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Gebet beim Weintrinken – Li Bai

将进酒
Year
744
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Synopsis

"Das Lied vom Trinken" ist eines der Meisterwerke des großen Dichters Li Bai aus der Tang-Dynastie und der Höhepunkt seiner Trinkgedichte. Das gesamte Gedicht ist von majestätischer Kraft, thematisiert den Wein und drückt die heroischen Gefühle des Dichters über die Kürze des Lebens und die Notwendigkeit aus, die Freuden rechtzeitig zu genießen.

Überblick

"Gebt mir Wein!" ist eines der bedeutendsten Werke des großen Dichter der Tang-Dynastie, Li Bai, entstanden um das Jahr 744. "Gebt mir Wein!" ist ein altes Thema der Han-Yuefu-Dichtung und bedeutet so viel wie "Trinklied". Das Gedicht nutzt den Wein als roten Faden, um die Gefühle des Dichters über die Kürze des Lebens und unerkanntes Talent auszudrücken und zeigt Li Bais unbekümmerten und freigeistigen Charakter.

Originaltext

Siehst du nicht den Gelben Fluss, vom Himmel strömend herab,
Eilt er dem Meer zu, kehrt nie zurück?
Siehst du nicht im hohen Saal, im hellen Spiegel, trauernd um weißes Haar,
Am Morgen noch wie schwarze Seide, am Abend schon zu Schnee?
Wenn das Leben uns hold ist, muss man die Freude ganz genießen,
Lasst den goldenen Becher nicht leer im Mondschein stehn!
Von Natur ist mir Talent verliehn, es wird gewiss gebraucht werden,
Tausend Goldstücke verstreut, sie kehren wieder her.
Schlachtet Schafe, metzgt Rinder, lasst uns fröhlich sein,
Man muss auf einmal dreihundert Becher trinken!
Herr Cen, Meister Danqiu, gebt mir Wein, haltet die Becher nicht an!
Ich sing euch ein Lied, bitte neigt euer Ohr und hört mir zu.
Glocken, Trommeln, köstliche Speisen sind nicht kostbar genug,
Ich wünschte nur, lange betrunken zu sein und nie mehr zu erwachen.
Seit alters sind alle Weisen und Heiligen einsam geblieben,
Nur die Trinker hinterlassen ihren Namen.
Prinz Chen einst gab im Pinglè-Pavillon ein Fest,
Zehn Tausend für einen Krug Wein, ausgelassene Heiterkeit!
Warum spricht der Gastgeber von wenig Geld?
Geh nur und kauf Wein, um mit euch zu trinken!
Das gefleckte Pferd, der tausend Gold wert'ne Pelz,
Ruft den Jungen, tauscht sie ein für guten Wein,
Und mit euch tilg' ich den ewigen Kummer.

Autorvorstellung

Item Inhalt
Name Li Bai (701-762)
Zi / Hao Zi: Taibai, Hao: Qinglian Jushi (Einsiedler der blauen Lotosblume)
Dynastie Tang-Dynastie
Beiname Dichterimmortal (Shixian)
Bedeutende Werke Gebt mir Wein! (Qiang Jin Jiu), Gedanken in stiller Nacht (Jing Ye Si), Blick auf den Wasserfall am Lushan-Berg (Wang Lushan Pubu)

Interpretation

Der Beginn nimmt mit dem Wasser des Gelben Flusses seinen Ausgang und beklagt, wie die Zeit wie fließendes Wasser dahingeht und nie zurückkehrt. Die Klage über das weiße Haar im hellen Spiegel des hohen Saals zeigt, dass von der Jugend bis zum Alter nur ein Morgen und Abend vergehen. Wenn das Leben einem hold ist, soll man die Freude ganz auskosten und den goldenen Becher nicht leer im Mondschein stehen lassen. Von Natur ist mir Talent verliehen, es wird gewiss gebraucht werden; selbst wenn tausend Goldstücke verstreut sind, können sie wieder zurückkommen. Das gesamte Gedicht ist von grandioser Kraft und überschäumender Emotion, ein repräsentatives Werk von Li Bais romantischer Dichtkunst.

Referenzen

  1. "Complete Tang Poems" (Quan Tangshi), Band 168
  2. Wang Qi, "Complete Works of Li Taibai" (Li Taibai Quanji)
  3. Yuan Xingpei, "Studies on the Art of Chinese Poetry" (Zhongguo Shige Yishu Yanjiu)

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