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Zuckerguss

糖葫芦
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Synopsis

Zuckerhut ist ein traditioneller chinesischer Straßensnack, der aus Mehlbeeren besteht, die mit Kandiszuckersirup überzogen sind. Er ist rot glänzend, glasig und schmeckt süß-sauer. Sein Ursprung reicht bis in die Südliche Song-Dynastie zurück und hängt mit der Behandlung einer kaiserlichen Konkubine von Kaiser Guangzong zusammen. Von Peking bis in das ganze Land ist Zuckerhut einer der am besten erkennbaren typisch chinesischen Snacks und auch die wärmste Erinnerung an Winterstraßen.

Übersicht

Zuckerhut ist einer der repräsentativsten traditionellen Straßensnacks Chinas. Er wird hergestellt, indem frische Hagebuttenfrüchte auf Bambusspieße gesteckt und mit einer Schicht aus transparentem, knusprigem Kandiszuckersirup überzogen werden. Das fertige Produkt ist leuchtend rot und glänzend, außen knusprig und innen weich, süß-sauer und köstlich. Es ist nicht nur ein leckerer Snack, sondern auch eines der am besten erkennbaren Symbole der traditionellen chinesischen Esskultur. Auf den kalten Winterstraßen, wo Reihen von leuchtend roten Zuckerhüten auf Grasbüscheln stecken, bilden sie die wärmste und einzigartigste Alltagsszenerie in nordchinesischen Städten.

Die Geschichte des Zuckerhuts lässt sich bis in die Zeit der Südlichen Song-Dynastie zurückverfolgen. Der Legende nach litt eine Konkubine von Kaiser Guangzong der Song an einer seltsamen Krankheit, war blass und mager und hatte keine Lust zu essen. Ein wandernder Heiler empfahl, Kandiszucker mit Hagebutten zu kochen. Nach der Einnahme genas die Konkubine tatsächlich. Diese Methode verbreitete sich später unter der Bevölkerung und entwickelte sich durch kontinuierliche Verbesserungen zu dem heutigen Zuckerhut, bei dem Hagebutten auf Bambusspieße gesteckt und in Kandiszucker getaucht werden.

Historischer Hintergrund

Die am weitesten verbreitete Geschichte über den Ursprung des Zuckerhuts spielt sich in der Shaoxi-Ära der Südlichen Song-Dynastie ab. Die am meisten geliebte Konkubine Huang von Kaiser Guangzong Zhao Dun erkrankte an einer seltsamen Krankheit, hatte den ganzen Tag über keinen Appetit, und die kaiserlichen Ärzte konnten mit verschiedenen wertvollen Medikamenten nichts ausrichten. Aus Verzweiflung ließ Kaiser Guangzong eine Bekanntmachung aushängen, um nach einem Heiler zu suchen. Ein Volksheiler nahm die Herausforderung an, trat in den Palast ein und verschrieb nach der Pulsdiagnose ein unerwartetes Rezept – Kandiszucker mit roten Früchten (Hagebutten) kochen und fünf bis zehn Stück vor jeder Mahlzeit essen.

Nachdem Konkubine Huang diese Methode angewandt hatte, kehrte ihr Appetit tatsächlich zurück und sie genas von ihrer Krankheit. Später verbreitete sich dieser süß-saure Kandiszucker-Hagebutten-Mix unter der Bevölkerung. Die einfachen Leute steckten die Hagebutten auf Spieße und tauchten sie in Kandiszucker, was den Verzehr erleichterte. Dies war die Urform des Zuckerhuts. Bis zur Ming- und Qing-Dynastie war Zuckerhut bereits der beliebteste Straßensnack in Peking.

Aus medizinischer Sicht hatte das Rezept des Heilers durchaus seine Berechtigung. Hagebutten haben die Wirkung, die Verdauung zu fördern, Nahrungsstauungen aufzulösen, das Qi zu bewegen und Blutstauungen zu zerstreuen. In Kombination mit der Süße des Kandiszuckers können sie den Appetit anregen und die Verdauung fördern, ohne zu sauer zu sein, und sind ein beispielhaftes Lebensmittel, das sowohl Medizin als auch Nahrung ist.

Regionale Besonderheiten

Typ Region Merkmale
Traditioneller Hagebutten-Zuckerhut Peking/Norden Klassische Version, Hagebutten mit Kandiszucker überzogen, leuchtend rot und glänzend
Yamswurzelbohnen-Zuckerhut Peking Aufgespießte Yamswurzelbohnen mit Zucker überzogen, geschmeidige Textur
Erdbeer-Zuckerhut landesweit Frische Erdbeeren mit Zucker überzogen, süß-sauer und saftig
Trauben-Zuckerhut landesweit Ganze Trauben am Stiel mit Zucker überzogen, durchsichtig und glänzend
Mandarinen-Zuckerhut landesweit Kleine Mandarinen mit Zucker überzogen, frisch und erfrischend
Gefüllter Zuckerhut Peking Hagebutten ohne Kerne, gefüllt mit Bohnenpaste oder Walnüssen
Walnuss-Zuckerhut Norden Walnusskerne mit Zucker überzogen, duftend und knusprig-köstlich

Herstellungsprozess

Zuckerhut sieht einfach aus, ist aber nicht leicht perfekt herzustellen. Der Schlüssel liegt im richtigen Grad des Zuckerkochens. Weißzucker oder Kandiszucker wird mit etwas Wasser in einen Topf gegeben und bei schwacher Hitze langsam gekocht. Wenn die Temperatur des Zuckersirups etwa 150 Grad erreicht, färbt sich der Sirup hellgelb. Taucht man einen Essstäbchen hinein und dann in kaltes Wasser, erstarrt der Sirup sofort zu einer harten, knusprigen Zuckerkugel – dann ist der Sirup fertig.

Der Kochgrad des Zuckers ist entscheidend für den Erfolg. Ist er nicht ausreichend gekocht, ist die Zuckerhülle nicht knusprig und klebrig; ist er zu lange gekocht, wird der Sirup gelbbraun und bitter. Erfahrene Meister können den Kochgrad allein anhand der Farbe und des Blasenbilds des Sirups erkennen – eine Handwerkskunst, die jahrelange Erfahrung erfordert.

Das Eintauchen in Zucker ist eine weitere Technik. Die aufgespießten Hagebutten werden schnell einmal im Sirup gewendet, damit jede Frucht gleichmäßig mit einer dünnen Zuckerschicht überzogen wird, und dann auf einer mit Speiseöl bestrichenen, glatten Oberfläche zum Abkühlen gelegt. Ein guter Zuckerhut erfordert eine dünne, gleichmäßige, transparente wie Glas glänzende Zuckerhülle. Beim Hineinbeißen knirscht es knusprig, und die Säure der Hagebutten verschmilzt perfekt mit der Süße der Zuckerhülle.

Kulturelle Bedeutung

Zuckerhut hat einen besonderen Platz in der chinesischen Kultur. Es ist nicht nur eine Delikatesse, sondern auch ein unauslöschlicher Geschmack in den Kindheitserinnerungen vieler Menschen. In nordchinesischen Städten ist das Wahrzeichen des Winters nicht der Schnee, sondern die Zuckerhut-Verkäufer an den Straßenrändern und die leuchtend roten Zuckerhüte. Der Ruf eines Zuckerhut-Verkäufers kann unendliche Nostalgie für die warmen Wintertage wecken.

Zuckerhut ist auch ein wichtiges Symbol der Pekinger Kultur. Auf alten Fotos und in Filmen über Peking ist Zuckerhut fast allgegenwärtig. Es symbolisiert das Alltagsleben und die menschliche Atmosphäre des alten Peking und ist die zugänglichste kulinarische Erinnerung dieser Stadt.

In den letzten Jahren hat Zuckerhut auch die Landesgrenzen überschritten und im Ausland Aufmerksamkeit erregt. Auf chinesischen Lebensmittelfestivals in Südkorea, Japan und Südostasien ist Zuckerhut oft einer der beliebtesten Stände. Einige Unternehmer haben Zuckerhut auch mit modernen Elementen kombiniert und verschiedene innovative Geschmacksrichtungen eingeführt, wodurch dieser alte Straßensnack neue Vitalität gewinnt.

Referenzen

  1. Baidu Baike: https://baike.baidu.com/item/糖葫芦
  2. Wikipedia: https://zh.wikipedia.org/zh-cn/糖葫芦
  3. China National Geographic: https://www.dili360.com

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