Synopsis
"Das gelbe Land" ist das Regiedebüt von Chen Kaige aus dem Jahr 1984, mit Zhang Yimou als Kameramann. Der Film erzählt die Geschichte eines Kulturschaffenden der Achten Route-Armee, der während des Widerstandskriegs gegen Japan in Nord-Shaanxi Volkslieder sammelt und dabei auf das lokale Bauernmädchen Cui Qiao trifft. Mit seinen eindrucksvollen Bildern des Lössplateaus und tiefem humanitärem Engagement begründete der Film den ästhetischen Stil der fünften Generation chinesischer Regisseure. Er hat auf Douban eine Bewertung von 7,7 Punkten und gewann zahlreiche internationale Auszeichnungen.
Überblick
"Gelbe Erde" ist das Regiedebüt von Chen Kaige aus dem Jahr 1984, mit Zhang Yimou als Kameramann und He Qun als Szenenbildner. Die Hauptrollen spielen Wang Xueqi und Xue Bai. Der Film wurde von der Guangxi Film Studio produziert, hatte 1984 interne Vorführungen in China und kam 1985 offiziell in die Kinos. Auf Douban hat er eine Bewertung von 7,7 Punkten.
Dieser Film ist das wegweisende Werk der Fünften Generation chinesischer Regisseure und brach mit seiner kraftvollen Bildsprache die traditionellen Erzählmuster des chinesischen Kinos. Zhang Yimous Kameraarbeit zeigt das Lössplateau in Nord-Shaanxi wie einen schweigenden Riesen – die zerfurchte Landschaft, der weite, karge Himmel und die Menschen, die auf diesem kargen Land leben, bilden ein beeindruckendes visuelles Epos. Der Film gewann mehrere internationale Preise, darunter den Silbernen Leoparden auf dem Locarno International Film Festival, und markierte den ersten Auftritt des neuen chinesischen Kinos auf der internationalen Bühne.
Handlung
Die Geschichte spielt während des Widerstandskriegs gegen Japan auf dem Lössplateau in Nord-Shaanxi. Gu Qing (gespielt von Wang Xueqi), ein Kulturarbeiter der Achten Route-Armee, kommt in ein abgelegenes Bergdorf, um Volkslieder aus Nord-Shaanxi zu sammeln. Er wohnt bei der armen Bauernfamilie von Cuiqiao (gespielt von Xue Bai). Cuiqiao ist ein gutherziges, einfaches Bauernmädchen. Ihr Vater ist ein wortkarger alter Bauer, der sein ganzes Leben mit dem gelben Land verbracht hat. Cuiqiaos jüngerer Bruder Hanhan ist ein unschuldiger Junge.
In Cuiqiaos Familie erlebt Gu Qing die Herzlichkeit und Einfachheit der Menschen Nord-Shaanxis. Er hört Cuiqiaos "Xintianyou"-Gesang, dessen hohe, weite Melodien durch die zerklüfteten Schluchten des Lössplateaus hallen und voller Sehnsucht nach Freiheit und Glück sind. Gu Qing ist zutiefst bewegt und versucht, dieser armen Familie mit der Kraft von Kunst und Kultur Hoffnung zu bringen.
Doch Cuiqiaos Schicksal ist bereits von Tradition und Armut vorgezeichnet. Ihr Vater hat sie, wie es der lokalen Sitte entspricht, einem Mann versprochen, den sie nie gesehen hat. In ihrem Herzen sehnt sich Cuiqiao nach Freiheit, danach, mit Gu Qing nach Yan'an zu gehen und ein neues Leben zu suchen, doch die Schwere der Realität lässt ihren Traum unendlich fern erscheinen.
Am Ende des Films rudert Cuiqiao in ihrer Hochzeitsnacht allein mit einem kleinen Boot über den Gelben Fluss, um ihren Traum zu verfolgen. Die Wellen des Gelben Flusses schlagen, und Cuiqiaos Gestalt verschwindet allmählich in der Weite von Wasser und Himmel. Dieses offene Ende ist voller Symbolik – eine neue Generation chinesischer Frauen beginnt, sich von den Fesseln der Tradition zu befreien, doch der Weg vor ihnen ist noch lang und ungewiss.
Besetzung
| Schauspieler | Rolle | Beschreibung |
|---|---|---|
| Wang Xueqi | Gu Qing | Kulturarbeiter der Achten Route-Armee |
| Xue Bai | Cuiqiao | Bauernmädchen aus Nord-Shaanxi, das sich nach Freiheit sehnt |
| Tan Tuo | Cuiqiaos Vater | Schweigsamer alter Bauer aus Nord-Shaanxi |
| Liu Qiang | Hanhan | Cuiqiaos jüngerer Bruder |
Kultureller Einfluss
Die Entstehung von "Gelbe Erde" war eine Revolution in der Geschichte des chinesischen Films. Zuvor folgte das chinesische Kino der sowjetisch geprägten Tradition des sozialistischen Realismus, die Erzählung und thematische Aussage betonte. Mit diesem Film schufen Chen Kaige und Zhang Yimou eine völlig neue Filmsprache – sie nutzten das Bild selbst, um Emotionen und Gedanken zu vermitteln, anstatt sich auf Dialoge und Handlung zu verlassen.
Zhang Yimous Kameraarbeit ist das größte Highlight des Films. Er setzt häufig feststehende lange Einstellungen und extreme Bildkompositionen ein, platziert die Figuren in einer Ecke des Bildes und lässt die weite Lösslandschaft den größten Teil des Rahmens einnehmen. Diese Kompositionsweise drückt das ungleiche Kräfteverhältnis zwischen Mensch und Natur aus – auf diesem alten, kargen Land ist die Kraft des Einzelnen unbedeutend, doch die Lebenskraft der Menschen ist so schwer und beständig wie der Lössboden selbst.
Die "Xintianyou"-Lieder im Film sind ein weiteres wichtiges Element. Cuiqiaos Gesang ist nicht nur eine wertvolle Aufzeichnung der Volkskunst Nord-Shaanxis, sondern auch das zentrale emotionale Vehikel des Films. Dieser hohe, melancholische Gesang durchdringt die tausend Schluchten und übermittelt den Widerstand der Menschen gegen ihr Schicksal und ihre Sehnsucht nach einem besseren Leben.
Der internationale Erfolg von "Gelbe Erde" öffnete der Fünften Generation chinesischer Regisseure die Türen. In der Folge gewannen Werke wie Zhang Yimous "Rotes Sorghumfeld" und Chen Kaiges "Lebewohl, meine Konkubine" internationale Preise, und das chinesische Kino erlebte ein goldenes Zeitalter.
Referenzen
- Douban Film: https://movie.douban.com/subject/1291832/
- Baidu Baike: https://baike.baidu.com/item/黄土地
- Wikipedia: https://zh.wikipedia.org/zh-cn/黄土地_(电影)
Comments (0)