedensklasse)
Träger der Wilhelm-Exner-Medaille
Träger der Leibniz-Medaille
Lieben-Preisträger
Österreichischer Emigrant zur Zeit des Nationalsozialismus
Otto Hahn
Fritz Straßmann
Otto Frisch
Person (Cisleithanien)
Österreicher
Schwede
Geboren 1878
Gestorben 1968
Frau
Kernchemiker
Emigrant aus Österreich-Ungarn in Deutschland
Österreichischer Emigrant in Schweden
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