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Die Glocke stehlen und sich die Ohren zuhalten – Ursprung der Redewendung

掩耳盗铃
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Synopsis

Die Redewendung "Den eigenen Ohren zuhalten, während man eine Glocke stiehlt" stammt aus dem berühmten chinesischen Werk "Frühling und Herbst des Lü Buwei". Sie erzählt die Geschichte eines Mannes, der beim Stehlen einer Glocke sich selbst die Ohren zuhält und glaubt, dass andere sie dann auch nicht hören können. Dies dient als Metapher für Selbsttäuschung.

Redewendungserklärung

"Den eigenen Ohren zuhalten, um die Glocke zu stehlen" (Pinyin: yǎn ěr dào líng) bedeutet wörtlich, sich die Ohren zuzuhalten, während man eine Glocke stiehlt. Es ist eine Metapher für Selbsttäuschung, bei der man glaubt, andere täuschen zu können, obwohl dies offensichtlich nicht gelingt.

Herkunft

Stammt aus "Meister Lü's Frühlings- und Herbstannalen · Selbstkenntnis": Als die Familie Fan unterging, fand ein Bürger eine Glocke und wollte sie forttragen, aber die Glocke war zu groß und schwer. Er versuchte, sie mit einem Hammer zu zerschlagen, doch die Glocke erzeugte beim Schlagen einen lauten Klang. Aus Angst, andere könnten den Lärm hören und ihm die Glocke wegnehmen, hielt er sich sofort die Ohren zu.

Hintergrundgeschichte

Während der Zeit der Frühlings- und Herbstannalen wurde der Adlige Fan aus dem Staat Jin gestürzt, und das einfache Volk plünderte seinen Besitz. Jemand sah eine große Glocke und wollte sie wegschleppen, aber sie war zu schwer. Also versuchte er, sie mit einem Hammer zu zertrümmern, um sie in Stücken fortzutragen. Beim ersten Schlag erklang die Glocke jedoch laut. Aus Furcht, andere könnten den Klang hören und die Glocke an sich reißen, hielt er sich schnell die Ohren zu und schlug weiter. Er dachte, wenn er sich die Ohren zuhielte, könnten andere den Lärm nicht hören – was natürlich reine Selbsttäuschung war.

Grundlegende Informationen

Punkt Inhalt
Pinyin yǎn ěr dào líng
Herkunft "Meister Lü's Frühlings- und Herbstannalen · Selbstkenntnis"
Bedeutung Selbsttäuschung
Synonyme Sich selbst betrügen, "Hier sind keine dreihundert Silberlinge vergraben"

Referenzen

  1. "Meister Lü's Frühlings- und Herbstannalen · Selbstkenntnis"
  2. "Großes Wörterbuch der chinesischen Redewendungen"

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